Kopp Report

Kopp Report
https://kopp-report.de/

+++ Stefan Aust im Interview: Von Angela Merkel wird der Aufstieg der AfD bleiben +++
+++ UN-Migrationspakt: Nach »Nun sind sie halt mal alle da« folgt »Das ist nun mal so« +++
+++ Prof. Dr. jur. Karl Albrecht Schachtschneider: Nachruf auf Jost Bauch +++

+++ Bundestag gegen Bots: Keine Debatte mit Robotern +++

+++ Anbiederungspreis: Die Rede des Jahres von Cem Özdemir +++

+++ Kind eines AfD-Politikers abgelehnt: Linksgrüne Sippenhaft an der Waldorfschule +++

+++ Wie Bertelsmann für das Weltwirtschaftsforum die Willkommenskultur in Deutschland etablieren half +++

+++ Michael Klonovsky über Marrakesch und Anderes +++

+++ Streit um AfD-Politikerkind: Eine Waldorfschule braucht Nachhilfe in Demokratie +++

+++ Gauland spricht über Ende von Freundschaften seit er AfD-Chef ist +++

+++ Schmunzler am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen – Elmar Brok: Die Pfeife des Jahres! +++

+++ Wer hätte das gedacht: AKK bei den Linken und Grünen sehr beliebt +++

+++ Schlangengrube CDU: Lammert ruft Merz-Anhänger zur Ruhe auf +++

+++ München: Gelbwesten-Protest in Deutschland – Aufruf der »Aufstehen«-Bewegung +++

+++ Rechnungen nicht bezahlt? Wagenknechts »Aufstehen«-Seite nicht mehr erreichbar +++

+++ Fraktionschef Brinkhaus will, dass die CDU sich offener für Migranten zeigt +++

+++ Klimagipfel in Kattowitz: 15-jähriges Mädchen ermahnt in Rede die Politiker +++

+++ Cohn-Bendit: »Gelbwesten« haben Rechtsextreme gestärkt +++

+++ BBC-Reporterin gibt zu: Sender sucht aktiv »russische Spur« bei Gelbwesten-Protesten +++

+++ Türkische Luftwaffe greift wieder kurdische Ziele im Nordirak an +++

+++ Anklage Putschversuch: Trump sagt Auslieferung Gülens zu +++

+++ Notenbanken decken sich jetzt schon ein: Warum Gold 2019 sein Comeback feiern wird +++

+++ Tausende demonstrierten in Rom für die Rechte von Migranten – in gelben Warnwesten +++

+++ Belgier protestieren gegen Migrationspakt – Demo in Brüssel +++

+++ George Pell: Kardinal missbrauchte Kinder – und niemand soll es erfahren +++

+++ »Sehr französische Variante einer stillen völkischen Revolution« – FAZ fuchtelt: »Aufstand in Frankreich: Die gelbe Gefahr« +++

+++ PKK stellt Erdogan »gewaltsame« Antwort in Aussicht +++

+++ Migrationspolitik auf Dänisch: »Es ist egal, ob wir Konventionen verletzen« +++

+++ Muslime kaufen Kirche: Bürgermeister macht sich über Rechte lustig +++

+++ Euro-Unterstützung stößt an Grenzen+++

+++ Das Versagen der sogenannten Elite +++

+++ Messer-Attacken in Nürnberg: Tatverdächtiger wurde als Jugendlicher wegen Vergewaltigung verurteilt +++

+++ Müller widerspricht Berlin-Kritikern: »Wir sind nicht die Kriminalitäts- und Drogenhauptstadt« +++

+++ Widerstand in Leipzig schickt Gruß an Angela via Merkel-Pöller +++

+++ Jugendliche laden Handys an Wohnhäusern auf – Polizei ermittelt +++

+++ Insolvenzverwalter: Deutsche Unternehmen vor Pleitewelle +++

+++ Migration im Urteil der Geschichte +++

+++ Mischung aus Psychopath und Tscheka-Offizier: Neuer Totalitarismus – Mein Künstler, dein Spitzel +++

+++ Nürnberg: Tatverdächtiger »Messer-Mann« angeblich »Berliner« und klaute am Tattag +++

+++ Muss Rundfunkbeitrag erhöht werden? Millionen-Löcher in ARD-Pensionskasse +++

+++ »Kinderehe«, oder: Die Unweisheit der Mächtigen +++

+++ Bundesländer wollen Leistungskürzung für Doppelasylbewerber +++

+++ 166.000 Asylbewerber: Obergrenze wird nicht erreicht +++

+++ Journalist der Jungen Freiheit wollte in Venezuela Korruption aufdecken – Jetzt sitzt er wegen »Spionage« und »Rebellion« im Gefängnis +++

+++ Forscher beweisen: Alzheimer ist ansteckend +++

+++ Richter verdienen mit Nebenjobs ein zweites volles Gehalt +++

BeiträgeNewsletterArchivKontaktImpressumKopp VerlagDatenschutzerklärung

Der drohende Ökokollaps und grüne Kapitalextremisten

Laden Sie die Anwendung RT News

vkontaktefacebookyoutubetwittergoogleinstagramrss

ENG
العربية
ESP
РУС
FR

RTDeutsch

Der meistgefürchtete Newsletter der Republik: Jetzt

Aktuell
Analysen
Reportagen
Interviews
Videos
Sendungen
Meinung
360

Meinung
Der drohende Ökokollaps und grüne Kapitalextremisten
https://deutsch.rt.com/international/81078-drohende-okokollaps-und-grune-kapitalextremisten/
15.12.2018 • 07:15 Uhr
https://de.rt.com/1qk6
Der drohende Ökokollaps und grüne Kapitalextremisten
Quelle: http://www.globallookpress.com
Protest zum sogenannten Erdüberlastungstag (01. August 2018) für eine Kehrtwende in der Lebens- und Wirtschaftsweise. Vor dem Brandenburger Tor demonstrierten Menschen unter dem Motto: „Ausgepresst! Was bleibt für die Zukunft?“
Das exponentiell wachsende Wirtschaftssystem führt direkt in die ökologische Katastrophe. Die Anzeichen dafür mehren sich. Superreiche planen bereits ihr Abtauchen. Es droht die totale Barbarei. Und mittendrin tischen Ökonomen ein neues Märchen auf: Die Lüge vom grünen Kapitalismus.

von Susan Bonath

Diesen Sommer zog eine Dürrewelle über weite Teile des nördlichen Globus. Mancherorts fielen komplette Ernten aus. In vielen südlichen Gebieten stieg das Thermometer zeitweise auf bis zu 50 Grad Celsius oder darüber hinaus. Das Ausmaß des Baumsterbens wird man erst im kommenden Jahr erfassen können. Noch wissen die stärksten imperialistischen Staaten ihre Lebensmittelregale zu füllen. Darum lässt die Naturkatastrophe viele Mitteleuropäer und US-Amerikaner zunächst nur leise erahnen, was im globalen Süden längst Alltag ist und zu Verelendung wachsender Massen, bewaffneten Konflikten, Flucht und Migration führt.

Mehr zum Thema – Negativpreis auf der Klimakonferenz: Deutschland „Fossil des Tages“

Es geht um bedrohliche Szenarien: Abwechselnde Dürren und Starkregen vernichten die Ernten. Wüsten breiten sich aus. Es wachsen nicht nur die Sahara in Afrika oder die Wüste Gobi in Asien, sondern auch die Wüste von Tabernas im südspanischen Almeria, dem Gemüsegarten Europas, und die Halbwüste Bardena Reales im Norden des Landes. Ein Fünftel der früheren Ackerflächen in Spanien ist inzwischen verödet. Betroffen von dieser Entwicklung sind auch Portugal, Griechenland wie auch Teile Italiens und Frankreichs.
Brennender Weinberg in Thousand Oaks am vergangenen Freitag
Mehr lesen:Waldbrand in Kalifornien: Freisetzung „hoch gefährlicher“ radioaktiver Partikel auf Atomtestgelände

Endlose Profitmaximierung auf Kosten der Erde

Der Grund für die Entwicklung ist bekannt: Wegen der Konkurrenz zwischen Kapitaleignern unterliegt die globale kapitalistische Wirtschaftsordnung einem in sich selbst verankerten Wachstumszwang. Bei Strafe seines Untergangs muss jeder Player möglichst viel Mehrwert aus der Arbeitskraft seiner Beschäftigten abschöpfen und immer neu und noch profitabler investieren, um im Konkurrenzkampf zu bestehen.

Profitmaximierung ist in diesem System der einzige Selbstzweck jeglicher Produktion. Das beschleunigt nicht nur die Monopolbildung exponentiell, sondern zugleich den Verbrauch an natürlichen Ressourcen. Damit einher geht die exponentielle Zerstörung der Umwelt. Das führt zunehmend zu Verteilungskämpfen, die sich in nationalen, religiösen oder ethnischen Konflikten und imperialistischen Kriegen äußern. Menschen müssen ihre Heimat verlassen. Mehr als jeder zehnte Erdbewohner leidet unter extremem Hunger. Derweil wird eine immer gigantischere Menge an Überproduktion vernichtet, um einen Preisabfall zu vermeiden.

Wissenschaftler warnen, Superreiche rüsten sich für den Crash

Nun mag mancher hinter jedem der Wissenschaftler, die kürzlich auf der UN-Klimakonferenz – nicht zum ersten mal – vor einem Kollaps des planetaren Ökosystems mit dramatischen Folgen für die ärmere Mehrheit der Weltbevölkerung in den kommenden Jahrzehnten warnten, einen gekauften Agenten vermuten. Man braucht allerdings keine speziellen wissenschaftlichen Kenntnisse, um sich zumindest über eines im Klaren zu sein: Eine zu exponentiellem Wachstum verdammte Wirtschaft mit Profitmaximierung als einzigen Zweck muss auf einem begrenzten Planeten zu selbstmörderischem Raubbau mit dramatischen, irgendwann irreparablen ökologischen Folgen führen – und eines Tages an ihre Grenzen stoßen.

Mehr zum Thema – 80 Plastiktüten im Bauch – Wal verendet in Thailand

Das wissen die Reichen sehr wohl. Laut dem Mitgründer des Karriere-Netzwerks LinkedIn, Reid Hoffman, bereitet sich die Hälfte aller IT-Milliardäre im Silicon Valley konkret auf eine Zeit nach dem Ende der Zivilisation vor. Der Spiegel berichtete Anfang 2017 mit Blick auf eine Reportage im US-Magazin New Yorker darüber. Der Journalist Tomas Konicz schrieb in diesem Jahr auf heise.de über einen hoch dotierten Vortrag des Sozialwissenschaftlers und Medientheoretikers Douglas Mark Rushkoff. Darin sollte er Superreichen unter anderem erklären, welche Erdregionen am wenigsten vom Klimawandel tangiert würden oder wie man Nahrungsmittel möglichst lange und sicher vor dem Zugriff Fremder aufbewahren könne. Zu Luxus-Appartments umgebaute Bunker haben Hochkonkjunktur in diesen Kreisen.

Kapitalismus-Verfechter verklären die Ursache zur Lösung

Dieser Wahnsinn zeigt: Auch zahlreiche Profiteure bekommen inzwischen Panik. Schlimmer noch: Offensichtlich sind sie selbst unfähig, die monströse, gesichtslose Kapitalmaschine des „allmächtigen Marktes“ anzuhalten. Sie haben keinen Plan für den Ausstieg und kalkulieren den Crash ein.
Ein Aktivist von Amnesty International hält ein Bild der europäischen Flagge hoch, das aus Trauerkreuzen besteht anstelle der gewöhnlichen goldenen Sterne.
Mehr lesen:Neoliberale Ordnung steht für endlose Kriege und ist die Ursache für Untergang der EU

Um so abstruser klingt das Märchen, das uns die Vertreter der Vulgärökonomie auftischen wollen. Es ist die Fabel vom „grünen Kapitalismus“. Ein aktuelles Beispiel für diese Irrsinnstheorie lieferte vor einigen Tagen das Kampfblatt der Grünen, die tageszeitung (taz) unter der Überschrift „Nur der Kapitalismus kann die Erde retten – Klimaschutz braucht Kohle“.

Mehr zum Thema – Herzzerreißende Szene: 145 Grindwale auf neuseeländischer Insel gestrandet

Als „Zeit der Sünde und der Erlösung“ bezeichnet der taz-Wirtschaftsredakteur Ingo Arzt in diesem Artikel die alljährliche Klimakonferenz. Nüchtern hätten Wissenschaftler vorgerechnet, wie grausam die nahe Zukunft selbst dann aussehen werde, wenn die Staaten der Welt in Sachen Klimaschutz einhalten würden, was sie versprochen haben. Der Planet werde sich im Mittel um 3,2 Grad Celsius aufheizen.

Die meisten Tier- und Pflanzenarten werden dann ausgerottet sein, Fischernetze leer bleiben, fruchtbare Böden veröden, Gesellschaften zusammenbrechen“, führt er aus.

Dann schwenkt er plötzlich um in die Welt der Mythen. Es sei alles lösbar, meint er, und zwar mit CO2-Steuern, erneuerbaren Energien, Biolandwirtschaft, Verzicht auf Fleisch und Konsum. Nicht-materielle Daten würden zum „Öl der Zukunft“. Daten etwa darüber, wer wann wieviel Energie verbraucht, um Solarzellen und Windräder möglichst effektiv zu nutzen und teures Speichern weitgehend zu meiden. Mehr noch: Nur dank des permanenten Konkurrenzkampfes der Kapitalisten untereinander sei es möglich, schnell immer modernere Technologie zu erfinden und zu produzieren, behauptet der Journalist und setzt noch eins drauf: Umwelt- und Klimaschutz müsse „das größte Geschäft des 21. Jahrhunderts werden“.

Mehr zum Thema – RWE räumt Barrikaden im Hambacher Forst

Dabei räumt Ingo Arzt durchaus ein, dass Kapitalismus als „Idee des ewigen Wachstums“ die Ökokrise selbst produziert habe. Und dass der Kollaps Gesellschaften ins Chaos stürzen werde, die dann – wie man es aktuell bereits in den zerfallenden ehemaligen Kolonien in der Peripherie erleben kann – zum Konflikt statt zur Kooperation neigten. Um anschließend seine Illusion vom „grünen Kapitalismus“ zu begründen: Es gebe nun einmal keinen Resetknopf, um die Kapitalmaschine einfach anzuhalten.

Systemische Grundwidersprüche

Um das einmal aufzudröseln: Natürlich gebiert der wankende Spätkapitalismus im digitalen Zeitalter eine ebenso exponentiell wachsende Menge an Daten, wie materielle Güter und Arbeitskraft verkaufende Menschen. Und tatsächlich brachte das System eine ungeheure Innovation durch den Konkurrenzkampf hervor. Nur scheitert die These des Autors gleich an mehreren Widersprüchen.
Mehr lesen:Neues aus den Unterklassen: Wie der Lohnarbeitsmarkt erodiert und Statistiken manipuliert werden

Erstens hört der Kapitalismus nicht einfach damit auf, seinen einzigen irrationalen Selbstzweck, die Profitmaximierung, zu verfolgen. Darauf basiert er ja gerade. Dieser Mechanismus unterwirft alles und jeden. Aktuell erleben wir, wie diesem Wahn trotz noch so fortschrittlicher Technologien und eines längst möglichen Verzichts die letzten Ressourcen zum Opfer fallen. Es wird zu Profit gemacht, was irgend geht. Die Braunkohle ist nur ein Beispiel dafür. Kein Kapitalist wird auf Sonne, Wind oder Wasser umsteigen, wenn er mit vorhandenen Mitteln und ohne zusätzliche Kosten das schwarze Gold noch aus der Erde holen und profitabel vermarkten kann. Etwas anderes lässt die Konkurrenz nicht zu.

Mehr zum Thema – WHO: Mehr als 90 Prozent der Kinder atmen verpestete Luft ein

Zweitens kann der Kapitalismus aus sich heraus den Zwang zum steten Wirtschaftswachstum gar nicht stoppen. Auch umweltfreundliche Technik muss dabei aus Rohstoffen produziert werden. Der exponentielle Ressourcen-Verbrauch inklusive wachsender Müllmengen ginge also weiter.

Drittens hat dieser Zwang zum Wachstum noch einen weiteren Grund: Profit kann nur aus menschlicher Arbeitskraft abgeschöpft werden. Maschinen sind selbst Produkte aus Rohstoffen und Arbeit. Sie geben ihren Kaufwert in Produkte ab und machen die Waren billiger. Schafft sich ein Produzent neueste hochmoderne Technik an, erzielt er zwar zunächst höhere Einzelprofite. Sobald allerdings die anderen Unternehmer nachziehen, erfolgt der Preiskampf. Sinken die Preise, muss mehr produziert und mehr abgesetzt werden. Diese Spirale wohnt dem System inne. Ausbeutbar ist einzig die menschliche (Mehr-)Arbeit.

An der Grenze von Wachstum und Innovation

Mit seiner eigenen innovativen Kraft hebelt der Kapitalismus somit selbst seine einzige Profitquelle, die Arbeit, aus. Die Folge: Stetes Wachstum kann aufgrund natürlicher Beschränkungen den technologischen Fortschritt nicht kompensieren. Freigesetzte Arbeitskraft erzeugt zugleich sinkende Kaufkraft. Der so verursachte kontinuierliche Fall der Gesamt-Profitrate ist durch wachsende kriminelle Energie in der Wirtschaft nicht aufzuhalten. Auch für Dienstleister, wie Banken, fällt dadurch immer weniger ab. Nicht ohne Grund sinken die Leitzinsen fast aller Zentralbanken seit Jahren. Die EZB hält ihren Kurs seit 2016 auf Null. Sie verringert die Kosten für Geldkapital, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Doch mit schwindenden Anlagemöglichkeiten wird das immer unmöglicher. Die Wachstumsgrenze ist da.

Die Auswirkungen davon erleben wir bereits: Kapital und Staat schröpfen die arbeitende Bevölkerung immer stärker. Trotzdem jammert die Politik über leere Kassen, schiebt es angeblich faulen Hartz-IV-Beziehern oder Flüchtlingen in die Schuhe. Alle industriellen Zentren schrumpfen aktuell die Sozialausgaben, während eine kleine Kaste immer reicher wird. Margaret Thatcher und ihre neoliberalen Nachfolger lassen grüßen.

Viertens produziert der Kapitalismus durch das Aushebeln der Profitquelle Arbeitskraft eine wachsende Masse überflüssigen Humankapitals, wie Arbeitskraftverkäufer im wirtschaftlichen Jargon ungeniert genannt werden. Es sind die davon betroffenen vielen Millionen Menschen, die dieser Tage vor Perspektivlosigkeit fliehen, auf der Suche nach Arbeit durch die Europäische Union pilgern oder vor Verzweiflung in seeuntüchtige Boote steigen. Ihre Zahl wird wachsen, Unruhen sind vorprogrammiert. Mehr noch: Durch die schwindende Kaufkraft einer wachsenden Masse wird auch Anlagekapital zunehmend überflüssig. Absatzmärkte schwinden, Innovationen lohnen sich nicht mehr.

Die Kapitalmaschine lässt Appelle zum Umsteuern verpuffen

Weil der Kapitalismus so funktioniert, wie er funktioniert, verhallen seit Jahrzehnten alle Appelle und politischen Initiativen zum Umsteuern. Alle Warnungen von Wissenschaftlern und besorgten Klimaforschern verpuffen an der Realität. Nichts fürchten die Kapitalismus-Verfechter so sehr, wie den Tag, an dem die Massen sich dieser Realität bewusst werden.

So fährt man regelmäßig ein Arsenal an Vulgärökonomen auf, um das Volk zu beruhigen. Mit viel pseudo-intellektuellem Geschwätz rufen sie, in stiller Hoffnung auf weitere Wachstumsschübe, etwa nach weiterer Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Angesichts des Entwicklungsstandes der Produktivkräfte ist das völlig irrational, entspricht aber der Logik des Systems. Derweil baut die Wirtschaft riesige Niedriglohnsektoren auf. Die Politik als deren Gehilfe zwingt freigesetzte Lohnabhängige mittels Hartz-IV-Sanktionen in selbige. Kurzum: Die besitzende Klasse treibt die Ausbeutung von Mensch und Natur mit Gewalt auf die Spitze.
Wer glaubt, dass die SPD Hartz IV abschaffen will, sollte genau hingucken.
Mehr lesen:Neues aus den Unterklassen: Das „soziale“ Niedriglohnprogramm der SPD

Bereits jetzt dürfte klar sein: Selbst das anvisierte Klimaziel, die Erde bis zum Jahr 2040 – also in 22 Jahren – nicht mehr als 1,5 Grad Celsius im Mittel zu erwärmen, ist unter diesen Bedingungen zum Scheitern verurteilt. Dabei würde schon dieses vergleichsweise optimistische Szenario grausame Folgen nach sich ziehen: extreme Dürre, Überschwemmungen, mehr Hungerkatastrophen, Fischsterben und vieles mehr.

Einig sind sich die meisten Wissenschaftler außerdem darin: Klimawandel findet nicht graduell über Jahrhunderte statt. Vielmehr führen langfristige Veränderungen im System, wie die historisch hohe CO2-Konzentration durch die kapitalistische Verbrennungsmaschine, zu sprunghaften Wechseln. Weite Teile des Planeten drohen binnen Dekaden unbewohnbar zu werden.

Widerstand entlang der globalen Verwertungsketten

Umweltkatastrophen und ein kippendes Klima scheren sich nicht um nationale Grenzen. Der Kampf gegen die mörderischen Aussichten kann nur noch auf internationaler Ebene ergriffen werden. Widerstand muss entlang der Rohstoff- und Produktionsketten global organisiert werden. Gemeint sind Streiks und Besetzungen wichtiger Konzerne und Rohstofflagerstätten.

Dazu ist ein radikaler Ausbruch aus dem kapitalistischen Gedankengefängnis unumgänglich. Die imperiale Lebensweise muss letztlich auch ins Bewusstsein der globalen Mittelklasse dringen. Dabei geht es nicht um Verzicht. Der kapitalistische Ressourcenhunger dient ja gerade nicht der Bedürfnisbefriedigung. Das Kapital produziert schon jetzt zunehmend für die Müllhalde. Die geplante Obsoleszenz ist nur ein Beispiel dafür.

Bewegungen können dem drohenden Ökokollaps nur noch unabhängig von nationalen Grenzen entgegenwirken. Bei allen Kleinzielen: Auf dem Schirm müssen sie die Befreiung vom Zwang zur Kapitalverwertung haben. Das ist kein Linksradikalismus, sondern das vernünftige, gemäßigte Minimum, um den Absturz in die absolute globale Barbarei zu verhindern. Fortschritt ist nur noch jenseits des Kapitals zu realisieren.

RT Deutsch bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.
Tags: Gesundheit, Kapitalismus, Wirtschaft, Ökologie
Beliebt in der Community
Top ArtikelTop Videos
1
Pressekonferenz: Messer-Angreifer von Nürnberg war polizeibekannter Strafttäter
2
Aufatmen nach Messerangriffen in Nürnberg – Polizei nimmt Tatverdächtigen fest
3
Warum gibt es in Russland eigentlich keine Gay Prides?
4
Deutsches Projekt „Ukraine“: Störenfried oder Erfolgsmodell?
5
Russischer Menschenrechtsrat: Die Rechte der Russen werden im Ausland immer öfter verletzt
Datenschutzerklärung
Lesen Sie auch auf unserer Webseite

China: Wirtschaftliche und friedliche Globalisierung – Teil 1
Dutzende Verletzte bei Explosion in Restaurant in Japan
Rotes Gold: Afghanischer boomender Safran könnte Alternative zum Handel mit Schlafmohn werden
Türkische Luftwaffe greift wieder kurdische Ziele im Nordirak an
15.000 Liter Milch frieren auf Straße fest

vkontakte
facebook
twitter

ENG
العربية
ESP
РУС
FR

vkontaktefacebookyoutubetwittergoogleinstagramrss

Ausland
Inland
Wirtschaft
Gesellschaft

Analysen
Reportagen
Interviews
Videos
Sendungen
Meinung

ИНОТВ
RTД
RUPTLY

Impressum
Datenschutzerklärung
Nutzungsbedingungen
Über uns
Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion

RT
RT Deutsch
© 2005 – 2018
Eine Person tippt

Warum Russland nirgendwo einmarschieren wird

Skip to content
PRAVDA TV – Lebe die Rebellion

Warum Russland nirgendwo einmarschieren wird
https://www.pravda-tv.com/2018/12/warum-russland-nirgendwo-einmarschieren-wird/
16. Dezember 2018 aikos2309
Teile die Wahrheit

30
1
1

Dieses Buch rettet Ihre Familie: Deutschland ist dem Ende geweiht! Retten Sie sich jetzt!

Die anglo-zionistische Propagandamaschine warnt uns ständig davor, dass Russland kurz davor steht, in ein Land einzumarschieren. Die Liste der Kandidaten für eine Invasion ist lang und reicht von Norwegen bis in die Ukraine und umfasst die baltischen Staaten, Polen und sogar Länder weiter westlich. Natürlich wird uns auch gesagt, dass die NATO und die USA hier sind, um das zu verhindern. Nun, da danken wir Gott dafür, richtig?

Aber was in dieser Erzählung auffallend fehlt, ist eine Diskussion über die möglichen russischen Motive für einen solchen Militärschlag. Typischerweise wird uns lediglich gesagt, dass Russland die europäische Nachkriegsordnung und die Grenzen durchbrochen hat, indem es die Krim „annektiert“ und Streitkräfte in den Donbass geschickt hat. Jeder, der den IQ einer Raumtemperatur oder darüber hat, erkennt inzwischen, dass beide Behauptungen total Gaga sind.

Diejenigen, die die internationale Ordnung und die Grenzen nach dem Kalten Krieg tatsächlich gebrochen haben, waren die NATO-Mitgliedstaaten, als sie militärische Gewalt in völliger Illegalität eingesetzt haben, um Jugoslawien zu zerstören.

Was das Volk der Krim betrifft, so hatten sie die Möglichkeit, in einem Referendum über ihre Zukunft abzustimmen, ganz im Gegensatz zu den Bewohnern des Kosovo, die keine solche Möglichkeit hatten. Was den Krieg vom 08.08.08 betrifft, so waren es sogar die Europäer, die schließlich und sehr widerstrebend zustimmten, dass es Saakaschwili war, der diesen Konflikt ausgelöst hat, nicht Russland.

Aber lassen Sie uns all dies beiseite legen und nehmen wir an, dass die russischen Führer nicht zögern würden, erneut militärische Gewalt anzuwenden, wenn es zu ihrem Vorteil wäre. Nehmen wir an, dass die Russen nichts Gutes im Schilde führen und dass sie durchaus versuchen könnten, ein anderes Stück Land irgendwo in Europa abzubeißen.

Eine solche Annahme würde sofort eine entscheidende Frage aufwerfen: Warum sollten die Russen das tun wollen?

Aus irgendeinem Grund wird diese Frage selten, wenn überhaupt, gestellt.

Oh sicher, uns wird gesagt, dass „Putin die Sowjetunion wieder aufbauen will“ oder eine andere Art von Imperium, aber wieder scheint sich niemand zu fragen, warum er das will! (Ziel ist Krieg gegen Russland mit Deutschland als Schlachtfeld (Videos))

wandere aus, solange es noch geht!

Schauen wir uns also die möglichen Gründe für einen solchen Angriff an:

Grund Nummer eins: mehr Land zu gewinnen

Das ist wahrscheinlich der am wenigsten glaubwürdige Grund überhaupt. Russland ist ein riesiges Land (17.098.246 km2) mit einer relativ kleinen Bevölkerung (144.526.636), was zu einer sehr geringen Bevölkerungsdichte führt. Russland ist nicht nur riesig, sondern sein Territorium verfügt auch über immense natürliche Ressourcen. Das allerletzte, was Russland braucht, ist mehr Land.

Zweiter Grund: Erhöhung der russischen Bevölkerung

Nun, ja, Russland hat mit Sicherheit ein Bevölkerungsdefizit. Das bedeutet aber nicht, dass einfach jede Bevölkerungszunahme ein Glücksfall für Russland wäre. Beispielsweise wird Russland nur dann in einer schlechteren Verfassung sein, wenn die Zahl der Menschen, die von Arbeitslosigkeit, Sozialdiensten oder Renten abhängig sind, steigt.

Ebenso würde Russland nicht von einer politisch feindlichen Bevölkerung profitieren. Während Russland also von einer größeren Bevölkerung profitieren könnte, braucht es mehr junge und gut ausgebildete Russen, nicht arbeitslose und mittellose Ukrainer oder Litauer! Der massive Zustrom ukrainischer Flüchtlinge hat übrigens bereits zu einer Zunahme qualifizierter Spezialisten beigetragen, darunter Ärzte und hochqualifizierte Ingenieure der ukrainischen militärisch-industriellen Spezialisten, die, als sie den Zusammenbruch ihrer Büros und Industrien in der Ukraine sahen, nach Russland umzogen, um weiter zu arbeiten. Es besteht keine Notwendigkeit, dass die Russen irgendwo einmarschieren, um diese hochqualifizierten Spezialisten zu bekommen.

Was Ukrainer ohne besondere Qualifikationen betrifft, so sind sie bereits in Russland aufgetaucht, und das Letzte, was Russland braucht, sind mehr von ihnen (sie können Toiletten in Polen oder Großbritannien schrubben gehen). Außerdem gibt es in Russland bereits viele Einwanderer aus anderen Teilen der Welt, und mehr davon zu bekommen, ist kaum eine gute Idee. Während Russland also von qualifizierteren jungen Russen profitieren würde, ist die Invasion in andere Länder nicht der richtige Weg, um sie zu bekommen.

Grund Nummer drei: Geostrategische Gründe

Was ist mit den Ostseehäfen? Was ist mit den ukrainischen Gaspipelines? Die Wahrheit ist, dass in der Sowjetzeit die Ostseehäfen oder die ukrainischen Pipelines wichtige strategische Vermögenswerte waren. Aber seit ihrer Unabhängigkeit haben sich diese Länder nicht nur selbst ruiniert und die Infrastruktur zerstört, die sie von den „sowjetischen Besatzern“ geerbt haben, sondern Russland hat auch erfolgreich die Infrastruktur und die Industrien ersetzt, die es nach 1991 verloren hat.

So hat Russland beispielsweise aktiv eigene Handelshäfen an der Ostsee entwickelt, die inzwischen über die in den baltischen Staaten hinausgewachsen sind (siehe hier eine gute Vergleichstabelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Ports_of_the_Baltic_Se

Was die ukrainischen Pipelines betrifft, so ist es Russland nicht nur gelungen, „Nord-“ und „Süd“-Stream zu bauen, die nicht nur ermöglichen, die Ukraine vollständig zu umgehen, sondern auch die Notwendigkeit, sich mit der verrückten Bandera-Junta in Kiew zu befassen. Die simple Wahrheit ist, dass die baltischen Staaten oder die Ukronazis sich selbst zwar als sehr wertvoller Preis ansehen können, Russland sie aber absolut nicht braucht.

In Wahrheit ist das Gegenteil wahr: Russland kann derzeit kaum alle Wiederaufbauprogramme finanzieren, die nach Jahrzehnten nationalistischer Herrschaft auf der Krim so dringend benötigt werden. In Zukunft wird Russland auch beim Wiederaufbau des Donbass helfen müssen. Glaubt jemand ernsthaft, dass die Russen es sich leisten können, noch mehr Länder oder Territorien zu retten?!

Vierter Grund: revanchistische Motive

Das ist das Argument von Hillary Clinton/Zbigniew Brzezinski: Die Russen sind von Natur aus Expansionisten, Imperialisten, Militaristen und Revanchisten, und sie brauchen kein Motiv, um irgendwo einzumarschieren: Das ist einfach das, was sie tun – eindringen, terrorisieren, unterdrücken. Nun, ein kurzer objektiver Blick auf die Geschichte würde beweisen, dass es der Westen ist, der immer ein solches Verhalten gezeigt hat, nicht Russland, aber wir können sogar diese Tatsache ignorieren.

Die Wahrheit ist, dass es in Russland zwar viele Menschen gibt, die sich gut an ihr Leben in der Sowjetunion erinnern, aber es gibt einfach keinen Wahlkreis, der auf die Wiedergeburt der Sowjetunion oder auf irgendeine Art von Imperialismus drängt. Wenn überhaupt, sind die meisten Russen viel isolationistischer, und sie wollen sich nicht in Kriege oder die Invasion fremder Länder einmischen. Dies ist nicht nur das Ergebnis von Erinnerungen an Kriege in Afghanistan oder Interventionen in Deutschland, Ungarn oder der Tschechoslowakei, sondern auch die bittere Erkenntnis, dass selbst die so genannten „orthodoxen Brüder“ (von denen einige sogar die Existenz ihres Landes auf einer Weltkarte Russland verdanken!) sich inzwischen vollständig gegen Russland gewandt haben und willige NATO-Kolonien geworden sind (denken Sie an Bulgarien oder Rumänien).

Ja, Putin sagte, dass der Zusammenbruch der Sowjetunion eine Tragödie sei (objektiv gesehen war es das, und es brachte Millionen von Menschen immenses Leid), aber das bedeutet keineswegs, dass Putin oder irgendjemand anderes die Sowjetunion tatsächlich „wiederbeleben“ will, selbst wenn es machbar wäre (was es nicht ist). Wenn überhaupt, dann waren es die USA, die NATO und die EU, die aus rein ideologischen Gründen ihren Einfluss auf den Osten ausdehnten und sich nun ständig an einer ununterbrochenen Kampagne der Russophobie (Phobie in beiden Bedeutungen von „Angst“ und „Hass“) beteiligen. Ja, die Russen sind angewidert vom Westen, aber das bedeutet kaum, dass sie dort einmarschieren wollen.

Fünfter Grund: Größenwahn

Nun, vielleicht sind die Russen wütend, dass sie den Kalten Krieg verloren haben und jetzt wollen sie wieder eine Supermacht werden? In der Tat, nein. Überhaupt nicht. Die Russen haben nicht nur nicht das Gefühl, den Kalten Krieg „verloren“ zu haben, sondern fühlen sich sogar schon als Supermacht: eine, die sich dem Imperium erfolgreich widersetzt und weiterhin um volle Souveränität kämpft, während alle europäischen Länder miteinander um den Titel des unterwürfigsten Lakaien des Imperiums konkurrieren.

Wie die UdSSR nach dem Zweiten Weltkrieg hat auch Russland nach dem Alptraum der 90er Jahre sehr erfolgreich wieder aufgebaut, trotz der ständigen Subversion und Sabotage des „Vereinten Westens“, der jeden schmutzigen Trick ausprobiert, um zu verhindern, dass Russland sich von den Schrecken erholt, die ihr die westlich unterstützte (und eigentlich regierte) „liberale Demokratie“ während der Jelziner Jahre auferlegte. Sicher, die Russen wollen, dass ihr Land wohlhabend und mächtig ist, aber das bedeutet nicht, dass sie zu einem US-ähnlichen Welthegemon werden wollen, der sich in jeden Konflikt auf dem Planeten einmischt.

Ehrlich gesagt, selbst die böse alte UdSSR war nicht gegen die USA und hatte nie die Art von globalen Ambitionen, die die USA haben (nun ja, außer Trotzki, aber Stalin gab diesen Verrückten den Laufpass, von denen viele später in die USA emigrierten und sich in Neokons umbenannten). Natürlich gibt es den ewigen russischen „Hofnarr“, alias „Zhirik“ alias Wladimir Schirinowski. Er hat alle möglichen Drohungen (auch nukleare) gegen verschiedene Nachbarländer Russlands ausgesprochen, aber jeder weiß, dass er nur das ist, ein Hofnarr und dass das, was er sagt, im Grunde genommen völliger Unsinn ist.

Grund Nummer sechs: Um Putins „Regime“ zu retten

Es ist wahr, dass unbeliebte Regime den Krieg nutzen, um von ihrem Versagen abzulenken und die Bevölkerung dazu zu bringen, ihr Gehirn auszuschalten, um „die Wagenburg zu errichten“ und „patriotisch“ zu sein. Das ist definitiv das, was Poroschenko im Moment tut. Aber Putin braucht so etwas nicht! Auch wenn ihn die Rentenreform in Sachen Popularität einiges gekostet hat, ist er im Inland (und sogar international!) immer noch weitaus beliebter als jeder politische Führer im Westen und der russischen Wirtschaft geht es trotz der berühmten Sanktionen gut.

Zwar ist die zumeist atlantisch/ integrationistische Medwedew-Regierung nicht sehr beliebt, aber die Beamten (wie Shoigu oder Lavrov), die typischerweise mit Putin und seinen eurasischen Souveränisten in Verbindung gebracht werden, bleiben sehr beliebt. Die einfache Wahrheit ist, dass Putin keine „ablenkenden Krisen“ braucht, weil er trotz aller Schwierigkeiten, mit denen Russland derzeit konfrontiert ist, bemerkenswert populär bleibt. Wenn überhaupt, dann sind es die Trumps, Macrons, Mays und Co., die einen ablenkenden Krieg brauchen, nicht Putin!

Ich könnte noch mehr unsinnige Pseudo-Gründe auflisten, warum Russland irgendwo ein Stück Land besetzen will, jedes weit hergeholt und unbegründeter als das vorherige, aber Ihr versteht schon: Russland hat keinerlei Interesse an militärischen Interventionen. Tatsächlich braucht Russland vor allem Frieden, und zwar so lange wie möglich.

Nun, lasst uns zur Realität zurückkehren,

Putin ist ein „Nachfahre“ eines weiteren großen russischen Reformers: Petr Arkadievich Stolypin

Petr Stolypin (1862-1911)

Der Vorsitzende des Ministerrats und Premierminister Russlands von 1906 bis 1911, Petr Arkadievich Stolypin, sagte einmal die berühmten Worte: „Als nächstes kommt unsere Hauptaufgabe: die Stärkung unserer Unterschichten. In ihnen liegt die Stärke unseres Landes. Es gibt mehr als 100 Millionen davon, und die Wurzeln unseres Staates werden gesund und stark sein, und, glauben Sie mir, die Stimme der russischen Regierung vor Europa und dem Rest der Welt wird ganz anders klingen.

Unser Motto, von allen Russen, sollte eine vereinte, gemeinsame Arbeit sein, die auf gegenseitigem Vertrauen basiert. Gebt Russland 20 Jahre Frieden, intern und extern, und du wirst das heutige Russland nicht wiedererkennen“ (das ist meine eigene, freie Übersetzung. Dies ist der Originaltext: На очереди главная укрепить наша задача – укрепить низы. В них вся вся сила страны. Их более 100 миллионов и будут здоровы и и крепки корни доверии у государства, поверьте – зазвучат слова Русского Правительства совсем иначе и перед Европой общая и перед целым миром… Дружная, взаимном, основанная на девиз Русских работа – вот девиз для нас всех, Русских. Дайте Государству 20 лет покоя, внутреннего и внешнего, и вы не узнаете нынешней Poccии).

Natürlich wurde Stolypin schließlich von einem jüdischen Revolutionär, Mordechai Gershkovich Bogrov, ermordet, und Russland war gezwungen, in den Ersten Weltkrieg einzutreten. Schließlich wurde die russische Monarchie durch eine freimaurerische Verschwörung unter der Führung von Alexander Kerensky gestürzt. Diese „Liberalen“ (d.h. Plutokraten) taten genau das, was ihre Nachfolger unter Jelzin taten, und haben Russland in völliges Chaos gestürzt.

Acht Monate später ergriffen die Bolschewiki die Macht, und der Bürgerkrieg begann. Anstelle von 20 Jahren Frieden bekam Russland 30 Jahre Krieg. Nach großen Opfern und vielen Schrecken gelang es Russland erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, sich zu erholen.

Niemand in Russland will diese schreckliche Erfahrung wiederholen, auch wenn sich am Ende Russland durchsetzen würde. Die Kosten sind einfach zu hoch.

Heute, genau wie 1911, braucht Russland vor allem inneren und äußeren Frieden, und das ist nicht das, was es bekommen würde, wenn es sich auf ein ausländisches Militärabenteuer einlassen würde! Tatsächlich wäre es selbstmörderisch, ein Bündnis anzugreifen, das drei Atommächte umfasst, und die Russen sind alles andere als selbstmörderisch.

Wenn Russland den Frieden so dringend braucht, warum dann die ständigen Kriegsgerüchte?

Das ist ganz einfach! Erstens ist Poroschenko in großen Schwierigkeiten und kurz vor einer schweren Krise und seine einzige Option ist, die Wahl vollständig zu stehlen. Diese letzte Option könnte knifflig sein, denn wenn der „kollektive Westen“ wie immer die Augen vor den Aktionen des Ukronazi-Regimes verschließt, so könnte die interne Opposition gegen Poroschenko dies nicht tun. Dann sind schwere innere Unruhen oder sogar ein Gegen-Coup möglich. Daher das dringende Bedürfnis Poroschenkos nach einer Krise.

Man sagt, dass ein Bild mehr als tausend Worte sagt. Nun, in diesem Sinne, schaut euch das hier an:

Links: Die Kriegsrechtsregionen Rechts: Die Regionen, die 2014 gegen Poroschenko gestimmt haben (übrigens deutet das auf eine Art zukünftige Grenze hin, nicht wahr?

QED, richtig?

Es gibt noch einen weiteren, besonders beschämenden Grund: Während es wahr ist, dass Hitler und die AngloZionisten sich letztendlich bekämpft haben, ist es auch wahr, dass Hitler in vielerlei Hinsicht den Traum von einem „vereinten Europa“ und einer „wiedergeborenen westlichen Zivilisation“ (wenn auch heidnisch!) wirklich verkörpert hat. In der Geschichte des europäischen Imperialismus stellt Hitler so etwas wie einen Höhepunkt dar, zumindest bis die USA die Nazis nach dem Zweiten Weltkrieg als globale Hegemonie abgelöst haben.

Es gibt keinen großen Unterschied zwischen Hitlers (oh so bescheiden versprochen) „Tausendjährigen Reichs“ und Fukuyamas „Ende der Geschichte“ (oder, was das betrifft, der marxistischen Idee des realisierten Kommunismus, die auch die Geschichte beenden würde, indem sie die dialektischen Widersprüche löst, die der Motor der Geschichte sind). Psychologisch war Hitler der Fortsetzer der Päpste und Napoleons – ein selbstbeschriebener „Kulturträger“, der die „westliche Zivilisation“ zu den barbarischen, unmenschlichen „Untermensch“-mongolischen Horden des Ostens brachte.

Während Hitler also definitiv ein „Hurensohn“ war, war er sicher „unser Hurensohn“ (daher die impotente Wut, die meine Verwendung des Begriffs „Ukronazi“ bei verschiedenen Arten von Verteidigern der „westlichen Zivilisation“ oder, noch besser, einer angeblichen „weißen Zivilisation“ hervorruft!) Nun, wir alle wissen, wie diese nationalsozialistischen „kulturtragenden“ weißen Rassisten endeten, nicht wahr?

In der Tat – sic transit gloria mundi…..

https://www.youtube-nocookie.com/embed/vk97K-um2Nc?wmode=transparent&vq=hd1080
https://www.youtube-nocookie.com/embed/6pcMdCkgVAo?wmode=transparent&vq=hd1080

Diese Träger der Werte eines „vereinten Europas“ und der „westlichen Zivilisation“ wurden von diesen Männern völlig besiegt:

Das sind die Männer, die 80% des nationalsozialistischen Militärs zerstört haben und die den Zweiten Weltkrieg *wirklich* gewonnen haben (nicht Patton oder MacArthur!).

Diese Erinnerungen sind es, die die westlichen Eliten wirklich erschrecken: die Existenz eines anderen zivilisatorischen Bereichs, der es nicht nur wagt, sich dem AngloZionistischen Reich offen zu widersetzen, sondern der bereits jede westliche hegemoniale Macht besiegt hat, die es gewagt hat, es in der Vergangenheit anzugreifen.

Das russische Volk sieht die gegenwärtige Konfrontation übrigens in den sehr ähnlichen „mentalen Koordinaten“ wie die westlichen Russophoben, nur mit einem umgekehrten Wertzeichen. Was bedeutet, dass sie vollkommen verstehen, dass die Art von Krieg, den das Imperium gegen Russland führt, jetzt seine Wurzeln im Ergebnis des Zweiten Weltkriegs hat. Dies ist einer der Gründe, warum sie alle die Erinnerung an die Millionen Menschen schätzen, die im Kampf gegen die „westliche Zivilisation“ und ein „vereintes Europa“ gestorben sind. Dies zeigen am besten die „Unsterblichen Regimenter“ in allen russischen Städten:

Das „Unsterbliche Regiment“ als Ausdruck des historischen Bewusstseins des russischen Volkes

Das historische Bewusstsein zeigt sich auch bei dieser Parade von kriegsgefangenen Ukronazis in Donetsk:

https://www.youtube-nocookie.com/embed/JvRmArnJGok?wmode=transparent&vq=hd1080
Auch hier ist der Bezug zum Zweiten Weltkrieg unverkennbar.

Wie ich bereits mehrfach in der Vergangenheit gesagt habe, ist einer der wichtigsten Unterschiede zwischen Russland und dem „kollektiven Westen“, dass die Russen den Krieg fürchten, aber dennoch bereit sind, ihn zu führen, während die Westler den Krieg nicht fürchten, obwohl sie überhaupt nicht darauf vorbereitet sind. Wahrhaftig, „Narren eilen dorthin, wo Engel Angst haben hinzugehen“ (denken Sie hier an Pompeo, Mattis und den Rest von ihnen). Und doch haben die Führer der AngloZionisten trotz dieser scheinbaren Unbekümmertheit eine fast genetische Angst und einen Hass auf Russland, weil sie sich daran erinnern, wie alle ihre Vorgänger schließlich von der russischen Nation besiegt wurden.

Und schließlich erinnern wir uns an die entscheidende Frage, die Bertolt Brecht stellte: „Wie kann man die Wahrheit über den Faschismus sagen, wenn man nicht bereit ist, sich gegen den Kapitalismus auszusprechen, der ihn hervorbringt?“. Ja, der kollektive Westen hat Faschismus und Nationalsozialismus verurteilt, aber in Worten, und nur in Worten. Aber in Taten? Nein, überhaupt nicht. Deshalb wird der faschistische Abschaum à la Poroschenko immer von den westlichen Eliten unter dem frommen Titel „Er ist ein Hurensohn, aber er ist unser Hurensohn“ unterstützt.

Ehrlich gesagt, wir sollten keine Illusionen über die Natur der westlichen Plutokratie haben, und wir sollten immer auf die marxistische Binsenweisheit achten, die besagt, dass „der Staat ein Gewaltapparat ist, der den Willen der herrschenden Klasse erfüllt“. Wir alle wissen, aus wem die herrschende Klasse des AngloZionistischen Imperiums besteht, nicht wahr?

Westliche liberale Demokratien sind in Wirklichkeit Plutokratien, die von einer Klasse kapitalistischer Gangstern mit dem Ziel geschaffen wurden, unseren gesamten Planeten zu kontrollieren. Das war vor dem Zweiten Weltkrieg der Fall. Das galt auch während und nach dem Zweiten Weltkrieg, und das hat sich trotz aller lebhaften Verurteilungen von Faschismus und Nazismus nicht geändert.

Das bedeutet, dass es die westlichen herrschenden Eliten sind, die Krieg brauchen, um zu überleben und die Neue Weltordnung zu bewahren, die sie versucht haben, uns allen aufzuzwingen. Russland braucht keinen Krieg – es braucht nur Frieden.

width=

Fazit: Entspannt euch, Leute, die Russen kommen nicht, versprochen!

Ungeachtet der AngloZionistisch paranoiden und kollektiven Halluzinationen kommen die Russen nicht. Ja, sie werden euch vernichten, wenn ihr verrückt genug seid, sie anzugreifen, aber nein, sie kommen nicht, zumindest nicht von selbst. Nicht einmal um die russischen Minderheiten in dem Apartheid-Staat Lettland oder dem von den Nazis besetzten ukrainischen Banderastan zu befreien. Die russische Politik gegenüber diesen Regimen ist sehr einfach: Lasst sie von selbst zusammenbrechen. Schließlich werden sie alle irgendwann einmal anklopfen, da ideologische Wahnvorstellungen gegenüber geografischen Realitäten machtlos sind.

Ich werde einen viel besseren Menschen als mich diesen Artikel abschließen lassen.

Das hat Professor Stephen Cohen kürzlich zu den Kriegsrisiken gesagt:

https://www.youtube-nocookie.com/embed/iijiSryRRIk?wmode=transparent&vq=hd1080
Er ist tatsächlich „der einsame Rufer in der Wüste“.

Werden ihm genug Menschen zuhören, um eine Apokalypse zu vermeiden?

Ich weiß es nicht.
Anzeige

Entweder Sie beachten diese 3 Dinge oder Sie verlieren alles!

Die Leitmedien würden niemals darüber berichten! Die Tageszeitungen schweigen! Die Politiker lassen sich nichts anmerken! Doch IHR Vermögen ist in allerhöchster Gefahr! Diese Pläne sind mehr als dreist und schockierend. Es geht um nichts anderes als die Enteignung deutscher Staatsbürger!

>> Lesen Sie nur bei uns ALLES über die geheimen Enteignungspläne der EU!

Literatur:

Was in Syrien tatsächlich geschieht: Augenzeugen widersprechen den westlichen Medienlügen vom syrischen ‘Bürgerkrieg’

verheimlicht – vertuscht – vergessen 2018: Was 2017 nicht in der Zeitung stand

Die CIA und der Terror

Quellen: PublicDomain/linkezeitung.de am 15.12.2018

Politik Wirtschaft Soziales, Weltkrieg 3 & Neue Weltordnung permalink
About aikos2309
See all posts by aikos2309
Post navigation
Verbotene Archäologie: Die geheimnisvolle Stadt unter dem Tal des Todes (Videos)
One thought on “Warum Russland nirgendwo einmarschieren wird”

Otto sagt:
16. Dezember 2018 um 18:42 Uhr

Vielleicht würde in diesem verrückten Deutschland endlich wieder Ordnung einziehen, die amerikanischen Fesseln könnten fallen und die Souveränität könnte wieder hergstellt werden und wir hätten einen anständigen Führer, der sich für das eigene Volk einsetzt, die Grenzen bestens schützt und wieder Hoffung in die deutschen Familien bringt. Also, liebe Russen übernehmt uns, bitte!
Scherz aus!
Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentar

Name *

E-Mail *

Website

Benachrichtige mich über nachfolgende Kommentare via E-Mail.

Benachrichtige mich über neue Beiträge via E-Mail.

Proudly powered by WordPress | Theme: Solon by aThemes

Stephan Berndt: Bremerin prophezeite 1960 Bürgerkrieg und Remigration

Springe zum Inhalt
Der BRD-Schwindel

Heimat
Vorwort
Fakten
Erklärung
Artikel & News
Geschichte
Gesundheit
Hintergrundwissen
International
Humor & Satire
Krisenvorsorge
Rechtskunde
Videothek
Dokus
Gespräche
Meinungen
Musik
Vorträge
Downloads
ARTIKEL
BÜCHER
DOKUMENTE
GESCHICHTE
GESUNDHEIT
KRISENVORSORGE
MUSTERSCHREIBEN
OPPT
RECHTSKUNDE
Zitate
Historische Zitate
1. Weltkrieg
2. Weltkrieg
Nachkriegszeit
Deutsche Wehrmacht
Neuzeit
Volksverräter
NWO-Verbrecher
Lebensweisheiten
Suchen

Stephan Berndt: Bremerin prophezeite 1960 Bürgerkrieg und Remigration
http://brd-schwindel.ru/stephan-berndt-bremerin-prophezeite-1960-buergerkrieg-und-remigration/
16. Dezember 2018
Prophezeiung einer Bremerin von 1960

859
Kategorien Hintergrundwissen, Videothek
Beitrags-Navigation
Von Xantens Kolumne – Zwischen Mittagessen und Nachtisch
Brüssel: Livestreams unterbrochen – Brutaler Polizeieinsatz gegen Demonstranten
    
Quelle und Kommentare hier:

https://www.youtube.com/channel/UCGZ8IB9WQhbs8GOl3dkXaDA

Print Friendly, PDF & EmailDrucken oder als PDF speichern
Zufälliges Zitat

Es sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten.
— Gotthold Lessing
Nächstes Zitat »
Widerstand! – Entzieht der BRD das Steuergeld!
Glaube nichts und prüfe selbst!

Nach oben scrollen