Schneechaos|Schweine auf der Autobahn

200 Passagiere mussten die Nacht am Frankfurter Flughafen verbringen und 100 Schweine liefen bei Würzburg über die Autobahn. Der Wintereinbruch sorgt weiter für Abwechslung und Chaos in Deutschland. Drei Menschen starben bei Unfällen.
Schweine liefen in der Nacht über die A7 – wie hier, bei einem Unfall im Jahr 2008. Text Schweine liefen in der Nacht über die A7 – wie hier, bei einem Unfall im Jahr 2008. Foto: dpa

Kurz vor Mitternacht kippte auf der A 7 bei Würzburg ein mit mehr als 100 Schweinen beladener 40-Tonner um. Quiekend sprangen die Tiere auf die Autobahn, 60 Feuerwehrleute waren damit beschäftigt, sie einzufangen und umzuladen. Mindestens 15 Schweine starben. Die Autobahn blieb bis zum Morgen gesperrt.

In Nordrhein-Westfalen meldete die Landesleitstelle NRW von Montagmittag bis Dienstmorgen 1780 Unfälle. In Düren kam ein 22-Jähriger auf einer schneeglatten Straße ums Leben. In Rheinland-Pfalz fuhr ein Kleintransporter auf ein stehendes Auto auf, dabei starben zwei Menschen. Insgesamt 20 Menschen wurden bei verschiedenen Unfällen schwer verletzt.

Glimpflich kamen die Beteiligten an zwei Unfällen auf der Autobahn 3 davon. Vermutlich wegen zu hoher Geschwindigkeit auf schneebedeckter Fahrbahn hatte sich der Kleintransporter eines 43-Jährigen im Bereich einer Baustelle überschlagen. Der Fahrer blieb wie durch ein Wunder unverletzt. Ins Schleudern geriet auch der PKW einer 23-Jährigen, die in Richtung Köln unterwegs war. Ihr Wagen prallte gegen die Leitplanke und blieb schließlich auf der linken Spur liegen.

Räum- und Streudienste sind weiter im Einsatz, um zumindest die Hauptstraßen befahrbar zu halten. Auf den Nebenstrecken herrschen jedoch weiter winterliche Straßenverhältnisse mit Glätte und teilweise Schneeverwehungen. Laut Deutschem Wetterdienst soll es besonders in den Mittelgebirgen und an der Küste weiter schneien.

Obdachlose erfrieren in Polen und Frankreich

Auch an den Flughäfen lief nicht alles glatt. Nachdem bereits am Montag in München und Frankfurt viele Verbindungen ausgefallen oder verspätet waren, mussten in Frankfurt heute bereits 114 Flüge gestrichen werden. 200 Passagiere übernachteten in Feldbetten am Flughafen – gut versorgt, wie ein Sprecher betonte. Im Laufe des Tages müsse mit weiteren ausfallenden Flügen gerechnet werden. Außerdem werde es weiterhin zu Verspätungen kommen.

Aber nicht nur auf den Straßen richtete der Winter Chaos an. Stürmische Winde wehten an der Ostseeküste in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern und peitschten Wasser an die Küsten. In Lübeck und in Rostock waren die Behörden deshalb wegen Sturmflut in Alarmbereitschaft. Am Morgen waren die Wasserpegel allerdings schon wieder zurückgegangen.

In den Nachbarländern Polen und Frankreich sind Menschen an der Kälte gestorben. Im Nordosten Polens erfroren zwei Obdachlose und eine ältere Frau. Auch in Frankreich starb ein Obdachloser.
hem/iwi/news.de/dpa

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tipp_08_Träume, Ziele, Wirklichkeit

Hallo Heinz,

erinnerst Du Dich noch an unsere Frage? Glaubst Du nur, was Du siehst? Was bedeutet sehen? Was heißt glauben? Fragen über Fragen. Beginnen wir mit unseren fünf Sinnen: Sehen, Hören, Tasten, Riechen, Schmecken. Diese nehmen Informationen für uns auf und leiten sie an unser Gehirn weiter. So weit, so gut.

Nun stell‘ Dir bitte einmal vor, dass Du in einen dunklen Sack greifst und nach einem Gegenstand tastest. Du fühlst und tastest – und erkennst es auch schon: Es ist ein Handy. Was ist passiert? Du hast die Information, die Du durch das Tasten gewonnen hast, mit Bildern verglichen, die Du schon kennst und in Deinem Gehirn gespeichert hattest. Was hätten Deine Urgroßeltern gesagt, wenn sie vor 100 Jahren in den gleichen Sack gegriffen hätten?

Sie hätten es nicht erkennen können, da Sie noch kein Bild davon hatten.

Ein anderes Beispiel: Als Kolumbus bei der Entdeckung Amerikas mit seinen Schiffen vor den Inseln der Karibik lag, haben die Eingeborenen seine Schiffe nicht als solche erkannt. Sie hatten bis dahin noch nie ein so großes Schiff gesehen und deshalb kein entsprechendes Bild gespeichert. Es gab keine Information im Gehirn dieser Menschen, wozu die riesigen Ungetüme gepasst hätten. Also fielen die Informationen, die das Auge übermittelt hatte, der selektiven Wahrnehmung im Gehirn zum Opfer. Was das Auge sah, passte nicht zu dem, was das Gehirn kannte – und wurde ignoriert. Keine Schiffe.

Wirklich(!), die Eingeborenen sahen die großen Schiffe nicht.

Der Medizinmann aber wunderte sich, warum sich die Wellen draußen auf dem Wasser plötzlich brachen. Irgendetwas musste auf dem Meer sein, gegen das die Wellen schlugen. Und er schaute und schaute und schaute – bis er nach einiger Zeit plötzlich die Schiffe wahrnehmen konnte. Er erzählte den anderen davon und diese konnten schließlich auch die Schiffe sehen.

Unsere Augen sind wie eine Photoplatte: Sie werten nicht, sie nehmen alles auf. Mit unserem Gehirn hingegen sind wir nicht in der Lage, alles wahrzunehmen. Unser Gehirn scheint zu entscheiden, was wir sehen? Erinnerst Du Dich noch an das Experiment mit der Zitrone? Du hast sie Dir nur vorgestellt und trotzdem war alles so, als hättest Du sie mit Deinen Augen gesehen. Daher auch die Frage: Wer sieht eigentlich? Das Auge oder das Gehirn?

Unser Gehirn braucht also irgendeinen Anker, eine Orientierung, damit es die Dinge, die ihm unsere fünf Sinne übermitteln, überhaupt wahrnehmen kann. Diese Anker entstehen durch unsere Erfahrungen und unser Gedächtnis. Es ist wie ein Schrank voller Schubladen, in denen unzählige Bilder untergebracht sind.

Manchmal genügt es auch, dass wir sehen, wie sich die Wellen brechen. Denn unser Verstand sagt uns, dass es dafür einen Grund geben muss. Wenn wir offen sind und nach dem Grund forschen, wenn wir uns klar machen, dass es etwas geben könnte, das wir noch nicht kennen – dann geben wir uns selbst die Möglichkeit, im Laufe der Zeit mehr zu sehen, als wir bisher für möglich hielten.

Und hier unser heutiger Tipp:

Hast Du Lust mehr zu sehen, als Du bisher für möglich hieltest?! Beobachte Dich und andere: Was siehst Du, weil Du es glaubst?

Was sehen andere, weil sie es glauben?

Sprich mit deinem Freund, Deiner Frau mal nach einem Spaziergang darüber, was Ihr gesehen und Euch gemerkt habt.

Oder gibt es aus Deiner Vergangenheit Beispiele, wo Du etwas Offensichtliches nicht gesehen hast?

Die Brille, den Schlüssel, oder….. etwas, was ganz offensichtlich vor Dir lag.

Wie kommen wir zum „Sehen“? – Mehr dazu übermorgen.

Alles Gute und bis dann!

Die Traumverwirklicher

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Manöver läuft | Alarmbereitschaft an Koreas Seegrenze

Das kritische Seemanöver im Gelben Meer hat begonnen: Südkorea und die USA ziehen ihre Abschreckungsstrategie durch. Der Norden fährt Raketen an der Seegrenze auf – und China bietet Krisengespräche an.

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel nehmen zu. Unter neuerlichen Drohungen aus Nordkorea haben Südkorea und die Vereinigten Staaten am Sonntag eine Militärübung im Gelben Meer begonnen. Aus südkoreanischen Militärkreisen verlautete, Schiffe beider Länder seien in die Übungszone eingefahren. Nordkorea drohte erneut mit «gnadenlosen Gegenschlägen», sollten die nordkoreanischen Seegrenzen verletzt werden.

Nach Angaben der nationalen südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap stellte Nordkorea weitere Raketen nahe der umstrittenen Seegrenze an der Westüste auf. Tatsächlich war Artilleriefeuer zu hören, die Geschütze schlugen aber nicht ein.

In Seoul führte unterdessen der chinesische Staatsrat Dai Bingguo Gespräche mit der südkoreanischen Regierung über mögliche Wege zur Entspannung der Lage. Südkoreas Präsident Lee Myung Bak habe die Führung in Peking aufgerufen, mit Blick auf die Beziehungen zwischen Süd- und Nordkorea eine «verantwortungsbewusste und faire» Haltung einzunehmen, teilte ein Sprecher Lees mit. Lee habe eine «starke Antwort» Südkoreas angekündigt, falls das Land weiter von Nordkorea provoziert werde. Dai habe zugesichert, dass sich China um eine Entspannung der Lage bemühen wolle.

Wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, wird der Vorsitzende der Obersten Volksversammlung in Nordkorea, Choe Tae Bok, am Dienstag nach China reisen. Choe sei von Dai Bingguo zu einem fünftägigen Besuch eingeladen worden.

Nach dem nordkoreanischen Militärschlag gegen eine südkoreanische Insel hat China multilaterale Krisengespräche unter seiner Vermittlung vorgeschlagen. Die Chefunterhändler der Sechs-Parteien-Gespräche mit den beiden Koreas, der USA, Chinas, Japans und Russlands sollen Anfang Dezember in Peking zusammenkommen, schlug der Sondergesandte für die koreanische Halbinsel, Wu Dawei, am Sonntag vor Journalisten in Peking zur Beilegung der Krise vor.

Inselbewohner sollen Schutzräume aufsuchen

Die viertägige Marine- und Luftwaffenübung soll laut USA und Südkorea ein Signal der Abschreckung an den kommunistischen Norden senden. An dem Manöver nimmt auch der atomgetriebene Flugzeugträger «USS George Washington» teil. Die US-Regierung betonte, das Manöver sei schon geplant gewesen, bevor Nordkorea am Dienstag die südkoreanische Insel Yeonpyeong mit Granaten angriff. Bewohner der Insel wurden angewiesen, die Schutzräume aufzusuchen. Südkorea hat auch die Journalisten aufgefordert, die Insel Yeonpyeong zu verlassen. Die Lage sei nicht gut, erklärte das Verteidigungsministerium.

Das Manöver findet weiter entfernt von der umstrittenen Seegrenze zwischen Süd- und Nordkorea in einem Gebiet vor der Küstenstadt Taean, etwa 150 Kilometer südlich von Seoul, statt. China äußerte sich angesichts der Militärübung im Gelben Meer besorgt.

Der Beschuss der Insel Yonpyong durch die nordkoreanische Artillerie am Dienstag war einer der schwerwiegendsten Zwischenfälle seit dem Ende des Korea-Kriegs (1950-53). Südkorea hatte das Feuer erwidert.

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