Die NATO steckt in einem Dilemma, nachdem ehemalige ukrainische Regionen für den Anschluss an Russland gestimmt haben

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Die NATO steckt in einem Dilemma, nachdem ehemalige ukrainische Regionen für den Anschluss an Russland gestimmt haben

Sputnik / Ramil Sitdikov

Die NATO steckt in einem Dilemma, nachdem ehemalige ukrainische Regionen für den Anschluss an Russland gestimmt haben

Scott Ritter

Mit der Bereitstellung von Militärhilfe im Wert von mehreren Milliarden Dollar für die Ukraine hat die NATO eine „spielverändernde“ Dynamik ausgelöst, die Russland aus dem Gleichgewicht bringen sollte. Mit den Referenden in Cherson, Saporoschje, Donezk und Lugansk hat Russland das Spiel völlig verändert.

Die alten Griechen sprachen von einem Lemma als einer logischen Prämisse, einer Selbstverständlichkeit. Dies stand im Gegensatz zu einem Dilemma oder einer „doppelten Prämisse“, bei der man mit einer Entweder-Oder-Aussage konfrontiert wurde. Die Römer entwickelten diesen Begriff weiter und bezeichneten eine „doppelte Prämisse“ als argumentum cornutum, als „gehörntes Argument“, weil eine Person, die auf ein Argument antwortet, von der Logik des zweiten aufgespießt wird. Darin liegen die antiken Wurzeln der modernen Redewendung „auf den Hörnern eines Dilemmas“.

Dies ist zum Beispiel das ultimative Ziel der Manöverkriegsführung: die eigenen Streitkräfte so zu positionieren, dass der Feind keine gute Option hat – sollte er auf eine dringende Bedrohung reagieren, würde er von der anderen überwältigt werden.

Die russische Militäroperation, die seit mehr als sieben Monaten in der Ukraine im Gange ist, hat zahlreiche Beispiele dafür geliefert, dass die Streitkräfte beider Seiten mit einer Situation konfrontiert waren, die sie dazu zwang, ihre bevorzugte Vorgehensweise zu ändern; die russische „Ablenkung“ gegen Kiew zu Beginn der SMO hinderte die Ukrainer daran, ihre Streitkräfte in der Ostukraine zu verstärken, und die kürzlich abgeschlossene ukrainische Gegenoffensive in Charkow zwang die Russen zu einem überstürzten Rückzug aus einem beträchtlichen Teil des zuvor besetzten ukrainischen Gebiets.

In beiden Fällen sah sich eine Seite mit einem Problem konfrontiert, das es zu lösen galt. Keine der beiden Seiten war jedoch in der Lage, ihren Gegner „in die Zwickmühle“ zu bringen und ihn zu einer Antwort zu zwingen, die unabhängig von der gewählten Option zu einer Verurteilung führen würde. Der Grund dafür ist einfach: Sehr selten lassen es kompetente militärische Befehlshaber zu, dass sie vor ein militärisches Problem gestellt werden, für das es keine praktikable Lösung gibt. Krieg, so scheint es, ist harte Arbeit, und Dilemmas fallen nicht von den Bäumen.

Oder etwa doch? Seit Boris Johnston im April nach Kiew geflogen ist, um den ukrainischen Präsidenten Wladimir Zelenski davon zu überzeugen, die damals im türkischen Istanbul stattfindenden Friedensgespräche mit Russland abzubrechen, hat die NATO ein Programm aufgelegt, das darauf abzielt, der Ukraine militärische und finanzielle Unterstützung in Höhe von mehreren zehn Milliarden Dollar zukommen zu lassen, wozu auch die Lieferung moderner schwerer Waffen und die Nutzung von Einrichtungen auf westlichem Boden gehören, in denen Zehntausende ukrainischer Truppen ausgebildet und organisiert werden könnten, ohne ein Eingreifen Russlands befürchten zu müssen.

Der Zweck hinter der NATO-Infusion von Waffen in die Ukraine war klar: Die Ukraine sollte in die Lage versetzt werden, nicht nur den Konflikt in die Länge zu ziehen, sondern auch offensive Militäroperationen durchzuführen, um Russland aus den von Kiew und seinen Unterstützern als besetzt betrachteten ukrainischen Gebieten, darunter dem Donbass und der Krim, zu vertreiben. Die Gegenoffensive in Charkow Anfang September unterstrich die schwerwiegenden Folgen des Vorgehens der NATO – auch wenn der Sieg in Charkow angesichts der massiven Verluste an Menschenleben und Material, die die angreifenden ukrainischen Streitkräfte erlitten, ein Pyrrhussieg war, so war es doch ein ukrainischer Sieg, der Russland zum Rückzug zwang.

Durch die Umwandlung der ukrainischen Armee in eine NATO-Armee mit ukrainischer Besatzung hatte der von den USA geführte Block die Art des Spiels von einer einfachen „militärischen Sonderoperation“ Russland gegen die Ukraine in einen Kampf „Russland gegen den kollektiven Westen“ umgewandelt, bei dem die ursprünglich von Moskau für den Kampf bereitgestellten militärischen Ressourcen nun nicht mehr ausreichten, um die Aufgabe zu erfüllen.

Vorteil, Ukraine/NATO.

Russland hat jedoch die spielverändernden Maßnahmen der NATO nicht tatenlos hingenommen. Als Reaktion auf die neue Realität vor Ort in der Ukraine entschied sich der russische Präsident Wladimir Putin dafür, in diesem neuen, von der NATO betriebenen Spiel um die Aufstockung der militärischen Macht nicht einfach nur den Einsatz zu erhöhen, sondern das Spiel gänzlich zu ändern. Er ordnete nicht nur die teilweise Mobilisierung von rund 300 000 russischen Reservisten an, um die derzeit in der BBS eingesetzten Truppen zu verstärken, sondern genehmigte auch Referenden in den vier Gebieten, in denen russische Streitkräfte derzeit kämpfen – Cherson und Saporoshje (ehemals besetzte ukrainische Regionen) sowie Donezk und Lugansk (ehemalige Regionen der Ukraine, die seit 2014 de facto unabhängig sind). Bei diesen Referenden wurde den Bürgerinnen und Bürgern dieser vier Gebiete eine einfache Frage gestellt: Möchten Sie Teil Russlands werden?

Nach fünftägiger Abstimmung waren die Ergebnisse in allen vier Gebieten eindeutig – die Teilnehmer der Referenden stimmten mit überwältigender Mehrheit für den Vorschlag. Kurze Zeit später wurden sie in die Russische Föderation eingegliedert. Was einst die Ukraine war, ist nun zu Mütterchen Russland geworden.

Russland hat nicht nur die Spielregeln geändert, sondern auch das Spiel selbst. Anstatt dass die ukrainischen Streitkräfte gegen die russischen Streitkräfte auf dem Territorium der Ukraine kämpfen, würde jeder künftige Kampf der Ukraine gegen die russischen Streitkräfte einen Angriff auf das russische Heimatland selbst darstellen.

Was bedeutet das für die NATO? Die Führung des Blocks hat vom ersten Tag an deutlich gemacht, dass sie keine direkte Konfrontation mit Russland anstrebt. Ihre Mitglieder haben zwar Dutzende von Milliarden Dollar an Material in die Ukraine gepumpt, um den Wiederaufbau des ukrainischen Militärs zu unterstützen, und der Ukraine wichtige logistische, nachrichtendienstliche und kommunikationstechnische Hilfe geleistet, aber sie hat wiederholt und nachdrücklich erklärt, dass sie keinen direkten Krieg mit Russland führen will, sondern dass sie die Ukrainer lieber als faktische Stellvertreter der NATO im Widerstand gegen Moskau sehen würde.

Die NATO hat sich sowohl in wirtschaftlicher als auch in politischer Hinsicht voll auf die Unterstützung der Ukraine eingelassen, und zwar in einem Maße, dass einige ihrer Mitglieder, die ihre jeweiligen militärischen Strukturen von Ausrüstung und Material befreit haben, nichts mehr zu geben haben. Ungeachtet dessen bekunden die politischen und wirtschaftlichen Eliten Europas nach wie vor ihre nachdrückliche Unterstützung für die Ukraine.

Quelle: NATO in the horns of a dilemma after former Ukrainian regions vote to join Russia

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Dritter Weltkrieg: Gemäß Völkerrecht ist Deutschland im Krieg mit Russland

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EILMEDUNG - Maschmeyer hat alle belogen

EILMEDUNG – Maschmeyer hat alle belogen

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Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat schon am 16. März ein 12-seitiges Gutachten herausgegeben, in dem er der Frage nachgegangen ist, ab wann ein Staat Kriegspartei im russisch-ukrainischen Konflikt ist. Ich habe über das Gutachten ausführlich berichtet, meinen Artikel finden Sie hier. Von Thomas Röper

Ab wann ein Land Kriegspartei ist

Im Kern stellte das Gutachten zwei Themenfelder fest, bei denen Deutschland aus völkerrechtlicher Sicht zu einer Kriegspartei werden kann. Waffenlieferungen machen Deutschland demnach nicht zu einer Kriegspartei, aber:

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„Erst wenn neben der Belieferung mit Waffen auch die Einweisung der Konfliktpartei bzw. Ausbildung an solchen Waffen in Rede stünde, würde man den gesicherten Bereich der Nichtkriegsführung verlassen.“

Da ukrainische Soldaten in Deutschland an NATO-Waffensystemen ausgebildet werden, ist dieser Punkt erfüllt. Sowohl die US-Armee bildet ukrainische Soldaten in Deutschland aus, als auch die Bundeswehr.

Das zweite Themenfeld, bei dem Deutschland aus völkerrechtlicher Sicht zu einer Kriegspartei werden kann, ist die Übermittlung von Geheimdienstinformationen. Dazu heißt es in dem Gutachten:

„Hier sind die genauen Umstände entscheidend: Je substanzieller die Unterstützung wird und je abhängiger die unterstützte Partei, also die Ukraine in unserem Fall, davon ist, desto näher kommt man der roten Linie. Strategisch relevante Geheimdienstinformationen fallen dabei natürlich ins Gewicht.

Ihrer Natur gemäß sind sie aber natürlich geheim und für die gegnerische Seite nicht oder nur schwer nachzuweisen.“

Dass die USA die Ukraine nicht nur mit Geheimdienstinformationen in Echtzeit versorgen und der Ukraine bei der Auswahl von Angriffszielen helfen, sondern sogar aktiv in die militärischen Planungen der Ukraine eingebunden sind, ist bekannt.

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Die USA sind damit aus völkerrechtlicher Sicht in jedem Fall in jedem Fall Kriegspartei gegen Russland. (Gegen die westlichen Eliten – „Deutschland immer noch besetzt“: Putins Rede zur Vereinigung Russlands)

Der BND liefert Daten an die Ukraine

Nun wurde bekannt, dass auch der BND die Ukraine mit Geheimdienstinformationen versorgt. Darüber hat die „Zeit“ berichtet, weshalb wir uns den Artikel der „Zeit“ genauer anschauen wollen.(Russland: Kampfansage von Außenminister Lawrow an den Westen in der UNO-Vollversammlung)

In dem Artikel erfahren wir:

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„Die Analysen und Aufklärungsergebnisse, darunter Geodaten, können in die Kriegsplanung einfließen und der ukrainischen Armee dabei helfen, Kampfkraft und Moral russischer Einheiten einzuschätzen oder ihre Stellungen zu überprüfen. Die Daten-Lieferungen sind der geheimdienstliche Teil der Zeitenwende.

Die Informationen stammen vom Bundesnachrichtendienst (BND). Sie speisen sich aus Satellitenbildern, abgefangenen Funksprüchen und Mobiltelefongesprächen.“

Außerdem will der BND überprüft haben, ob dieses Vorgehen eine deutsche Kriegsbeteiligung bedeutet:

„Um sicherzugehen, gab der BND im Mai eine Prüfung der „rechtlichen Zulässigkeit von Übermittlung targeting-fähiger Informationen an die Ukraine“ in Auftrag. Ergebnis: Die Daten-Weitergabe sei gesetzeskonform und bedeute völkerrechtlich keinen Kriegseintritt Deutschlands.“

Das Gutachten, dass der BND in Auftrag gegeben hat, würde ich gerne mal sehen, denn offensichtlich kommt es zu einem anderen Ergebnis als das Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages. Wie aktiv der BND bei der Übermittlung der Informationen ist, erfahren wir auch:

„Andererseits hören und sehen die Deutschen in der Ukraine Details über die russische Armee, die den Ukrainern manchmal entgehen – Satellitenaufnahmen eines russischen Flugfeldes etwa, bei dem der BND die genaue Lage und Zahl der Flugzeuge erfassen konnte. Oder Hinweise auf ein russisches Munitionsdepot.

Aber weil die Daten oft mit der Verzögerung von bis zu mehreren Tagen übermittelt werden, seien sie „nicht unmittelbar“ für die Planung und Steuerung tödlicher Angriffe nutzbar, heißt es in Berlin.

Manchmal teilt der BND Satellitenbilder, manchmal nur Textberichte über das, was zu sehen ist. Eine der Auflagen lautet, nur Aufnahmen aus der Ukraine selbst zu übermitteln, keine aus Russland. Insgesamt haben die Deutschen bislang weit mehr als hundert Hinweise geschickt, im Schnitt mehr als einen pro Tag.“

Ist Deutschland Kriegspartei?

Dass der BND damit zu weit geht, erfahren wir auch in dem Artikel:

„Scholz geht mit der neuen Praxis ein erhebliches Risiko ein. Er bewegt sich entlang einer politischen Kontaktlinie, deren genauer Verlauf nicht bekannt ist – allein der russische Präsident entscheidet, wann er sie für überschritten hält. (…) Intern haben sich die Deutschen von Anfang an keine Illusionen gemacht, dass der diskrete Informationsfluss verborgen bleibt.

Das ukrainische Militär sei zu sehr von russischen Informanten durchdrungen, als dass sich eine so wichtige Operation verheimlichen ließe. Die Russen, heißt es in Berlin, wüssten längst Bescheid.“

Im Klartext bedeutet das, dass die deutsche Regierung bewusst volles Risiko fährt und sich de facto an dem Krieg gegen Russland beteiligt hat. Dass das bisher keine Konsequenzen hatte, liegt nur an Russlands Geduld.

Völkerrechtlich hätte Russland alles Recht der Welt, Deutschland als Kriegspartei anzusehen und entsprechend zu handeln. Russland jedoch will ganz offensichtlich keine Eskalation.

Die USA im Krieg mit Russland

Ich berichte schon lange, dass die USA faktisch bereits im Krieg mit Russland sind, weil ihre Unterstützung so weit geht, dass es absurd wäre, eine Kriegsbeteiligung der USA zu bestreiten. Das erfährt man nun auch in dem Artikel der „Zeit“:

„Die Amerikaner kaschieren kaum mehr, dass sie den Ukrainern sogar Geheimdienstinformationen in Echtzeit zur Verfügung stellen, die zum dynamic targeting genutzt werden können, wie es im Militärjargon heißt, also für Angriffe in einer sich live verändernden Lage.

Achteten die US-Amerikaner in der ersten Phase des Kriegs noch darauf, Geodaten nicht so feinkörnig zu übermitteln, dass die Ukrainer damit unmittelbar einen Angriff planen konnten, gilt diese Einschränkung seit einigen Monaten nicht mehr.“

Die Weitergabe so detaillierter Geheimdienstinformationen, die sogar in Echtzeit übermittelt und daher direkt im Kampf verwendet werden können, ist zweifellos eine Kriegsbeteiligung der USA.

Auch wenn Russland daraus bisher keine Konsequenzen gezogen hat, ist es daher nicht übertrieben, wenn in Russland offen gesagt wird, man befinde sich im Krieg mit dem gesamten Westen.

Auch die in Russland inzwischen öffentlich geäußerten Kommentare, das sei bereits der Dritte Weltkrieg, kann man daher kaum als übertrieben bezeichnen.

Außerdem erfährt man in dem Artikel der „Zeit“ auch, worüber ich schon lange berichte: Die Versenkung der „Moskva“, des Flaggschiffs der russischen Schwarzmeerflotte, war ohne Hilfe der USA gar nicht möglich:

„In Washington kursieren etwa Informationen, dass die Versenkung des russischen Kreuzers Moskwa am 14. April erst durch US-Zielkoordinaten ermöglicht wurde. Auch der Tod mehrerer russischer Generäle soll auf US-Informationen zurückgehen. Offiziell bestätigt das Weiße Haus das nicht.“

Ob die USA umgekehrt auch so entspannt reagieren würden, wenn ein US-Flaggschiff versenkt würde und in Moskau ziemlich offen damit geprahlt würde, dass das nur dank russischer Hilfe möglich war?

Wir können uns, auch wenn es in westlichen Medien natürlich anders klingt, glücklich schätzen, dass Putin so entspannt reagiert, anstatt es den USA mit gleicher Münze heimzuzahlen, wozu Russland aus völkerrechtlicher Sicht zweifellos berechtigt wäre.

Um allen Zweiflern an der Version, die USA seien an der Versenkung der „Moskva“ beteiligt gewesen, den Wind aus den Segeln zu nehmen, füge ich hinzu, dass das Pentagon gerade erst ein Factsheet über die Waffenlieferungen an die Ukraine veröffentlicht hat.

Darin erfahren wird, dass die USA der Ukraine zwei Harpoon-Systeme geliefert haben, also die Anti-Schiffsraketen, die wahrscheinlich die „Moskva“ versenkt haben.

Außerdem hat der stellvertretende Penton-Chef William A. LaPlante vor einem Monat recht offen gesagt, dass die USA extra für die Ukraine ein System entwickelt haben, um die Harpoon-Raketen nicht von stationären Basen aus abzufeuern, sondern von LKW aus, damit sie für die russische Armee nicht so leicht zu entdecken sind.

Und noch ein Lauterbach

Dass der Dritte Weltkrieg (noch) nicht in eine heiße Phase übergegangen ist, ist nur Putins Geduld zu verdanken. Die USA liefern der Ukraine Aufklärungsdaten in Echtzeit, mit denen russische Generäle getötet werden, mit denen ein russisches Flaggschiff versenkt wurde und so weiter.

Andere NATO-Staaten, darunter Deutschland, stehen den USA dabei in fast nichts nach. Der Angriff auf die Nord-Stream-Pipelines war ebenfalls ein klarer Angriff auf Russland. Die Kriegsbeteiligung des Westens kann niemand mehr ernsthaft bestreiten.

Die USA geben sich der Hoffnung hin, dass der Krieg für sie weit entfernt ist. Diese Illusion kann sich in Europa niemand machen und man fragt sich, ob die europäischen Politiker gar nichts aus der Geschichte gelernt haben, wenn sie so offen als Kriegspartei gegen Russland agieren.

Gott sei dank nimmt den deutschen Gesundheitsminister Karl Lauterbach international niemand für voll, ansonsten müsste Russland jetzt Berlin bombardieren, denn Lauterbach twitterte allen Ernstes:

„Wir sind im Krieg mit Putin“

Dass der Mann offensichtlich psychisch gestört ist, ist für viele kein Geheimnis. Spätestens jetzt muss man Lauterbach jedoch als gemeingefährlich bezeichnen, denn psychisch gestört oder nicht, er ist ein Mitglied der Bundesregierung.

Und wenn ein Mitglied der Bundesregierung öffentlich verkündet, Deutschland sei mit jemandem im Krieg, ist das eine offizielle Aussage.

Aber wie gesagt: Gott sei dank nimmt den Herrn Klabauterbach außerhalb der deutschen Medienblase niemand ernst…

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Quellen: PublicDomain/anti-spiegel.ru/ am 03.10.2022

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9 comments on “Dritter Weltkrieg: Gemäß Völkerrecht ist Deutschland im Krieg mit Russland”

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  2. Waffenstudentsagt: Seit dem Angriff der Wehrmacht auf die UdSSR am 22. Juni 1941 befindet sich das Deutsche Reich mit Rußland im Kriege. Bis zum 08. Mai 1945 hatten 53 Staaten plus das Weltjudentum und danach auch noch die UNO den Deutschen den Krieg erklärt. An diesem Zustand hat sich bis heute nichts geändert. Die Deutsche Reichregierung mit Karl Dönitz an der Spitze wurde am 23. Mai 1945 verhaftet. Wenig später, am 05. Juni 1945 verkündeten die Alliierten in der Berliner Erklärung ihre Übernahme der obersten Regierungsgewalt über Deutschland.An diesem Zustand hat sich bis heute nichts geändert. Alle Vorstöße von Stalin und Gorbatschow, mit dem Deutschen Reich einen Friedensvertrag zu schließen, wurden von der Intrigeninsel sabotiert. Zur Ironie der Geschichte gehört der Umstand, daß selbst die BRD, als Mitglied der UNO, aktiver Kriegsgegner des Deutschen Reiches ist.Die BRD hat ein politisches Gewicht von der Bedeutung aller US-Kolonien und mehr gar nicht. Die UdSSR hatte sich im „Potsdamer Abkommen“ ein Interventionsrecht in der „Trizone“ zusichern lassen, für den Fall, daß dort politischer Instabilität drohen sollte.Insofern gilt aktuell: Macht hoch die Tür, das Tor macht weit, erwartet Putin in seiner Herrlichkeit! Antworten
  3. Jeronimosagt: Der 2. WK begann 1939 und wurde in Deutschland nie beendet, es wurden nur die Kampfhandlungen eingestellt.
    1945 unterzeichneten die deutschen ein Abkommen das alle Kampfhandlungen mit Waffen einstellte, damit ging der 2. WK in die sog. kalte Phase über, was auch als „Kalter 2. WK“ von den Amis so bezeichnet wird, auch die Kurzform “ Kalter Krieg “ wird oft verwendet.
    Der sog. Kalte Krieg ist aus Sicht der Amis nicht das abgekühlte Verhältnis zu Russland, gemeint, sondern es bezeichnet den 2. WK ist seiner kalten Phase.
    Nur in Deutschland bezeichnet man fälschlich den sog. Kalte Krieg als das abgekühlte Verhältnis zu Russland.
    Auch der Satz “ Stellen sie sich vor es ist Krieg und keiner geht hin“ bezieht sich auf den noch laufenden 2. WK , es ist noch Krieg doch es geht keiner hin.
    Wenn es den Amis gefällt, machen sie aus den noch laufendem 2. WK in Deutschland einen heißen Krieg, und machen da weiter wo sie 1945 aufgehört haben. Antworten
    1. Vasco da Gamasagt: “ Wenn es den Amis gefällt, machen sie aus den noch laufendem 2. WK in Deutschland einen heißen Krieg, und machen da weiter wo sie 1945 aufgehört haben.“Die haben nie aufgehört gegen Deutschland Krieg zu führen. Die machen seit 1945 auch tatsächlich immer weiter.
      Dazu ein paar Stichworte:
      Die UMerziehung der „wahnsinnigen“ Deutschen durch die Alliierten (Re-Education)Morgenthau-Plan
      Hooton-Plan
      Kaufman-Plan
      Kalergi-Plan
      https://de.metapedia.org/wiki/Hooton-PlanDas alles wird schrittweise seit Jahrzehnten umgesetzt.
      https://michael-mannheimer.net/2021/06/15/die-umerziehung-der-deutschen-zur-neuen-weltordnung-begann-schon-spaetestens-1945/ Antworten
  4. Jeronimosagt: 1990 hörte man der „Kalte Krieg“ ist beendet, da meinten die Amis das der kalte 2. WK beendet ist und der noch laufende 2. WK wieder in die heiße Phase überführt wird. Antworten
  5. Jeronimosagt: @ Waffenstudent
    Dann ist es 53 Staaten laut Völkerrecht erlaubt in Deutschland mit allen ihnen zu Verfügung stehenden Waffen einzumarschieren.
    Wenn heute deutsche Politiker in andere Länder reisen, werden die deutschen Politiker da überhaupt noch ernst genommen. Antworten
  6. Waffenstudentsagt: @ JeronimoKein Einspruch Euer Ehren!Erstens:Die Masseneiwanderung ist nichts anderes, als die Verwirklichung der Rechtslage: Es ist 53 Staaten laut Völkerrecht erlaubt in Deutschland mit allen ihnen zu Verfügung stehenden Waffen einzumarschieren!Aber bitte nicht das Weltjudentum vergessen. Auch allen Juden ist es laut Völkerrecht erlaubt, in Deutschland mit allen ihnen zu Verfügung stehenden Waffen einzumarschieren!Sogar der BRD ist es laut Völkerrecht erlaubt, in Deutschland mit allen ihnen zu Verfügung stehenden Waffen einzumarschieren!Zwotens:Über den Grad, mit dem die „Weltdiplomatie“ das Indianerreservat BRD samt deren Repräsentanten ernst zu nehmen haben, bestimmen ganz allein die Intrigeninsel und ihr USA-Vollstrecker!1945 bestimmten die Sieger über die Wehrmacht, daß der Grad deutscher Bedeutung negativ zu sein hat!Als Stalin merkte, daß die Intrigeninsel und ihr USA-Vollstrecker ihn verkasperten, und Stalin das Alliierte Freundschaftsband zerriß, bestimmten die Sieger über die Wehrmacht, daß der Grad deutscher Bedeutung neutral zu sein hat!Als die Intrigeninsel die Intrigeninsel und ihr USA-Vollstrecker im Koreakrieg, welcher am 25. Juni 1950 begann, um deutsche Hilfstruppen buhlten, bestimmten die Sieger über die Wehrmacht, daß der Grad deutscher Bedeutung positiv zu sein hat!Mit der seit 1950 stetig anwachsenden BRD-Wirtschaftskraft, wurde die BRD zum BRD-Protektorat und mußte wohlwollend die lausige Kolonialpolitik der Intrigeninsel und ihres USA-Vollstrecker begleiten. Der Grad deutscher diplomatischen Bedeutung entwickelte sich exponentiell, weil! die die Intrigeninsel und ihr USA-Vollstrecker es so arrangiert hatten!Mit der „Bedingungslosen Kapitulation“ eines Herrn Gorbatschow stuften die Intrigeninsel und ihr USA-Vollstrecker den Spitzenwert, den die BRD-Diplomatie inzwischen in der Rangordnung erreicht hatte, zurück auf Indianerreservat- und Negerkralniveau. Mit Schiller gesagt: Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr (Das deutsche Volk) kann gehn! Fatalerweise, hat das die BRD-Nomenklatura mit ihrem „unverficktem Resthirn“ nicht wahrnehmen wollen!Aktuell, im Ukrainekonflikt, das heißt Intrigeninsel und ihr USA-Vollstrecker versus Rußland, verkommt die Bedeutung der BRD-Diplomatie, den Stellenwert ihrer Diplomatie auf Rheinwiesenlagerniveau! Nachtrag:Nur mit der Wiederbelebung des „Ehrenvollen Zweikampfes per Waffe mit möglichem tödlichen Ausgang“, verboten von den Nazis,//Siehe der ehrenwetre Jude Lassale od nach DuellLassalles Totenmaske
    Lassalle verliebte sich bei einem Kuraufenthalt in eine junge Frau namens Helene von Dönniges. Er wollte sie heiraten, aber ihre Eltern waren dagegen. Um ihren Vater, den bayerischen Diplomaten Wilhelm von Dönniges, mit Erfolg wegen Sequestrierung seiner Tochter verklagen zu können, versuchte er am 16. oder 17. August 1864, den bayerischen König Ludwig II. auf seine Seite zu bekommen. Das sollte durch Vermittlung eines Freundes geschehen, des Dirigenten Hans von Bülow, der seinerseits auf Richard Wagner einwirken sollte. Das Ansinnen ging Wagner jedoch zu weit.[5]Daraufhin entschloss sich Lassalle zur Weiterreise in die Schweiz und zum Duell mit Wilhelm von Dönniges: Als Mitglied der Breslauer Burschenschaft forderte Lassalle Satisfaktion von Helenes Vater, einem Mitglied des Corps Rhenania Bonn. Der 50-jährige Vater beauftragte den von ihm gewünschten Verlobten, den rumänischen Bojaren Janko von Racowitza (Iancu Racoviţă), ein Mitglied des Corps Neoborussia-Berlin, das Duell zu übernehmen.Das Duell fand am Morgen des 28. August 1864 in der Genfer Vorstadt Carouge statt. Erster Sekundant von Lassalle war Wilhelm Rüstow. Johann Philipp Becker hatte zuvor Lassalles Bitte, als Sekundant zu fungieren abgelehnt und inständig appelliert, vom Duell abzusehen. Lassalle wählte daraufhin den Grafen Bethlen neben Rüstow zu seinem zweiten Sekundanten. Um 7:30 Uhr standen sich die Gegner mit Pistolen gegenüber. Racowitza, der im Gegensatz zu seinem Kontrahenten am Vortag längere Schießübungen absolviert hatte, feuerte als Erster und traf Lassalle in den Unterleib. Der anwesende Arzt Dr. Seiller konnte die Wunden nur notdürftig versorgen. Drei Tage später, am 31. August 1864, starb Ferdinand Lassalle im Alter von 39 Jahren in Carouge.Wenige Wochen vor seinem Tod hatte Lassalle bereits Bilanz gezogen:„Ich habe die Inventur meines Lebens gemacht. Es war groß, brav, wacker, tapfer und glänzend genug. Eine künftige Zeit wird mir gerecht zu werden wissen.“Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Lassalle Antworten
  7. Jeronimosagt: @Waffenstudent
    Was jetzt das Duell von Lassalle mit der deutschen Situation zu tun hat kann ich grad nicht erkennen.
    Der Lassalle scheint aber ein kleiner Hitzkopf gewesen zu sein.
    Erinnert mich an Selensky Antworten
  8. ich weis nixsagt: hier habt ja voll den durchblick. es gibt kein 2. oder 3. weltkrieg, weil der erste noch läuft. der kaiser hat den ersten nicht beendet weil er weg geputscht wurde, weil er den vorgelegten quatsch nicht unterschrieben hätte. seit dem läuft auf deutschem boden besatzung. weimarer republik ist besatzer. 3. reich ist besatzer. brd und ddr …besatzer. der jetzige unsinn…besatzer oder gar okkupant. sind alles von außen gesteuerte personen. die deutschsprachige bevölkerung ist seit dem als geisel genommen. wird mit kriegswaffen bearbeitet und zwangshypnotisiert. so ist es zum sogenannten 2. wk gekommen. sagt euch volksempfänger noch was, wo sich die leute in massen um ein radio versammelt haben oder mußten. jeder weis heutzutage das handys kriegswaffen sind. außer ihr natürlich.gibt auch nen beitrag auf tube dazu….
    Doku- Psychotronische Bearbeitung der Seele! Mind Control- Prof. Igor Smirnov 1998alles was seit putsch des kaisers hier läuft ist illegal und fern des völkerrechts. Antworten

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Warum Russland militärisch derzeit Schwierigkeiten hat

Dienstag, 4. Oktober 2022

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Fundierte Medienkritik – Thomas Röper

Dritter Weltkrieg

Warum Russland militärisch derzeit Schwierigkeiten hat

Wenn man sich den Umfang der westlichen Unterstützung für die Ukraine anschaut, dann wird klar, warum Russland sich im Krieg mit dem gesamten Westen sieht und warum sich Russland derzeit militärisch so schwer tut.

von

4. Oktober 2022 05:00 Uhr

Dass Russland in der Ukraine derzeit militärisch einige Probleme hat, ist offensichtlich. Dafür gibt es zwei Gründe. Der erste ist, auch wenn das vor dem Hintergrund der westlichen Propaganda unglaublich klingt, die Einstufung als Militäroperation. Das bedeutet nämlich, dass die russische Armee quasi mit gefesselten Händen unterwegs ist, denn sie hat sich selbst Beschränkungen auferlegt. Die oberste Regel der Militäroperation ist, dass Leben von Zivilisten geschützt werden müssen, wofür ich im Donbass viele Beispiele sowohl von Zivilisten als auch von russischen Soldaten gehört habe.

Das schränkt allerdings auch die militärischen Möglichkeiten ein, denn der Begriff der Militäroperation bedeutet auch, dass die russische Armee sich selbst Begrenzungen beim Einsatz bestimmter Waffen auferlegt hat. Russland hat längst noch nicht alle Arten konventioneller Waffen eingesetzt, die es hat.

Der zweite Grund für Russlands militärische Schwierigkeiten liegt zweifellos in den westlichen Waffenlieferungen. Der Westen liefert unglaublich viele Waffen, das schauen wir uns gleich an. Wenn man diese massiven Lieferungen sieht, dann verwundert es allerdings, dass Russland nur so „geringe“ militärische Schwierigkeiten hat.

Der Umfang der westlichen Waffenlieferungen

Das Pentagon hat eine Liste mit den bisher an die Ukraine gelieferten Waffen veröffentlicht. Darin erfährt man, dass allein die USA der Ukraine bereits Waffen und Ausrüstungen im Wert von fast 17 Milliarden US-Dollar geliefert haben. Darunter sind 1.400 Stinger-Flugabwehrsysteme, über 8.500 Javelin-Panzerabwehrwaffen und 32.000 andere panzerbrechende Waffen, rund 988.000 Haubitzengranaten, 60 Millionen Schuss Kleinwaffenmunition, über 150 Artilleriegeschütze, 20 Mi-17-Hubschrauber, 200 gepanzerte Mannschaftstransporter M113, Hunderte von Humvee-Fahrzeuge, 16 HIMARS-Mehrfachraketenwerfer, zehntausende Mörser, Raketen und Granaten und noch vieles mehr. Und das ist nur ein Ausschnitt der Waffenlieferungen der USA, hinzu kommen noch massenhaft Waffen aus anderen NATO-Staaten.

Dass die russische Armee, die noch dazu durch die Selbstbeschränkungen der Militäroperation eingeschränkt ist, angesichts dieser massiven Waffenlieferungen derzeit militärische Schwierigkeiten hat, kann nicht überraschen. Vielmehr überrascht, dass die Ukraine mit ihren vielen hunderttausend zwangsmobilisierten (wenn auch meist schlecht ausgebildeten) Soldaten und diesem unglaublichen, aus dem Westen gelieferten Waffenarsenal nicht mehr Erfolge erzielt. Die ukrainische Armee hat das gesamte Waffenarsenal der NATO-Staaten zur Verfügung, ist den von Russland eingesetzten Streitkräften an Mannstärke um ein Vielfaches überlegen und bekommt die volle Unterstützung der amerikanischen, britischen und deutschen Geheimdienste.

Übrigens sind auch immer mehr westliche Söldner auf ukrainischer Seite an der Front, die teilweise bis zu 2.000 Dollar pro Tag bezahlt bekommen. Dabei dürfte es sich zum Einen um Söldner privater Militärfirmen wie Academi (früher Blackwater) handeln, aber es dürften auch NATO-Soldaten darunter sein, die offiziell aus dem Dienst ausgeschieden sind, um eine formale Konfrontation zwischen der NATO und Russland zu vermeiden.

Die russische Armee hält sich gegen diese Übermacht erstaunlich gut und hat wahrscheinlich einen sehr großen Teil der vom Westen gelieferten Waffen bereits zerstört. Trotzdem ist natürlich noch genug übrig, um den Russen – wie wir gerade erleben – Schwierigkeiten zu bereiten. Auch die gut ausgebildeten westlichen Söldner sind ein schwerer Gegner als die ziemlich zerschundene ukrainische Armee aus notdürftig ausgebildeten Zwangsrekrutierten.

Die Perspektiven

Allerdings stößt der Westen bei den Waffenlieferungen zusehends an seine Grenzen. Inzwischen sind die Arsenale der westlichen Staaten ziemlich leergeräumt und viele Waffen, die der Westen der Ukraine aktuell zusichert, können nicht mehr aus bestehenden Beständen geliefert werden, sondern müssen bei der Rüstungsindustrie bestellt werden. Sie werden derzeit auf dem Papier versprochen, können aber erst in einigen Jahren geliefert werden.

Russland hat seine Teilmobilmachung ausgerufen, um sich dem entgegenzustellen. Wenn die Russen weiterhin so viele vom Westen gelieferte Waffen zerstören, die russische Teilmobilmachung Wirkung zeigt und vielleicht noch der Status der Militäroperation zum Beispiel zu einer Anti-Terroroperation geändert wird, wie in Russland gemunkelt wird, dann dürfte sich das Blatt wieder wenden.

Das ist zwar spekulativ, aber die – zugegeben sehr effektiven – westlichen Waffen, wie zum Beispiel die HIMARS, machen den Russen durchaus einiges Kopfzerbrechen. Aber es werden immer mehr HIMARS und andere Systeme zerstört und permanenter Nachschub aus dem Westen ist in nennenswerten Mengen offensichtlich kurzfristig nicht mehr zu erwarten.

Daher werden die nächsten Wochen sehr interessant, denn dann werden wir sehen, ob sich das Blatt wieder zu Gunsten der russischen Armee wendet.

Die EU wird Kriegspartei

Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat schon am 16. März ein 12-seitiges Gutachten herausgegeben, in dem er der Frage nachgegangen ist, ab wann ein Staat Kriegspartei im russisch-ukrainischen Konflikt ist. Ich habe über das Gutachten ausführlich berichtet, meinen Artikel finden Sie hier.

Im Kern stellte das Gutachten zwei Themenfelder fest, bei denen Deutschland (oder ein anderes Land) aus völkerrechtlicher Sicht zu einer Kriegspartei gegen Russland werden kann, das waren erstens die Übermittlung von operativen Geheimdienstinformationen und zweitens die Ausbildung von ukrainischen Soldaten in anderen Ländern. Dazu steht in dem Gutachten:

„Erst wenn neben der Belieferung mit Waffen auch die Einweisung der Konfliktpartei bzw. Ausbildung an solchen Waffen in Rede stünde, würde man den gesicherten Bereich der Nichtkriegsführung verlassen.“

Wenn also ein Land ukrainische Soldaten bei sich ausbildet, macht es das entsprechende Land laut Völkerrecht zu einer Kriegspartei. Das tut zum Beispiel Deutschland, das tun aber auch andere NATO-Staaten.

Die EU, die uns allen als wirtschaftliches und politisches Projekt zur Friedenssicherung und zur europäischen Einigung präsentiert wird, ist inzwischen auch zu einer militärischen Vereinigung geworden, denn nun wurde gemeldet, dass die EU selbst bis zu 15.000 ukrainische Soldaten ausbilden will.

Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass Russland sich längst im Krieg mit dem gesamten Westen sieht, auch wenn es keine Kampfhandlungen zwischen russischen Soldaten und Streitkräften der NATO gibt. Man wird abwarten, wann und wie Russland darauf reagieren wird. Die nächsten Wochen dürften interessant werden.


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

8 Antworten

  1. Nurisagt: Wie kann „der Westen“ Kriegspartei sein, wenn es noch nicht mal einen Krieg gibt? Zum Antworten anmelden
    1. herasagt: Ist das Anklicken eines Links sowie Lesen eigentlich wirklich so schwierig?? Zum Antworten anmelden
  2. Lumpenhundsagt: Die Ukraine-Nazis verticken ja einen Grossteil der gelieferten Waffen auf dem Schwarzmarkt. Ohne diese Geldgier wäre ihre militärische Lage wahrscheinlich noch besser, und das ist doch ein tröstlicher Gedanke? Zum Antworten anmelden
  3. Aladin mit der Lampesagt: Dazu kommt aber auch das die Ukraine Nato Aufklärungsdaten in Echtzeit bekommt, Das heißt die Awaks Aufklärungsflugzeuge fliegen auf der EU Seite der Grenze entlang und können sehr weit bis nach Russland hineinschauen, die Systeme sind sehr gut und die Russen können nichts dagegen tun ohne einen Artikel 5 Nato Vertrag Zwischenfall zu provozieren. Dazu das fahren mit angezogener Handbremse. Es wundert mich das die Russen sich so gut halten können. Zum Antworten anmelden
    1. Venonissagt: AWACS wird vor allem im Bereich Luftraumüberwachung verwendet. Der Großteil der Information über die Bodentruppen liefern die Satelliten. Zum Antworten anmelden
    2. oTTosagt: @Aladin mit der Lampe:
      „…und die Russen können nichts dagegen tun ohne einen Artikel 5 Nato Vertrag Zwischenfall zu provozieren.“Echt?
      Seit wann ist die Ukraine NATO-Mitglied? Zum Antworten anmelden
  4. Venonissagt: Es gibt viele Gründe dafür:1) Russland hat zu wenig Personal und Soldaten eingesetzt. Ukraine ist zahlenmäßig überlegen, in manchen Gebieten 9 zu 1
    2) Die Einstufung als Spezialoperation, die nicht so ernst genommen wird.
    3) Die Infrastruktur der Ukraine wird nicht berührt (Strom, Wasser, Internet, TV, Brücken, Mobilfunk, Straßen, Flughäfen, Ministerien usw).
    4) Russland kämpft mit wenigen Kräften gegen die ganze NATO
    5) NATO versorgt die Ukraine mit technischen Mitteln und notwendigen Informationen über die russischen Truppen. NATO ist de facto eine Kriegspartei.
    6) Die Mobilmachung war von Anfang an notwendigDie Situation kann sich zugunsten von Russen sehr schnell ändern, nachdem sie die Satelliten von NATO abschießen. Russland verfügt über moderne Raketen, die diese Aufgabe problemlos erledigen können. Zum Antworten anmelden
    1. oTTosagt: „…nachdem sie die Satelliten von NATO abschießen.“ach du lieber Himmel…zu viel Star Wars geschaut? Zum Antworten anmelden

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