Ihr Marketingtipp des Tages vom 31.01.2012‏

Hallo ,

ich wünsche Ihnen heute am 31.01.2012 einen schönen und erfolgreichen Tag.

Herzliche Grüße
Ihr

Werner Langfritz

„Ihr Marketingtipp des Tages“

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Ihr „Zitat des Tages“ vom 31.01.2012‏

Ihr „Zitat des Tages“
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„Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist. “

Theodor Heuss
War ein deutscher Politiker (Fortschrittliche Volkspartei, DDP
und FDP/DVP). Der Politikwissenschaftler und Journalist war von
1949 bis 1959 erster Bundespräsident der Bundesrepublik
Deutschland.
geboren 31.01.1884 in Brackenheim (Baden-Württemberg), Deutschland
gestorben 12.12.1963 in Stuttgart (Baden-Württemberg), Deutschland

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Polen: Straßenschlachten wegen ACTA

Bei Massenprotesten in allen größeren Städten demonstrierten angeblich mehrere zehntausend Menschen gegen das Internet-Zensur-Abkommen

Seit letzten Mittwoch kommt es in Polen trotz Temperaturen von teilweise minus 15 Grad Celsius zu Massenprotesten gegen das umstrittene ACTA-Abkommen zur Internetzensur. Auf YouTube kursieren Aufnahmen großer Menschenmengen aus Warschau, Danzig, Krakau, Breslau, Gdingen, Kattowitz, Landsberg, Sosnowitz, Bromberg, Köslin, Tschenstochau, Allenstein, Rzeszów, Stettin, Thorn, Bielitz-Biala, Grünberg und Lodsch.
In Posen gab es Straßenschlachten, bei denen sieben Personen festgenommen wurden, im südostpolnischen Kielce waren es 28. Teilnehmerberichte vergleichen die Proteste, an denen mehrere zehntausend Personen teilgenommen haben sollen, teilweise mit denen der Gewerkschaft Solidarność zu Anfang der 1980er. Der Versuch der Regierung, ACTA praktisch im Geheimen und ohne öffentliche Diskussion an der Bevölkerung vorbeizuschmuggeln, sorgte offenbar dafür, dass das Abkommen als Katalysator für generellen Unmut wirkte und die Jugend weit über besonders IT-Interessierte hinaus auf die Straße zieht.
Nachdem die Proteste gegen ACTA mittlerweile außerhalb des Internets stattfinden, rief Anonymous via Pastebin und Twitter dazu auf, keine weiteren DDoS-Attacken auf polnische Regierungs- und Behördenseiten durchzuführen. Gestern waren die laut F-Secure zeitweise betroffenen Websites der Agentur für Umstrukturierung und Modernisierung der Landwirtschaft, des Europäischen Sozialfonds, des Finanzministeriums, der Arbeitsagentur, der Kanzlei des Premierministers, des Statistischen Zentralamts und des Amts für öffentliche Beschaffung wieder erreichbar, lediglich die Homepage des Ministeriums für Gesundheit blieb blockiert. Als Begründung führte Anonymous an, dass das Ziel, Aufmerksamkeit in den Medien und der Bevölkerung zu erregen, erreicht sei und weitere Angriffe dem Anliegen schaden könnten.
Zusammen mit dem Vertreter Polens unterzeichnete am Donnerstag in Tokio auch ein Bevollmächtigter der EU das ACTA-Abkommen. Ebenso wie der Sejm verhandelt nun auch das Europaparlament über eine Ratifizierung des Vertragwerks. Kurz nach der Unterschrift trat Kader Arif, der Berichterstatter des für ACTA federführenden Handelsausschusses im Europaparlament, zurück, weil er nach eigenen Angaben „nicht weiter an dieser Maskerade teilnehmen“ will. Das Abkommen soll seinem Eindruck nach ohne öffentliche Diskussion und Bürgerbeteiligung in die Ratifizierung geschleust werden und werde „massive Konsequenzen für das Leben der Bürger haben“, auch wenn die Europäische Kommission das Gegenteil behauptet.

Peter Mühlbauer

Quelle: heise online

Ihr „Zitat des Tages“ vom 30.01.2012‏

Ihr „Zitat des Tages“
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„Das Internet ist nur eine Zumutung, wenn man versucht es im
Griff zu haben. “

Peter Kruse
Ist ein deutscher Psychologe mit dem Schwerpunkt
Komplexitätsverarbeitung in intelligenten Netzwerken.
geboren 30.01.1955 in Osnabrück (Niedersachsen), Deutschland
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Ihr Motivationstipp des Tages vom 30.01.2012‏

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Herzliche Grüße
Ihr

Werner Langfritz

„Ihr Motivationstipp des Tages“

Die 10 Gebote der Beziehungspflege
Teil 1

1. Du sollst den Zeitgeist erfassen und wenn er sich ändert, finde ihn wieder.
2. Du sollst als Geschäftsmann oder Führungskraft deine persönliche Note finden und sie zum Teil deines Lebens machen.
3. Wenn du etwas über deine Kunden nicht weißt und dir nicht sicher bist, frage deine Kunden oder Beziehungspartner direkt.
4. Du sollst alle Anrufe die es zu erledigen gilt, immer sofort tätigen.
5. Du sollst zwischen deinem persönlichen Beziehungsnetz und dem deiner Firma unterscheiden können.

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Macht Facebook unzufrieden?

von Daniel Rettig

Eine neue US-Studie zeigt: Wer bei Facebook zu viele Unbekannte als Freund hinzufügt, macht sich selbst unglücklich – weil er fälschlicherweise davon ausgeht, dass seine Kontakte ein glücklicheres Leben führen.


Eine Frau sitzt vor einem Computerbildschirm Quelle: dpa
Häufiges Facebooken kann unglücklich machen, zeigen Forscher der Utah Valley Universität in einer neuen Studie. Quelle: dpa

Den meisten Menschen ist es wichtig, was andere von ihnen halten – nicht nur im vermeintlich „wahren“ Leben, sondern auch bei Facebook. Der eine denkt darüber nach, wen er als Freund hinzufügt, wie er seine Statusupdates formuliert oder was in seinem Profil steht. Der Sinn der Sache: Man will seinen Freunden und Bekannten gefallen, oder irgendein Image transportieren, sei es als Casanova, Klassenclown oder Küchenphilosoph.

Das Problem ist nur: Unsere Freunde und Bekannten verfolgen dieselbe Strategie – und das wiederum kann sich negativ auf unser Seelenheil auswirken. Häufiges Facebooken kann nämlich unglücklich machen. Zu diesem Ergebnis kommen Grace Chou und Nicholas Edge von der Utah Valley Universität in einer neuen Studie.

425 Studenten beantworteten darin Fragen zu ihrer Lebenseinstellung: Glaubten sie, dass ihre Freunde glücklicher waren als sie selbst? Dass die ein besseres Leben führten? Dass das Leben gerecht sei? Zum anderen fragte Chou nach den Lebensumständen: Waren die Probanden ledig oder verheiratet? Waren sie religiös?

Außerdem sollten sie Angaben zu ihrer Facebook-Nutzung machen: Seit wann nutzten sie das Netzwerk? Wie viel Zeit verbrachten sie dort täglich? Wie viele Freunde hatten sie? Etwa 95 Prozent der Befragten waren Mitglied bei Facebook, im Schnitt hielten sie sich dort knapp fünf Stunden pro Woche auf.

Nun berechnete Chou den Zusammenhang zwischen der wöchentlichen Facebook-Nutzung und der Lebenseinstellung. Und dabei bemerkte sie: Je länger die Studenten Facebook nutzten und je mehr Zeit sie dort verbrachten, desto stärker gingen sie davon aus, dass andere Menschen glücklicher waren und ein besseres Leben führten – und dass das Leben ohnehin nicht gerecht sei. Mehr noch: Dieses Gefühl war umso stärker, je mehr Menschen sie als Facebook-Freunde hatten, die sie im wahren Leben noch nie gesehen hatten.

Überdosis Facebook kann der Stimmung abträglich sein

Eine Überdosis Facebook-Kontakte kann sich also negativ auf unsere Stimmung auswirken. Wir bilden uns ein, schlechter dran zu sein als unsere digitalen Freunde, und werden unglücklich. Wie kommt das?

Dafür verantwortlich sind laut Chou so genannte Heuristiken. Dahinter verbergen sich gedankliche Prozesse, die uns eigentlich dabei helfen sollen, Probleme zu lösen, Entscheidungen zu treffen oder eine Meinung zu bilden. Doch nicht selten führen diese Heuristiken in die Irre.

Da wäre zum einen die Verfügbarkeitsheuristik (availability heuristic). Vereinfacht gesagt: Bei Facebook haben wir häufig mehr Freunde als im wahren Leben. Dennoch wollen wir uns über diese Masse einen Eindruck bilden – und dabei greifen wir zwangsläufig auf jene Informationen zurück, die diese Personen bei Facebook hinterlassen. Diese Informationen jedoch sind, wie bereits erwähnt, zumeist positiv. Der eine postet Urlaubsfotos, der andere Bilder der letzten Party. Und wer ständig digitaler Zeuge dieser Lebensfreude wird, der bildet sich irgendwann ein, dass ebenjene Personen ein schönes Leben führen – anders als man selbst.

Zum anderen spielt auch der Attributionsfehler (correspondence bias) eine Rolle. In Kurzform: Häufig gehen wir fälschlicherweise davon aus, dass die Worte und Taten einer Person ihre tatsächliche Persönlichkeit reflektieren. Wer also die glücklichen Urlaubsfotos eines Facebook-Freundes sieht, nimmt an, dass der- oder diejenige auch wirklich glücklich ist.

„Der Attributionsfehler ist umso wahrscheinlicher, je mehr seiner Facebook-Kontakte man im wahren Leben noch nie gesehen hat“, sagt Grace Chou. Bei echten Freunden tappe man seltener in diese gedankliche Falle. Bei ihnen beachte man auch die äußeren Faktoren, nämlich dass Glück immer nur eine Momentaufnahme sei – erst recht auf Facebook.

Quelle: wiwo.de

Sturm im Wasserglas – Twitter-Zensur

von Michael Kroker

Der populäre Internet-Kurznachrichtendienst Twitter hat mit seiner Ankündigung, Tweets künftig länderabhängig zu filtern, für einen Sturm der Entrüstung gesorgt. Dabei kann man eine mögliche Sperrung mit einem Mausklick umgehen.


Der von Twitter veröffentlichte Blogeintrag. „Tweets müssen weiter fließen“, lautet die Überschrift – dabei geht es, zumindest auf den ersten Blick – gerade um das Gegenteil. Quelle: dapd

Der inkriminierte Blogeintrag datiert auf den 26. Januar und wurde von Twitter in der Nacht von gestern auf heute veröffentlicht. „Tweets müssen weiter fließen“, lautet die Überschrift des Beitrags – dabei geht es, zumindest auf den ersten Blick – gerade um das Gegenteil: So gebe es weltweit stark unterschiedliche Vorstellungen von Redefreiheit und freier Meinungsäußerungen. In manchen Ländern unterschieden sich jene so stark von den eigenen, dass der Kurznachrichtendienst dort gar nicht existieren könne.

In anderen Ländern sei die Grundüberzeugung ähnlich wie jene in den USA, der Heimat von Twitter. „Aus historischen oder kulturellen Gründen ist dort die Verbreitung bestimmter Inhalte jedoch eingeschränkt, wie etwa in Frankreich und Deutschland, wo Nazi-Propaganda verboten ist“, heißt es in dem Blogbeitrag. Um Rücksicht auf derlei unterschiedliche nationale Gesetzgebung zu nehmen, wolle Twitter ab sofort von der Möglichkeit Gebrauch machen, Tweets für Anwender aus bestimmten Ländern oder Regionen sperren. Man habe den Mechanismus bisher nicht eingesetzt und wolle dies auch nur auf Antrag tun. Zudem würden die Nutzer durch entsprechende Hinweise offen darüber informiert, dass bestimmte Inhalte gesperrt seien.

Blockierung löchrig wie ein Schweizer Käse

Schnell ging ein Aufschrei durchs Netz, ja ein regelrechter Shitstorm – so heißt Neudeutsch ein virtueller Empörungssturm im Netz, insbesondere in sozialen Netzwerken wie Facebook oder eben Twitter selbst. So rangiert der Begriff #TwitterCensored aktuell unter den Top-10 der am meisten diskutierten Themen in Deuschland. Der Großteil der Kommentare wirft Twitter die Einführung von Zensur vor und sieht das Ende von Twitter-Revolutionen wie im vergangenen Jahr in der arabischen Welt gekommen.

Dabei handelt es sich hier bei Lichte betrachtet eher um einen Sturm im Wasserglas. Twitter operiert inzwischen weltweit und muss sein Geschäftsgebaren daher der jeweiligen Gesetzeslage vor Ort anpassen. Sonst kann das Unternehmen in manchen Staaten schlicht nicht aktiv sein. Viele andere Unternehmen handeln genauso, egal ob Google, Microsoft oder Facebook.

Mehr noch: Die Möglichkeit zur regionalen Blockierung ist, zumindest einstweilen, löchrig wie ein Schweizer Käse. Wie Martin Weigert vom deutschen Blog „Netzwertig.com“ ausführt, basiert der Filter nicht auf einer so genannten IP-Sperre. Das heißt, Twitter filtert nicht nach dem tatsächlichen Land eines Anwenders. Sondern bloß nach dem in dem jeweiligen Twitter-Profil eingestellten Land. Das aber kann jeder Nutzer mit einem Mausklick ändern.

Überdies animiert Twitter seine Nutzer indirekt sogar, die Sperrung zu umgehen, wie Weigert ausführt. Denn die eigenen Hinweise im Falle eines blockierten Tweets (oder eines blockierten Nutzers) enthalten einen Link auf eine Twitter-eigene Hilfeseite, in dem die mögliche Umstellung des Landes indirekt angesprochen wird. „Twitter animiert Anwender, die Zensur zu umgehen“, überschreibt Weigert seine Analyse. Auf gut Deutsch: Viel Aufregung um nichts – respektive wenig.

Quelle: wiwo.de

Ihr „Zitat des Tages“ vom 29.01.2012‏

Ihr „Zitat des Tages“
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„Der Mensch ist das, woran er glaubt. “

Anton Pawlowitsch Tschechow
War ein russischer Schriftsteller, Novellist und Dramatiker.
geboren 29.01.1860 in Taganrog (Rostow), Russland
gestorben 15.07.1904 in Badenweiler (Baden-Württemberg), Deutschland

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Schülerin packt aus: Leistung lohnt sich nicht mehr im deutschen Schulsystem

Schülerin packt aus: Leistung lohnt sich nicht mehr im deutschen Schulsystem
Laura Küchler

Viviane Cismak ist 20 Jahre alt. Sie steht erst am Anfang ihres noch jungen Lebens. Dennoch hat sie die Nase bereits gestrichen voll. Nicht von ihrem Leben, aber von der Schule, ihren Lehrern, dem bundesdeutschen Bildungssystem und von Multikulti. Darüber hat sie ein Buch geschrieben. Ihre Abrechnung ist schonungslos.
Ihr Unmut wuchs 13 Jahre lang, beginnend in zwei verschiedenen hessischen Grundschulen, weitergehend in einem altsprachlichen Gymnasium desselben Bundeslandes und gipfelnd in einer »Integrierten Sekundarschule« des berüchtigten Berliner Problembezirks Kreuzberg. »Schulfrust. 10 Dinge, die ich an der Schule hasse« lautet der Titel des gerade erschienen Buches von Viviane Cismak.

Inkompetente und vor Schülern kuschende Lehrer werden genauso thematisiert wie die finanziellen Vorteile von Jugendlichen, die Schulmaterialen und Ausflüge vom Jobcenter bezahlt bekommen. Auch über ihre negativen Erfahrungen mit dem Islam auf dem Pausenhof und in den Klassenzimmern der Hauptstadt berichtet sie.

Gleich im ersten der zehn Kapitel des Buches Schulfrust merkt der Leser, dass die Autorin es ernst meint mit ihrer Kritik. Sie schreibt, 13 Jahre und ein Vorschuljahr extra hätten mehr als

ausgereicht, um ihr den Spaß am schulischen Lernen gründlich zu verderben. Am Ende dieser von ihr als Leidensperiode empfunden Zeit hatte sie nicht mal mehr das Fünkchen Respekt, den Antrag auf Zulassung zu einer Abiturprüfung ordnungsgemäß auszufüllen. Stattdessen malte Cismak ein kleines »Glücksschweinchen« samt »Oink, Oink«-Sprechblase darauf.

Wie aber muss sich die Situation einer Schülerin darstellen, um solch ein Verhalten – manche würden es sicher frech oder gar dreist nennen – zu rechtfertigen? »Leistung lohnt sich nicht« heißt das erste Kapitel. Darin wird beschrieben, wie ein junges, aufgeschlossenes und wissbegieriges Mädchen bereits in der Grundschule lernt, dass Halbwissen und Betrügereien aller Art im Schulalltag einen größeren Nutzen haben als Disziplin und Lerneifer.

Beispielsweise sollten die Schüler der Berliner Schule, welche Viviane Cismak besuchte, im Kunstunterricht eine Werbeanzeige gestalten. Durch ausgefeilte Verzögerungstaktiken bekamen die Schüler und Schülerinnen bereits deutlich mehr Zeit, als der Kunstlehrer für dieses Projekt eigentlich veranschlagt hatte. Trotzdem hatten sich im Endeffekt alle mit Hausaufgaben anderer Fächer beschäftigt und nicht daran weitergearbeitet. Die junge Schriftstellerin war also die Einzige, die eine fertige Anzeige präsentieren konnte. Dafür bekam sie zwei Pluspunkte eingetragen.
Schade für die fleißige Schülerin nur, dass diese positive Bewertung sich nicht in ihrer Zeugnisnote niederschlug, dafür eine vergessene Hausaufgabe aber so viel zählte wie zwei Wochen lang eisiges Schweigen für die mündliche Mitarbeit. Ihren Mitschülern entstand allerdings kein Nachteil aus der nicht bearbeiteten Aufgabe.

Gerecht ist das sicherlich nicht. Insgesamt verfestigt sich beim Lesen von Schulfrust der Eindruck, Sympathie sei das wichtigste Bewertungskriterium an Deutschlands Bildungseinrichtungen. Wie sonst ist zu erklären, dass eine Schülerin, die sich selbst im Fach Biologie eher mittelmäßig bewerten würde, in der Klausur nur ebenso durchschnittlich abschnitt und ihre mündliche Mitarbeit in einem gesamten Halbjahr als fast nicht vorhanden bezeichnet, ausschließlich aufgrund eines freiwillig gehaltenen Referates eine gute zwei ins Zeugnis eingetragen bekommt. Wer die eigene Schulzeit schon länger hinter sich gelassen hat, kann hier nur ungläubig staunen.

Allerdings übt Viviane Cismak nicht nur subjektiv Kritik, indem sie eigene Erfahrungen und Anekdoten weitergibt und analysiert. Sie sieht sich selbst als Teil einer großen Gruppe junger Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder noch machen. Sie prangert in großem Stil die bundesdeutsche Bildungspolitik an, die Uneinigkeit über die richtigen Schulformen, den Ungleichheit schaffenden Bildungsföderalismus und das Reform-Unglück G8.
Sie als Schülerin zeigt sehr deutlich auf, was all dieser politische Unsinn für tatsächliche Folgen für die Betroffenen haben kann. So konstatiert sie beispielsweise, dass das Abitur, das in Berlin abgelegt wird, unter gar keinen Umständen mit jenem zu vergleichen ist, welches in ihrem Heimatbundesland Hessen bestanden werden muss, damit an einer Universität studiert werden kann.

Ein kleines Beispiel für das nur als unterirdisch zu bezeichnende Niveau des Erdkundeunterrichts in der gymnasialen Oberstufe unserer Hauptstadt: »Das Niveau war absolut am Boden. Einer war sich nicht sicher, ob der Fluss, der durch Süddeutschland fließt, Neckar oder Eckar heißt, andere aus meinem Erdkundekurs konnten nicht einmal die Stadtteile Berlins nennen. (…) Hätte mein Erdkundelehrer aus Hessen mitbekommen, dass wir in der 12. Klasse die Topografie Deutschlands behandelten, er wäre vor Verwunderung aus den Latschen gekippt.« Und das wäre auch sein gutes Recht gewesen.

Was für andere Jugendliche bereits zur Allgemeinbildung gehört, scheint zumindest in Berlin absolutes Neuland für die meisten Schüler zu sein. Genauso wie eine Grundlagenkenntnis der deutschen Geschichte. An offensichtlichen Bildungslücken zählt Cismak an dieser Stelle unter anderem den Zeitraum der Weimarer Republik und den Holocaust auf.

Viel Raum in Schulfrust nehmen auch die Zusammenstöße der Autorin mit der muslimischen Kultur ein. Sie beschreibt ein Klima, in dem »Du Jude!« ein durchaus gängiges Schimpfwort auf dem Schulhof ist und Mädchen als »Schlampen« tituliert werden, weil sie mit 18 Jahren einen Freund haben und sich auf dem Schulhof nicht brav und zurückgezogen unter ihresgleichen aufhalten.
Sexismus und Antisemitismus sind also an der Tagesordnung in Schulen, die das Pech haben, in Problembezirken zu liegen. Es ist der jungen Autorin hoch anzurechnen, dass sie vor diesen Problem nicht, wie einige ihrer Lehrer, feige die Augen verschließt, sondern sie offen und ehrlich anspricht: »›Multikulti‹ nennen das einige, doch bei genauerer Betrachtung trifft das nicht ganz zu: Präziser müsste man die Bevölkerungsstruktur in diesen Stadtteilen mit dem Wort ›Monokulti‹ beschreiben. Denn dass sich an meiner Kreuzberger Schule viele verschiedene Kulturen miteinander vermischten und gleichwertig behandelt wurden, davon kann nun wirklich nicht die Rede sein. Genau genommen gab es nur eine Kultur beziehungsweise eine Religion, auf deren Bedürfnisse hier eingegangen wurde: den Islam.«

Mit einer positiven Grundeinstellung könnte der Leser an diesem Punkt vermuten, Cismak würde ein wenig übertreiben. Frei nach dem Motto: »So schlimm ist das doch alles gar nicht.« Ist es aber offensichtlich doch, wie man mit einigem Erschrecken den folgenden Zeilen entnehmen muss: »Lehrer machen sich darüber Gedanken, ob sie ihren Schülern im Unterricht den Schweinezyklus erklären konnten, ohne irgendwelchen religiösen Gefühle zu verletzen. Es gab kein Schweinefleisch in der Cafeteria und beim Bäcker gegenüber wurden alle Schüler auf Türkisch angesprochen. Muslimische Schüler erhielten pro Halbjahr durchschnittlich zwei zusätzliche Tage schulfrei, während die wenigen Nichtmuslime erscheinen mussten, um ihre Namen auf die Anwesenheitsliste zu schreiben.«

Dieser vonseiten der Schule aus recht einseitige Anspruch an Toleranz ist nicht nur in höchstem Maße ungerecht, sondern führt, wie im Fall des islamischen Fastenmonats Ramadan, auch für alle nicht-muslimischen Schüler und Schülerinnen zu erheblichen Einschränkungen. Im Ramadan darf ein Muslim oder eine Muslime nur in Ausnahmefällen wie harter körperlicher Arbeit oder einer Erkrankung tagsüber Nahrung oder Flüssigkeit zu sich nehmen. Der Leser kann sich ohne größere Schwierigkeiten vorstellen, welche Auswirkungen das auf die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit hat.

Unter dem noch weiter sinkenden Niveau des Unterrichts haben allerdings nicht nur Muslime allein zu leiden, nein, auch alle anderen sitzen unfreiwillig mit in diesem Boot und müssen einen ganzen Monat lang zwangsweise gemeinsam mit Personen lernen, deren Aufnahmefähigkeit deutlich eingeschränkt sein kann. Sie dürften nicht zu beneiden sein.

An dieser Stelle muss auf eine wirklich unbequeme Wahrheit hingewiesen werden. An verschiedenen Punkten des Buches macht Viviane Cismak deutlich, dass Lehrer schon lange nicht mehr das sind, was sie einst waren. Das Idealbild eines Lehrers ist das eines strengen, disziplinierten und gut organisierten Mannes, der dabei aber freundlich ist und auch mal den einen oder anderen Schabernack ohne zu murren mitmacht. Er sollte die Schüler motivieren und ihnen Leistungen abverlangen, die dann gerecht benotet werden. Selbstverständlich darf es auch eine Frau sein.

Vor allem aber sollte die Lehrkraft eines sein: couragiert. Diesen Idealtypus gibt es nicht, oder vielmehr nicht mehr. Dieser Eindruckt drängt sich dem Leser oder der Leserin von Schulfrust auf. Extra dafür bezahlte Lehrer, die nicht wissen, wie genau die Abiturprüfungen mitsamt ihren Zulassungshürden aussehen, Sekretärinnen, die nicht in der Lage sind, eine einfache Namensliste als Organisationshilfe für den von den Schülern organisierten Abschlussball oder Fachlehrer, die sich nicht trauen, in der Diskussion um die Unterdrückung der Frau im Islam eine klare Position für unser christlich-abendländisches Wertesystem und die im Grundgesetz verankerten Menschen- und Bürgerrechte zu beziehen. Es ist leider kein schlechter Witz.

Die deutschen Lehrer sind zumindest in einigen Teilen des Landes offensichtlich nur noch im Dienst, um dort den Sozialarbeiter zu ersetzen. Zu allem Überfluss haben sie in großen Teilen ihren Idealismus und ihre Motivation, gut zu unterrichten und Ansprechpartner für die Schülerschaft zu sein, schon lange verloren. Hier gilt selbstverständlich der bekannte Satz »Ausnahmen bestätigen die Regel«. Auch Viviane Cismak ist keine einseitige Nörglerin, die immer ein Haar in der Suppe findet. Sie lobt umgängliche Schüler ebenso wie die wenigen engagierten Lehrkräfte. Aber wo es offensichtlich so wenig Positives zu berichten gibt, hat es keinen Sinn, die Dinge zu beschönigen.
Es bleibt zu hoffen, dass die Kritik der Abiturientin nicht ungehört verhallt. Es ist an der Zeit, dass sich auch in der Politik endlich die Erkenntnis durchsetzt, dass nicht alles, was auf dem Papier ganz wunderbar ausschaut, in der Umsetzung auch sinnvoll sein muss. Es kann nicht sein, dass völlig an den Betroffenen, und damit sind Schüler genau wie Lehrer gemeint, vorbei reformiert wird. Des Weiteren sollten Konsequenzen gegen aus objektiver Sicht wahrhaft inkompetente Lehrer möglich sein, ebenso ist härteres Durchgreifen bei Sexismus, Antisemitismus, Betrügereien und Gewalt im Klassenzimmer und auf dem Schulhof gefragt. Lehrer sollten sich mehr Autorität zutrauen und den damit verbundenen Respekt auch von ihren Schülern einfordern.

Ganz davon abgesehen wäre es dringend notwendig, die oft zu passiven Eltern wieder mehr in das schulische Geschehen miteinzubinden. Wenn etwas nicht rund läuft, muss auch ein Schüler sich mit Unterstützung seiner Eltern beschweren dürfen. Wir stellen also fest: Damit sich etwas ändert im momentan katastrophalen bundesdeutschen Schulsystem, und der nächste Schüler oder die nächste Schülerin Erfreulicheres zu berichten hat als Viviane Cismak, muss noch viel geschehen. Schulfrust stellt der aktuellen Situation jedenfalls ein lustig geschriebenes, manchmal etwas belehrendes Zeugnis aus: Ein Armutszeugnis bleibt es trotzdem.

Viviane Cismak: »Schulfrust – 10 Dinge, die ich an der Schule hasse«, Taschenbuch, 201 Seiten, 9,95 EUR, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Januar 2012

Quelle: KOPP ONLINE