Chronisch krank durch kranken Darm!
Walter Häge
Als Vorsitzender des eingetragenen Vereins ‚Metafeld e.V.‘ in Berlin hat Walter
Häge die unabhängige Selbsthilfegruppe für Komplementärmedizin initiiert. Siehe
unter:
eilung-online.com
und
Werden Sie Mitglied – kostenfrei und unverbindlich
– Sie sind dann an unser
Netzwerk angeschlossen und haben Zugang zu den neuesten Erkenntnissen, ins-
besonders die der Cellsymbiosistherapi
e nach Dr. med. Heinrich Kremer.
Walter Häge
Feriendorf Eichwald Nr. 81
D-76857 Gossersweiler-Stein
Persönliche Internet-Adresse :
Mail:
selbsthilfe.haege@t-online.de
Tel.: 06346 – 300 888 3 (Bitte Rückrufnummer angeben, falls AB).
Weitere Informationen zu der Arbeit Walter Häges: siehe folgender Link bei Google:
Mitgliedschaften
Internationaler Sufiorden des Westens
Deutsche Radionische Gesellschaft e.V.
Forschungskreis für Geobiologie Dr. Hartmann e.V.
© 2008 Walter Häge, Radionik Verlag
Verbreitung des Textes ist erwünscht. Mit freundlicher Genehmigung von Autor
und Verlag.
Radionik Verlag e.K.
Claudio Romanazzi MRadA
Lichtenmoorer Str. 10
31634 Steimbke-Lichtenhorst
Deutschland
T. 05165 290462
F. 05165 290463
eMail info@radionik.info
2
Chronisch krank durch kranken Darm!
Walter Häge
Inhaltsverzeichnis
Bakterienkiller Antibiotika
Das ‚Leaky-Gut-Syndrom‘
Konservierungsstoffe & Co
Der ganze Körper erkrankt
Das Enterische Nervensystem (ENS) sitzt in der Darmwand
Die Intestinale Autointoxi
kation (Verschlackung/ Vergiftung des Darmtraktes)
Autointoxikation trotz Idealge
wicht und Rohkosternährung –
das ‚Selbstbrauerei-Syndrom‘
Pro Digeston bei Darmproblemen
Inhaltsstoffe von Pro Digeston
3
Chronisch krank durch kranken Darm!
Walter Häge
Bakterienkiller Antibiotika
Der Darm hat eine Fläche von etwa 30.0
00 Quadratmeter Schleimhaut, wie man
staunend aus neuesten Berechnunge
n der Universität Gießen hört.
Im Darm leben 400 bis 500 Arten
verschiedenster Mikroorganismen.
Bevölkert wird der Darm (Darmflora) vo
n ca. 100 Billionen
(100.000.000.000.000)
der unterschiedlichsten Bakterien, welche
die Anzahl der Körperzellen um etwa ein
Zehnfaches übersteigen.
Eine natürliche Darmflora ist für eine gesunde Verdauung wichtig. Diese verbessert
die Bioverfügbarkeit vieler wichtiger Vitalstoffe, die wir ait der Nahrung aufnehmen,
zum Beispiel bestimmte Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium, Eisen, Zink sowie
Kupfer und Vitamine, die teilweise in
der Darmflora selbst gebildet werden.
Eine ausgewogene Darmflora ist für unser
Abwehrsystem von großer Bedeutung.
Täglich haben wir es mit unerwünschten Stoffe
n zu tun, die in unseren Körper gelan-
gen, entweder durch die Atemluft oder durch
die Nahrung. Die körpereigenen Ab-
wehrkräfte nehmen sich dieser Stoffe an.
Viele dieser Stoffe werden im Darm neu-
tralisiert.
Hier sind es vor allem die Milchsäurebakterien, die als Bestandteil der Darmflora die
Abwehrkräfte stärken. Eine gesunde Darmflora verhindert, dass sich Krankheitserre-
ger im Darm ausbreiten.
Eine gesunde Darmflora ist außerdem von immenser Bedeutung für die Funktionen
der Darmschleimhaut, verhindert diese doch,
dass Verdauungsgifte und allergen wir-
kende Stoffe vom Darm in den
Körper wandern und dort den Zellstoffwechsel beein-
flussen
Die Hauptaufgabe der Darmflora besteht
in der Abwehr unerwünschter Mikroorganismen,
in der Aufrechterhaltung eines intakten Immunsystems und
darin, die Darmschleimhaut in Funktion und Qualität ein Leben lang zu erhalten.
Zum einen besiedeln die Mikroorganismen die Darmwand so dicht, dass Eindringlin-
ge sich nicht mehr festsetzen können,
zum anderen bekämpfen sie mit kurzkettigen
Fettsäuren und antibiotisch wirksamen Bakteriozinen die eindringenden pathogenen
Keime.
Unter dem Einfluss von psychischem Schock, Stress, Infektions- und Darmkrankhei-
ten oder Medikamenten wie
Antibiotika sowie Alterungsprozessen kann es zu Tod
oder Abwanderung der Mikroorganismen kommen.
4
Chronisch krank durch kranken Darm!
Walter Häge
Der Mensch kommt steril auf die Welt, er
hat noch keine Darmflora. Der Säugling er-
hält die lebenswichtigen Bakterien hauptsächlich durch das Stillen der Mutter – ein
Vorgang der Übertragung. Die Darmflora vervollständigt sich im Laufe des ersten Le-
bensjahres. Die Bakterien besiedeln die Darmschleimhaut wie das Gras eines engli-
schen Rasens einen fruchtbaren Boden und
sorgen dafür, dass die Schleimhaut in
Funktion und Qualität ein Leben lang erhalten bleibt.
Die Darmschleimhaut ist aufgebaut wie ein Kaff
eefilter, mit vielen feinen Mikro-Po-
ren. Sie sorgt letztlich dafür, dass die Nährstoffe aus
der Nahrung vom Körper aufge-
nommen werden können. Die Mikroorganismen
, die auf und um diese Poren siedeln,
sorgen nun dafür, dass sich keine Krankheitserreger an der Darmwand festsetzen
können: Pilze, Viren, Fäulnisbakterien.
Eine gesunde Schleimhaut mit gesunden
Bakterien verhindert eine Besiedlung dieser pathogenen Mikroorganismen.
Die gesunde Darmschleimhaut ist auf eine
funktionierende und intakte physiologi-
sche Keimflora angewiesen. Die Einnahme
von Antibiotika – insbesondere Breit-
spektrumantibiotika – stört
jedoch die bakterielle Zusammensetzung der natürlichen
Darmflora, bis hin zu deren Zerstörung
oder gar Auslöschung. Es kommt dann zu ei-
nem Verlust von Schutzmechanismen der natürlichen Darmflora
gegen potentielle Krankheitskeime.
Manche Antibiotika stören zudem den Zellstoffwechsel der Darmschleimhaut.
Die durch die Einnahme von Antibiotika geänderten Milieubedingungen im Darm begüns-
tigen das Wachstum von gefährlichen Keimen
wie Clostridium difficile, Candida albi-
cans, Salmonellen und anderen Erregern.
Die natürliche Flora des Dickdarms verdaut
zum größten Teil die Reste der Kohlen-
hydrate, die in der Nahrung
enthalten sind. Die Bakterien des Dickdarms nutzen die
Kohlenhydrate in der Nahrung als Energiequelle.
Die durch die Dickdarmbakterien entstehende
Milchsäure und die kurzkettigen Fett-
säuren (Acetat, Butyrat, Propionat), sind für die Ernährung der Schleimhaut des
Dickdarms wichtig. Die meisten bekannten
Antibiotika schädigen auf die eine oder
andere Weise die Dickdarmflora. Sie stören
so den Abbau von Kohlenhydraten und
damit in Folge die Ernährung der Darmschleimhaut.
Der eingeschränkte Abbau von Kohlenhydraten führt dann
zudem zu einer osmoti-
schen Diarrhöe, das heißt, die unverdauten Zuckermoleküle binden Wasser im
Darm, das mit den nicht resorbierten Elektrolyten und Nährstoffen in Form der Diar-
rhöe ausgeschieden wird. Die ersten Versuche an Soldaten mit Antibiotika, die um
1940 vorgenommen wurden, haben gezeigt, dass bis zu
99% aller Darmbakterienabgetötet wurden. Nach dem
Tod der ersten Versuchspersonen hat man in der Pa-
thologie festgestellt, dass sich die Lymphknoten in der Schleimhaut zum Teil voll-
ständig zurückgebildet hatten. Man erkannte, dass ohne die 18
… nach Albert Hesse
Enzyme der Bakterien – also das, was sie ausscheiden – keine Immunreaktion statt-
findet.
5
Chronisch krank durch kranken Darm!
Walter Häge
Ähnliche Probleme zeigten sich bei zu früh geborenen Kindern, die im Brutkasten
mit steriler Nahrung gefüttert wurden: die Darmzotten bildeten sich nicht aus, der Darm
bleibt innen glattwandig, die Blutgerinnung funktionierte nicht, die Lungen nahmen
ihre Funktion nicht richtig auf und es ergaben sich generelle Probleme mit der Or-
ganausbildung. Erst wenn Mikroorganismen in den Körperkommen und ihre Arbeit
verrichten, dann erst beginnt die Entwicklungpositiv voran zu schreiten. Die Mikroor-
ganismen sorgen dafür, dass im Darm
Verdauungsgifte abgebaut werden, welchebesonders durch den Eiweißzerfall
und die Gärungsprozesse entstehen.
Die entgiftende Stoffwechselleistung derMikroorganismen in der Darmwand ist dop-
pelt so groß wie die unserer Leber, die als größtes Stoffwechselorgan gilt. (Selbiges
System weiß der Mensch inzwischen auch
zur Wasserreinigung und -aufbereitung in
hochmodernen Kläranlagen zu nutzen – Klärung und Reinigung mittels hilfreicher
Bakterien, also mit effektiven Mikroorganismen.)
Die Mikroorganismen auf der Darmschleimhaut sorgen auch für die Ernährung der
Schleimhaut, indem sie Buttersäure produzieren, was den oberflächlichen Schleim-
hautzellen zu ihrer optimalen Funktion verhilft:
Verdaute Nährstoffe können so problemlos als von den Enzymen aufgespaltene
Nährstoffmoleküle die Mikro-Poren in Richtung Körper durchqueren. Bei einer star-
ken Milieuveränderung im Darm, zum Beispiel durch die Einnahme eines Antibioti-
kums, wird ein großer Teil der Darmflora
vernichtet, ja ausgerottet, denn die von der
Mutter übernommenen Darmbakterien sind unwie
derbringlich verloren: sie sind weg
und dieser Verlust ist normalerweise nicht mehr reversibel!
Zwar siedeln sich nach der Antibiotikabehandlung wieder Darmbakterien an, aller-
dings sind diese anderer Art und können
nicht die Funktion der ‚Mutter‘-Mikroorga-
nismen übernehmen. Im Gegenteil: Fäulnisbakterien, Gärungsbakterien, Pilze usw.
haben jetzt Gelegenheit sich anzusiedeln
und ungehindert auszubreiten. Eine weite-
re Folge dieser negativen Milieuverschiebung ist, dass die unliebsamen Bakterien
sich von der aufgenommenen Nahrung miternähren.
Das heißt, sie verwenden den Speisebrei für ihren Gärungsprozess
und zur Produktion ihrer spezifischen Gifte oder Säuren.
Diese kommen in direkten Kontakt zur
Darmschleimhaut. Das bedeutet entzündliche Belastungen für die Darmschleimhaut!
Als Reaktion beginnt sie sich zurückzuziehen. Um die direkten Folgen zu verdeutli-
chen kann man hier als Vergleich die
Reaktionen der Mundschleimhaut heran zie-
hen. Ebenso wie der Darm reagiert die Mundschleimhaut auf ein falsches Schleim-
haut-Milieu. Die ungesunden Resultate sind hier Paradontose, das Zahnfleisch zieht
sich eindrucksvoll zurück, bis als letzte Konsequenz die Zähne ihren Halt verlieren
und ausfallen.
Das ‚Leaky-Gut-Syndrom’Die Darmschleimhaut, welche – unter normalen
Umständen – eine extrem dicke Schutzschicht darstellt, zieht sich bei andauernder entzündlicher Belastung so zurück, dass sie immer mehr ausdünnt, wobei die Mikro-Poren, die Öffnungen zum Blut hin immer größer werden. Das Maschennetz
zieht sich stark auseinander, und groß-
molekulare Eiweißgifte, unverdaute Nahrungsbestandteile, können die Darmschleim-
haut durchdringen und kommen direkt mit dem Blut in Kontakt. Der Mensch beginnt
sich massiv zu übersäuern.In der Medizin bezeichnet man dies als ‚Leaky-Gut-Syndrom‘ (der Leck geschlagene Darm). Dieser schädliche Prozess ist vergleichbar mit einem Filter durch dessen beschädigte Stellen Schmutzpartikel und Giftstoffe gelangen können.
Solcherart können ständig Gifte und unverdaute Nahrungsbestandteile und Eiweiße
in den Körper gelangen und ihn belasten.
Schulwissenschaftlich ist dies durch eine
Blut- oder eine Stuhluntersuchung festzustellen.
Bereits 1998 wurden dazu Studien in Holland
veröffentlicht, die belegen, dass schonetwa 80% der Bevölkerung
mehr oder weniger von diesem Leaky-Gut-Syndrom betroffen sind.
(Die DDR hatte vor der Grenzöffnung eine Allergierate in der Bevölkerung, die in ei-
nigen Gebieten, über 70% niedriger lag alsbei uns in Westdeutschland – trotz höhe-
rer Luftverschmutzung und dem Fehlen dessen, was bei uns ‚Umweltschutz‘ genannt
wird.) Nicht nur krankhaften Darmbakterien oder Pilze bilden Verdauungsgifte. Auch
von gesunden Bakterien werden bestimmte Verdauungsgifte produziert, welche von
einer gesunden Schleimhaut zurückgehaltenwerden und nicht in den Körper gelan-
gen können.Beim “Leaky-Gut-Syndrom” ist die Schleimhaut so dünn und
rissig geworden, dass auch normale Verdauungsgifte in den Körper gelangen.
Durch eine einfache Stuhluntersuchung lässt sich die Durchlässigkeit der Darm-
schleimhaut genau bestimmen. Hier wird dasAlpha 1 Antitrypsin bestimmt. Erhöhte
Werte zeigen hierbei eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut an. Die Re-
generation, das heißt die Wiederherstellung der Schleimhautfunktion, dauert bis zu
18 Monate. In dieser Zeit ist es wichtigden Darm bzw. die Darmschleimhaut mit den
richtigen, gesunden Bakterien durchgehend zu therapieren.
Ziel ist es, die erhöhteDurchlässigkeit der Darmschleimhaut wieder
zurückzubilden und eine intakte Darmflora aufzubauen.
Eine gesunde Darmschleimhaut nimmt keine Allergene auf, da diese durch das in
der Schleimhaut befindliche Immunsystem sofort zerstört werden. Beim “Leaky-Gut-
Syndrom” können Allergene ungehindert die Darmwand durchdringen und so eine
generalisierte Allergie oder eine Nahrungsmittelallergie auslösen.
Um zu verhindern, dass Allergene auf diese Weise in den Körper gelangen, muss
sich die Schleimhaut wiederregenerieren und schließen. Dazu ist es notwendig, die
so dringend benötigten probiotischen, effektiven Mikroorganismen über einen länge-
ren Zeitraum anzuwenden, da diese speziellen Mikroorganismen die Darmschleim-
haut ernähren, reinigen und die Schleimhautfunktion wieder herstellen können.
7
Chronisch krank durch kranken Darm!
Walter Häge
Gelangen große Mengen an sauren Giften
durch das “Leaky- Gut-Syndrom” in den
Körper, ist er gezwungen den größten Teil dieser
Gifte im Gewebe abzulagern. Dies
trifft um so mehr zu, je intensiver die Darmschleimhautfunktionen gestört sind.
Giftdepots sind zum Beispiel die Muskulatur, das Bindegewebeund die Fettzellen.
Der Körper versucht zunächst die Gifte aus dem Stoffwechsel zu schleusen, indem
er sie in Depots (‚Plaques‘) ablagert. Wenn eine bestimmte Konzentration an Giften
erreicht ist, reagiert der Körper hierauf mit einer Entzündung.
Nur über diese Entzündungsprozesse ist der Körper in der Lage einen Teil der Gifte
wieder abzubauen. Wenn wir zum Beispiel an einer Grippe oder einem bakteriellen
Infekt erkranken, dann werden wir weniger durch die Erreger selber krank, sondern
hauptsächlich durch ihre toxischen Ausscheidungen, welche sie produzieren.
Diese kann der Körper nur über den Entzündungsstoffwechsel abbauen.
Je nachdem wo sich die Gifte im Körper ablagern, könnenhierdurch die verschie-
densten Krankheitsbilder entstehen.
Konservierungsstoffe & Co
Neben den Antibiotika gibt
es noch viele andere Einflüsse, welche den Darmbakte-
rien den Garaus machen
Konservierungsstoffe in Nahrungsmitteln. Achtung, wenn deklariert ist: ‚Laut Ge-
setz ohne Konservierungsstoffe’, können nach der Höchstmengenverordnung
hunderte von Fremd- und Konservierungsstoffe enthalten sein. Diese dürfen nur
einzeln eine Höchstmenge nicht überschreiten.
„Was die gesetzlich festgelegte Höchstmenge nicht überschreitet gilt als
nicht zugesetzt“. Diese Denkart, von der Politik abgesegnet und in Gesetze verpackt, muss man sich stets vor Augen halten!
Backzusatzstoffe.
Bei Backwaren sind etwa 1000 solcher Zusatzstoffe erlaubt und
der Bäcker weiß in der Regel nicht, wasalles in seinen Backmischungen enthal-
ten ist. Wenn er behauptet: „Wir verwenden keine Konservierungsstoffe“, dann ist
diese Aussage, zumindest wenn er sich an die Höchstmengenverordnung hält,
meist nur nach juristischen Gesichtspunkten korrekt.:
Um es noch einmal zu verdeutlichen: Die auf eine Lebensmitterlverpackung auf-
gedruckte Angabe ‚Ohne Konser
vierungsstoffe‘ legitimiert den Zusatz einer belie-
bigen Menge verschiedenster Konservierungsstoffe, zumindest im Rahmen einer
– dem Verbraucher allerdings unbekannten – Höchstmenge!
Medikamente,
hauptsächlich Schmerzmittel und Hormonpräparate. Hier wird die
Darmwandoberfläche entzündlich gereizt bis hin zur Darmblutung; die Mikroorga-
nismen verlieren ihr Milieu. Hierbei gilt es auch die angeblich zwingend notwendi-
ge Dauermedikationen mit dem Schmerzmittel ASS zur Blutverdünnung zum Bei-
spiel bei Herzproblemen zu bedenken.
‚Natürliche Aromastoffe‘.
Dieser Kunstbegriff suggeriert, dass die Geschmacks-
stoffe nicht künstlich erzeugt wurden. Dies stimmt insofern, dass sie Ausscheidun-
gen von Schimmelpilzen sind. Das Auswahlkriterium für diese Stoffe ist allein die
geschmackliche Wahrnehmung, die hervor gerufen wird, und einen bekannten
Geschmack vortäuschen soll. Was diese Ausscheidungen in unserem biologi-
schen System bewirken, danach fragt niemand.
Der Begriff ‚Natürliche Aromastoffe‘ stellt eine bewusste Täuschung des Verbrau-
chers dar, wenn dieser zum Beispiel annimmt Vanillearomasei ein Konzentrat der
Vanilleschote, oder Erdbeeraroma würdeaus Erdbeeren bestehen
(letzteres Aroma scheint noch zu den harmlosen zu gehören,
sind es doch Sägespäne aus australischen Eukalyptusbäumen). Im Klartext:
Natürliche Aromastoffe sind in der Regel Ausscheidungen von genmanipulierten
Schimmelpilzen! Wenn nun die Darmwand eines Menschen schon verdünnt ist, dann
wirken diese ’natürlichen‘ Aromastoffe toxisch. Sie durchdringen die Darmwand und
lösen sofort eine Immunreaktion aus – mit den bekannten vielfältigsten Folgen. Ge-
nerell gilt, dass Konservierungsstoffe eine antibiotische Wirkung haben, weil sie Bak-
terien abtöten oder am Wachstum hemmen.
Dadurch wird das Nahrungsmittel möglichst lange in einem optimalen (Verkaufs)
-Zustand gehalten. Das heißt im Klartext:
Jedes Lebensmittel mit einem Konservierungsstoff schädigt die Darmflora!
Aus den genannten Gründen, und weil wir täglich in der Regelverarbeitete, sprich
manipulierte Nahrung essen, werden die Nahrungsunverträglichkeiten für uns Men-
schen zu einem kolossalen Problem. In diesem Fall gelangen große Mengen unver-
dauter Eiweiße durch die Darmwand ins Blut. Die dadurch entstehenden Symptome
sind sehr unterschiedlich; in der Regel wird als Reaktion des Körpers gegen diese
Fremdstoffe massiv Histamin freigesetzt. Histamin ist ein Botenstoff, welcher eine al-
lergische Reaktion auslöst, indem er Blutgefäße öffnet und Immunzellen heranführt,
so dass es zu einem Flüssigkeitsaustritt im Gewebe kommt, was zu Wasseran-
sammlungen führen kann. Histamin verursacht zudem Juckreiz (Neurodermitis), Ver-
krampfungen der glatten Muskulatur (Asthma, Magen-Darm- Krämpfe), Pulsbe-
schleunigung (Unruhe, Herzrhythmusstörungen) und Adrenalinausschüttungen
(‚Zappelphillip‘, ADHS, Hyperkinetisches Syndrom).
Dies geschieht, wie schon erwähnt, bei 80% der Bevölkerung in den Ländern, die
sich solcherart ernähren. Die (diffusen) Symptome sind: Müdigkeit, chronisch
schlapp und lustlos, Konzentrationsschwäche, psychische Probleme aller Art, vor al-
lem Depressionen („Ich bin nicht mehr derAlte“), Schmerzen, mal hier mal da im
Körper, immer nach dem Essen ein besonders starkes Tief usw.
Der ganze Körper erkrankt
Es sind keine Beschwerden von denen man sagen kann, dieses Organ ist krank!
Der ganze Körper ist krank!
Der Physiker und Biologe Dr. Ulrich Warnke
stellt die Folgen jener chronischen Müdigkeit, das CHRONIC FATIGUE SYNDROM CFS beeindruckend dar: „Folge istchronische Müdigkeit und entzündliche Erkrankungen. Symptome können sein:

Hunger,
Schwäche,
Kopfschmerz,
Apathie,
Ängste,
starke Schweißabsonderung,
Übersäuerung (Azidose),
Muskelkrämpfe,
zeitweise Verwirrtheit,
Appetitlosigkeit,
Durchfälle,
Gewichtsabnahme,
Atemstörung,
Bewusstseinsstörungen,
Herzrhythmusstörungen (Tac
hykardie, Arrhythmien),
Dysfunktionen im Gehirn
(zerebrale Dysfunktionen),
Störung des Gasaustauschs im
Körper (Hyperventilation),
Krämpfe/Schüttelkrä
mpe (Konvulsionen),
pigmentfreie Hautflecken (Vitiligo),
extrazellulärer Wasserm
angel (Dehydration)“
1
Die unverträglichen Eiweiße verteilen ihre
Wirkung im ganzen Körper, genau wie ei-
ne Schmerztablette, die schon nach zehn
Minuten im ganzen Körp
er wirkt, weil sich
die Wirkstoffe über Darm und
Blut überall hi
n verteilen.
Unser Körper ist stark durc
hlässig: Zerreiben Sie ei
nmal eine Knoblauchzehe
an der
Innenseite Ihres Oberschenkels; nach z
ehn Minuten riechen Sie aus dem Mund
nach Knoblauch!
Die erhöhte Durchlässigkeit durch die Mikr
ofilter des verdünnten Darms wird durch
den andauernden ‚Beschuss‘ durch Eiweißfr
agmente in diesem Zustand gehalten.
Verschlechtert sich dieser Zustand du
rch weitere Darmwand
verdünnung, dann wer-
den Krankheiten auf normalem schulmedizi
nischen Wege nicht mehr therapierbar
und den betroffenen Menschen geht es immer schlechter. (Es ist sogar möglich,
dass sich die Krankheitssymptome in dem
Maße verschlimmern, wie Medikamente
eingenommen werden. In diesem Fall kö
nnten die Nebenwirku
ngen die Darmwand
noch weiter ausdünnen. Der Mediziner, de
r von diesen Zusammenhängen nichts
weiß, steht vor einem Rätsel).
1 Warnke, U.: „Die geheime Macht der Psyche“, Popular Academic Verlags-Gesellschaft 3. Aufl.
2001, S. 195 ff
Chronisch krank durch kranken Darm!
Walter Häge
Dieses ENS denkt, denn
es organisiert als Immunor
gan mehr als zwei Drittel
aller im Körper befindlichen
Abwehrzellen,
es organisiert die Energi
egewinnung aus der Nahrung,
es erzeugt etwa 40 Hormone
und schickt diese an ihre Plätze, wobei die fast
100%ige Erzeugung von
Serotonin von größter Wichtigkeit ist.
Wird die Darmwand durch Säureangriffe beschädigt bzw. wird der Magen- und
Darmtrakt mit schlechten Lebensmitteln trak
tiert, leidet auch
dieses Nervensystem
heftig darunter, insbesondere
bei einseitiger Kost
(Fastfood, Diäten),
bei besonders übermä
ßigem Zuckerkonsum,
bei sowieso geschwächter Immunabwehr,
bei blasser, schlaffer Haut,
bei schlechtem Allgemeinbefinden,
nach Antibiotika-Behandlungen.
Das ENS schickt uns seine Nachrichten
als Gefühlszustände, als Stimmungen wie
sich schlecht fühlen oder sich wohl fühlen
, ängstlich, müde, depre
ssiv oder vital sein
und so weiter. Bei vielen Zeitgenossen is
t nicht nur das Großhirn mit Unsinnigkeiten
verstopft, auch das B
auchhirn wird mit Sinnlosigkeits-
Nahrung so lange gefüttert, bis
es sich destabilisiert. Die Außensteueru
ng des Menschen hin
zum beliebig manipu-
lieraren Geschöpf findet nicht nur im Kopf statt.
Zur Geist-Seele- Vergiftung kommt die kö
rperliche Vergiftung hinzu. Jenes hoch-
energetische und autonome System innerhalb
unseres Körpers ist den meisten Men-
schen unbekannt: das Intestinale.
Dieses – volkstümlich Bauchhirn genannte – System ist dem Wissenschafftszweig
der Neurogastroenterologie in
zwischen als ein voll funk
tionsfähiges zweites Gehirn
bekannt. Die eigenständige Funktion als Ge
hirn ist gesichert, seit man weiß, dass
die mehr als 100 Millionen Nervenzellen
in den Darmwänden keine Anweisungen,
keinen Input vom Gehirn oder vom Rückenm
ark erhalten und si
ch autonom verwal-
ten. Dieses System steht jedoch umgekehrt
mit etwa zweitausend Nervenfasern als
Output in Verbindung zum Vagus, dem großen Gehirnnerv des ZNS.
An den Synapsen der enteralen Nervenzelle
n wird als Botenstoff hauptsächlich Se-
rotonin produziert, es ist
der
enterale Neurotransmitter. Im
Darm hat man bis heute
sieben verschiedene Rezeptoren, die auf
Serotonin ansprechen, entschlüsselt (und
die Forschung geht weiter). Dies hat die Wi
ssenschaft verblüfft, „und da jeder dieser
Rezeptoren ein anderes Molekül ist und ei
gene Wirkungen entfaltet, kann das Sero-
tonin über sie im Darm eine verwirre
nde Vielfalt von Reaktionen auslösen“
2
2 Das ENS wird auch DWNA (Systema nervosum entericum intramural) Darmwandnervensystem ge-
nannt.
12
Chronisch krank durch kranken Darm!
Walter Häge
Da diese sehr komplexe Problematik den
Rahmen dieser Schrift sprengen würde,
bleibe ich lediglich kurz
bei den zwei erwähnten Neur
otransmittern Serotonin und
Melatonin. Serotonin, ein biogenes Amin, is
t Vorstoff von Melato
nin. Wenn man die
Wirkungen, welche von Serotonin und vo
n Melatonin beschrieben werden betrach-
tet, reift langsam eine ungeheure Erkenntni
s: So wie man durch Gedanken- und Ge-
fühlsmanipulation das zentrale Nervens
ystem und das vegeta
tive Nervensystem
hemmen bis destabilisieren kann, so kann
man durch manipulierte Nahrung das en-
terische Nervensystem in höchstem Maße
aus dem Gleichgewicht bringen, ohne
dass der betroffene Mensch auch nur
den geringsten Zusa
mmenhang herstellen kann.
Die Außensteuerung des Menschen, hin zum beliebig manipulier
baren Geschöpf findet nicht nur im Kopf statt. Zur Geist- Seele-Vergiftung kommt
die körperliche hinzu:
Gifte in den Nahrungsmitteln, Farbstoffe,
Aromen, Zusatzstoffe aller Art, genmanipu-
lierte Nahrung, großtechnisch
hergestellte Lebensmittel
, Trans-Fette und tausend
andere Gefahren können dieses Nerv
ensystem mit ungeahnten Folgen angreifen
bzw. lahm legen oder
zumindest in seiner Funktion hemmen.
Das Serotonin ist bei folgenden Zusammenhängen beteiligt:
Konstrikton der Arterien
von Lunge und Nieren,
Arterienerweiterung der Skelettmuskulatur,
Anspannung und Entspannung der gla
tten Muskulatur von Herz, Magen-Darm-
Trakt, Bronchien und Uterus.
Im ZNS hat Serotonin einen ungeheueren Ei
nfluss auf die gesamte Stimmung des
Menschen: auf seinen Schlaf-Wach- Rhyt
hmus, auf Schmerzwahrnehmung und Kör-
pertemperatur, aber auch auf die Nahrungs
aufnahme. Man nimmt inzwischen an,
dass ein Serotoninmangel
Depressionen begünstigt. Bei Melatoninman
gel ist die Schulwissenschaft noch sehr
einsilbig. Der neue Pschyrembel nennt le
diglich chronische Schlafstörungen, Bauch-
krämpfe, chronische Müdigkeit und depr
essive Verstimmung. Die Darmschleimhaut
ist dem andauerndem Angriff potenzielle
r Antigene ausgesetzt: Es sind dies
pathogene Bakterien,
Nahrungsbestandteile,
Parasiten,
Toxine.
Um den Eintritt dieser An
tigene in den Organismus zu
verhindern, ist der Magen-
Darm-Trakt mit einer effektiven immunolo
gischen Barriere ausgestattet. Dieses Ab-
wehrsystem ist das darmassoziierte Lymp
hgewebe ‚GALT‘ (Gut Associated Lym-
phoid Tissue).
Lymphozyten des ‚GALT‘ wandern von der
Darmwand in die Lymphknoten und wer-
den von dort über den ganzen
Organismus verteilt. T-
und B-Lymphozyten sind da-
13
Chronisch krank durch kranken Darm!
Walter Häge
bei so programmiert, dass sie sich auch in
anderen Schleimhäuten des Körpers, in
Speichel und Tränendrüsen, der Brustdrüse
stillender Frauen sowie in der Vaginal-
und Blasenschleimhaut ansiedeln.
Das gesamte
lymphatische System der Schleim-
haut wird als mukosassoziiertes Lymphgew
ebe ‚MALT‘ bezeichnet
(Mucosa Associa-
tes Lymphoid Tissue).
Die meisten Antigene gelan
gen über die Nahrung in de
n Körper und durchdringen
die ausgedünnte oder angerissene Darmwand
. Dabei kann das ‚GALT‘ und das gan-
ze ‚MALT‘-System kollabieren.
Die Symptome heißen dann
Allergien,
Asthma,
Autoimmunerkrankungen,
chronische Schmerzleiden (bis zum Rheuma),
chronisches Müdigkeitssyndrom
und Konzentrationsmangel,
Darmerkrankungen,
Depressionen und Angstzustände,
Herz- und Blutge
fäßerkrankungen,
Heuschnupfen,
Immunschwäche (besonders Infektanfälligkeit bei Kindern),
Migräne,
Neurodermitis,
mit Sicherheit auch vi
ele Krebserkrankungen.
Die Intestinale Autointoxikation (Versc
hlackung/ Vergiftung des Darmtraktes)
„Wir Modernen, wir Kurzatmigen in jedem
Sinne, wir krepieren an übermäßiger Füt-
terung und sterben an mangelnder Verdauung.“
Friedrich Nietzsche
Seit 1887 gibt es den Begrif
f der intestinalen Autointoxation, die ‚Darmselbstvergif-
tung‘, geprägt von dem Franzos
en C. Bouchard. Dieser Be
griff besagt etwas schein-
bar Lapidares, was aber unglaubliche Folgen haben kann:
Wird die Nahrung nicht restlo
s abgebaut oder ausgeschie
den, wird sie im Darm bak-
teriell zersetzt.
„Dadurch entstehen aus den essentiellen
Aminosäuren Fäulnisg
ifte, wie die bioge-
nen Amine Indol, Phenol, Kresol
, Skatol, die sich (…) im
Stuhl feststellen lassen. Sie
sind aber auch im Harn und im Blut nachzuweisen. Dies lässt zweifelsfrei erkennen,
dass die genannten Noxen nicht isoliert im
Darmlumen verbleiben, sondern auch in
die Blutund Lymphwege penetrieren und
den gesamten Organismus toxisch belas-
14
Chronisch krank durch kranken Darm!
Walter Häge
ten können. Der Pathologe Büngeler wies s
ogar nach, dass diese Fäulnisgifte kan-
zerogen wirken und in Tier
versuchen zur Entstehung von Leukämie und Lymphosar-
komen führen
(Anmerkung: Sarkom=Tumor)
.
Gutzeit wieder zeigte auf, dass bei Entz
ündung des Dünndarms
die bei der Spaltung
und Fermentation der Ingesta freiwerdenden
Zwischenprodukte häufig mangelhaft
entgiftet und unzureichend weiterbeförder
t werden. Dadurch gelangen bestimmte re-
sorbierbare Stoffe zu schne
ll und bestimmte andere, nich
t zur Resorption geeigneten
Stoffe ungehindert in die Säftebahn.“
3
Autointoxikation heißt also, dass sich in
unserem Darm durch Eiweiße Verwesungs-
gifte bilden, die dann ins Blut und
auch in die Körperzellen gelangen.
Der Dickdarm ist zu einer Giftmülldeponie geworden, besonders wenn sich die
durchschnittliche Durchlaufzeit der Nahr
ungsbestandteile bis zum Ausscheiden von
gesunden 8 bis 12 Stunden auf 60
bis 100 Stunden verlängert!
„Die häufigsten Anzeichen von Autointoxikation sind
mentale Stumpfheit
Müdigkeit,
Xerstopfung,
Durchfall,
Erkältungen,
Gelenk- und Wirbelsäulenschmerzen (vor allem unterer Rücken und Nacken),
Hautprobleme,
Infekte durch herabges
etzte Abwehrkräfte,
morgendliche Trägheit,
Blähungen (Gase entstehen
durch bakterielle Zers
etzung und Verwesung),
Mundgeruch,
stinkender Stuhlgang,
starker Schweiß- und Fußgeruch,
Allergien,
Intoleranz gegen fe
ttige Nahrungsmitteln,
prämenstruelle Spannung,
Neigung zu wiederholten
vaginalen Infekten.“
4
Da der Dickdarmkrebs mittlerweile an zweite
r Stelle der Krebshäufigkeit steht, ist ein
Zusammenhang zwischen Auto
intoxikation und Krebs ni
cht mehr von der Hand zu
weisen.
3 Gershon, Michael: „Der kluge Bauch – die Entdeckung des zweiten Gehirns“, Goldmann 2001, S.
295 und Rauch, Erich: „Lehrbuch der Diagnostik und Therapie nach F.X. Mayr“, Haug-Verlag 1999,
S. 55
4 Meyer, Ralf: „Ernährungsoptimierung – die Gesundheitsmedizin der Zukunft“, 2. Auflage ohne Jahr-
gang S. 21
15
Chronisch krank durch kranken Darm!
Walter Häge
Autointoxikation trotz Idealgewicht und Rohkosternährung –
das ‚Selbstbrauerei-Syndrom‘
Es sind beileibe nicht nur
die Dicken, die unkontrolliert Essenden, die von diesem
Problemkreis betroffen sind: „Besonders au
fschlussreich erwiesen sich die Arbeiten
von Prof. Pirlet und seinen Mitarbeitern vom Klinikum der Universität Frankfurt/Main.
Sie konnten die Behauptung Mayrs, im Da
rmtrakt entstünden durch Zersetzung von
gärungsfreudiger Kost Alkoho
le, die eine Autointoxikati
on verursachen, durch gas-
chromatografische und massenspektrome
trische Untersuchungen bestätigen. So
ließ sich die Bildung der alkoholischen Gä
rungsgifte Methanol, n-Butanol und n-Pro-
panol als Folge bakter
iologischer Zersetzungsprozesse des Darminhalts bei alkohol-
abstinent lebenden Personen im Stuhl, im Blut, im
Harn, in der Atem
luft und in der
Körperausdünstung feststellen. …
Hiroschi Kaji und Mitarbeiter von der jap
anischen Universität Hokkaido, Sapporo be-
schreiben alkoholische Vergiftungskrisen
durch Kohlenhydratvergä
rung im Darm bei
Candidabefall als ‚
Syndrom d’ autobrasserie‘
(Selbstbrauerei-Syndrom). Das ist in-
testinale Autointoxikation! Die Zahl der Pilzerkrankungen explodiert. Heute sollen sie
schon jeden 3. bis 4. deutschen Bürger befallen haben.“
5
Die hochprozentigen Alkohole, welche die
Darmpilze produzieren,
tragen weiter zur
Gesamtübersäuerung bei und können zu
schweren Organ- oder
Leberschäden füh-
ren. Bedenkt man, dass eine Abwehrzelle unseres Immunsystems
nur ein Mal
in der
Lage ist einen Erreger zu fressen
6
, dann kommt bei vielen Menschen dieser Abwehr-
mechanismus überhaupt nicht mehr über di
e Darmregion hinaus: Immer neue Ver-
wesungsvorgänge binden ein Ma
ximum an Fresszellen, die
an anderen Stellen viel-
leicht dringend gebraucht würden!
Pro Digeston
7
bei Darmproblemen
Zur gezielten Nahrungsergänz
ung und Nährstoffversorgun
g im Sinne der Cellsym-
biosistherapie kann Pro Digeston bei fo
lgenden Belastungen unterstützend ange-
wandt werden:
Ballaststoffmangel,
Darmentgiftung,
bei allen Verdauungsstörungen,
bei Darmreinigungsprozessen,
bei Darmpassagestörungen,
5 Rauch, Erich: „Lehrbuch der Diagnostik und Therapie nach F.X. Mayr“, Haug-Verlag 1999, S. 55
6 Nach dem Verzehr des Erregers stirbt die Zelle und muss vom Körper neu gebildet werden – was
bei nie endenden Verwesungsvorgängen im Darm zu einer nicht vorgesehenen Energiebindung
führt. Chronische Müdigkeit und Erschöpfung können eine der Folgen sein.
7 Die Firma „Tisso Naturprodukte“ ist als einziger Hersteller von Dr. Kremer autorisiert, Präparate zur
Symbiosistherapie in Verkehr zu bringen. Kontakt: Tisso Naturprodukte GmbH, Hauptstr. 87, 57482
Wenden, Tel: 02762 9836 0, Fax: -10; eMail: info@tisso.de, Internet: http://www.tisso.de; Produktüber-
sicht im Internet: http://www.tissoprodukte.de
16
Chronisch krank durch kranken Darm!
Walter Häge
begleitend bei Fastenkuren,
bei Verstopfung und Darmträgheit,
zur Unterstützung von Magen, Lebe
r, Pankreas, Dünndarmfunktion,
bei mangelndem Schleimhautschutz,
Divertikulitis,
bei entzündlichen
Darmerkrankungen.
Inhaltsstoffe
Aloe Vera
(
Aloe perfoliata
)
Aus ägyptischen Aufzeichnungen geht he
rvor, dass man diese Wüstenlilie und ihre
Wirkung bereits vor rund 6000
Jahren kannte. Bei den Su
merern galt sie als Heil-
pflanze. Ebenso war sie in der chinesischen Heilkunde und bei den Mayas bekannt.
Alexander der Große hat die Verletzungen seiner Soldaten damit behandeln lassen.
Kolumbus hat auf sein
en Schiffen immer Aloe vera Pf
lanzen in Töpfen mitgeführt;
die Matrosen heilten ihre Wunden damit.
Der griechische Arzt Dioscurides schreibt
im ältesten Heilkräuterbuch der Welt über die heilende Wirkung der Aloe Vera.
Die Aloe Vera hat rund 160 Einzelwirkstoffe, darunter
ätherische Öle,
11 Anthraquinone (geschätzt wegen ihrer abführenden und schmerzstillenden
Wirkung),
13 Mineralstoffe (u. a. Calcium, Phos
phor, Kalium Eisen, Natrium, Mangan, Mag-
nesium, Kupfer, Chrom, Zink),
15 Enzyme,
Saponine (Kohlehydrate
mit reinigender und ant
iseptischer Wirkung),
21 Aminosäuren,
4 essentielle Fettsäuren,
Vitamin A, C, B1, B2, B12.
Die zentrale Substanz aber ist Acemann
an, ein langkettiges Zuckermolekül (Poly-
saccharid).
Acemannan
lagert sich in alle Zellmembranen des Kö
rpers ein und bewirkt dort die Immunstär-
kung des ganzen Organi
smus gegen Parasiten, Viren und Bakterien;
sorgt für ausreichend Gelen
kschmiere, kann Arthritis vo
rbeugen oder – wenn sie
schon akut ist, lindern;
kann durch seine antiviral
en, antibakteriellen und ant
imykotischen Eigenschaften
helfen Candidaüberwucherungen zu kontro
llieren und die natürliche Bakterienflora
der Verdauungsorgane
wieder herzustellen;
17
Chronisch krank durch kranken Darm!
Walter Häge
fungiert als Brücke zwischen Fremdpro
tein und Makrophagen,
wodurch die Auf-
nahme der Fremdproteine durch
die Fresszellen wesentlich erleichtert wird. Diese
Brückenfunktion gilt als Schlüsselkom
ponente bei der Immunstärkung des Zell-
kerns. Klinische Versuche an Aidskranken
zeigten, dass die Behandlung mit Aloe-
vera-Saft positive Folgen für die Pati
enten hatte: das Fieber sank, nächtliche
Schweißausbrüche konnten gestoppt werd
en, Infektionen klangen ab, die Kurzat-
migkeit ging zurück, Durchfall hörte auf
, sogar die Lymphknoten verkleinerten
sich.
Äußerliche Anwendung bei Abszessen, Akne
, Ekzemen, Fußpilz, Haarausfall, Her-
pes, Neurodermitis, schlecht heilende
Wunden, Schuppen, Verbrennungen (Son-
nenbrand).
Artischocke
(Cynara scolymus)
Die distelartige Artischocke wurde bereit
s im alten Ägypten zu
r Diät benutzt. Bei den
Römern galt Sie als Nahrung der Wohlhabenden.
Artischocken gelten als
appetitanregend,
verdauungsfördernd,
cholesterinsenkend,
blutreinigend.
Die medizinische und diätetische Wirkung
von Artischocken wird besonders auf den
Gehalt an
Flavonoiden
(besonders die Glykoside des Luteolins) und auf den Bitter-
stoff
Cynarin
zurückgeführt.
Die spezielle Wirkung ist
choleretisch (die Gallenabsond
erung in Leberzellen anregend),
cholekinetisch (die Gallenbl
asenentlehrung anregend) und
lipidsenkend (fettgehaltsenkend).
Aus diesen Gründen ist ihre Anwendung sinnvoll bei
Verdauungsbeschwerden,
hohen Blutfettwerte (Hyperlipidämien),
Reizdarmsyndrom.
2003 war die Artischocke Arzneipflanze des Jahres.
18
Chronisch krank durch kranken Darm!
Walter Häge
Bockshornklee
(Trigonella foenum-graecum L.)
Hier: Bockshornkleesamen
Der Bockshornklee stammt ursprünglich aus Pe
rsien. In Ägypten spielte er sowohl in
Pflanzenheilkunde (besonders
als Geburtshilfeund in religiösen Handlungen eine
Rolle. Er ist ein einjähriges, bis zu 50 cm
hoch wachsendes Krau
t; medizinisch ver-
wendet werden die reifen, getrockneten Samen.
Die Inhaltsstoffe
Aminosäuren,
Chrom,
Fette,
Lecithin,
Proteine,
Schleimstoffe,
Selen,
Stenole,
Steroidsaponine,
Trigonellin (Nicotinsäurederivat),
Vitamine A und D.
Hildegard von Bingen nennt ihn als Heilmitte
l gegen Hautkrankheiten. Durch Pfarrer
Kneipp wurde die Verwendung von Bockshor
nklee wieder neu entdeckt; er erlebt
seitdem eine starke Nachfr
age. Kneipp lobte diese He
ilpflanze bei jedem Anlass
sehr und setzte sich auch stets
für deren Anbau ein. Kneipp: „
Foenum graecum ist
das beste von allen mir bekannten Heilmi
tteln zum Auflösen von Geschwülsten und
Geschwüren.
Heilwirkung der Erfahrungsheilkunde
Abszesse,
Allgemeinschwäche,
Anregung der Milchsekretion,
Appetitlosigkeit,
aufgesprungene Hände und Lippen,
Blasenentzündung,
blutbildend,
Bluthochdruck,
Bronchitis,
entzündungswidrig,
Furunkel,
Geschwüre,
Husten,

Halsschmerzen,
Lymphdrüsenschwellungen,
Magerkeit,
Offene Beine,
Rekonvaleszenz,
Schleimlösend.
Verdauungsstörungen.
Flohsamen
(Plantago afra L.)
Hier: Flohsamenschalen
Flohkraut ist ein einjährige
s, niedriges Kraut. Seine Heimat ist der Mittelmeerraum
und Westasien. Seine Same
n enthalten reichlich Schlei
mstoffe, die bei Anwesenheit
von Wasser stark quellen und eine unverdau
liche, gelartige Masse bilden. Durch die
Volumenzunahme wird die Da
rmtätigkeit angeregt und der Darminhalt geschmeidig
gemacht. Die Wirkung tritt nach 12 bis 24 St
unden ein, der maximale Effekt wird erst
nach einer Einnahme von 2 bis 3 Tagen erreicht.
Anwendung bei
entzündlichen Darmerkrank
ungen (hilft den Krankheitsve
rlauf zu stabilisieren);
Erkrankungen, bei denen ein weicher Stuh
l erwünscht ist, wie z.B. Hämorrhoiden,
Analfissuren oder nach Operationen;
Reizdarm;
Verstopfung (habituelle Obstipation);
wässrigen Durchfällen.
Flohsamen zeichnen sich aus – gegenüber
anderen Quellmitte
ln wie Weizenkleie
oder Leinsamen – durch deutli
ch verringerte Da
rmgasbildungen. Durch ihre geleear-
tige Konsistenz verkleben sie nicht an ent
zündlichen, verengten
Problemstellen. Sie
schlüpfen problemlos durch di
ese Engstellen und sorgen für eine Vermehrung der
Darmtätigkeit. Es kommt zur Kräftigung der
Muskulatur, dadurch zu einer gesteiger-
ten Durchblutung und somit auch bei
Entzündungen zum Heilungsprozess.
Leinsamen
(Linum usitatissimum)
werden die Samen des Flachs bezeichnet.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind
Eiweiß,
Lecithin,
Leinöl,
Linamarin,
20
Chronisch krank durch kranken Darm!
Walter Häge
Schleim-und Ballaststoffe,
Sterine,
Glykoside,
Vitamine,
Proteine.
Leinsamen sind
das
natürliche Abführmittel.Ihre Wirkung beruht darauf, dass in der
Samenschale Schleime enthalten sind,
die durch Wasseraufnahme quellen. Der
Stuhl wird dadurch erweicht, denn die
mit der Quellung einhergehenden Volumenzu-
nahme reizt die in der Darmwand befindli
chen Dehnungsrezept
oren, welche den
Entleerungsreflex auslösen.
Bei Gastritis empfiehlt sich zum Schutz
der Magenschleimhaut
Leinsamenschleim.
Die Ballaststoffe haben bei einer ausreic
henden Zufuhr eine Schutzwirkung gegen
Dickdarmkrebs. Die ungesättigten Fettsäuren können cholesterolsenkend wirken.
werden.
Die wichtigsten Wirkungen von Leinsamen:
abführend,
Schutz der Schleimhaut,
gegen Sodbrennen,
Senkt Cholesterinspiegel,
hilft gegen Wecheseljahresbeschwerden,
als Wickel bei Entzündungen
(äußerliche Anwendung).
Reiskleie
Kleie nennt man die Schalen
der Getreidekörner. Sie zeic
hnen sich durch einen ho-
hen Anteil an Ballaststoffen aus, was der Verdauung sehr zuträglich ist.
In der Reiskleie befinden sich
alle acht essentiellen Aminosäuren,
zahlreiche Mineralstoffe und Spurenelemente,
verschiedene Vitamine, insbesonde
re die B-Vitamine B1 und B6,
Antioxidantien.
Diese Inhaltsstoffe zusammen sind wichtig
für den Fettstoffwechsel, die Zellatmung
und die Stärkung des Immunsystems. Somit ist Reiskleie besonders für die biologi-
sche Krebsabwehr geeignet.