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Merkels letzter(?), großer Parteitag: Feierliches Hochamt oder Generalprobe für ihr Requiem?

https://conservo.wordpress.com/2018/02/27/merkels-letzter-grosser-parteitag-feierliches-hochamt-oder-generalprobe-fuer-ihr-requiem/
Veröffentlicht am 27. Februar 2018 von conservo
(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Hauptsache Kanzler!

Angela Merkel scheint es mal wieder geschafft zu haben: Sie hat mit ihrer Kabinettsliste ihren Kritikern vorerst den Wind aus den Segeln genommen. Der CDU-Parteitag hat einer Neuauflage einer schwarz-roten Koalition mit großer Mehrheit zugestimmt. Die CDU ist (wieder) da, und es hat überhaupt keinen Zweck, so zu tun, als ob sie verschwinde und durch die AfD ersetzt werde. Das mag man wünschen, aber das ist Traum, nicht Wirklichkeit. Doch wie lange währt die Ruhe? Das darf man fragen, weil außerhalb der privilegierten Schicht der Funktionäre/Delegierten es auch weiterhin hörbar grummelt.

Doch die CDU wäre nicht die CDU, wenn sie sich nicht zuerst als Kanzlerpartei sähe. Hauptsache Kanzler und regieren! Alles andere ist in dieser Partei – übrigens seit ihrem Bestehen, auch zur Zeit des Ahlener Programms – zweitrangig. Die CDU hat das Selbstverständnis einer pragmatischen Machtpartei – ganz anders als die SPD, die vollkommen ideologielastig ist. Für die CDU sind Personalentscheidungen allemal wichtiger als programmatische „Würfe“. So wird auch Kritik am Koalitionsvertrag zurückgestellt, ohne daß die Unionswelt zusammenfällt. Denn die CDU will auf jeden Fall regieren.

Diese Mentalität darf man zu Recht bedauern; denn damit konnte die CDU unter Merkel ihre tradierte Programmatik, ohne daran gehindert zu werden, in die Tonne treten. Schon unter Adenauer galt in der Partei der Spruch: „Was interessiert mich mein dummes Geschwätz von gestern! Heute ist ein anderer Tag und morgen wieder ein neuer!“

Unter der derzeitigen (langjährigen) Vorsitzenden wurde diese Haltung geradezu pervertiert:

„Ich habe zwar kein Werte-Gerüst, aber ich habe die Macht!“ Konkurrenten wurden von ihr mit nüchternem Kalkül ausgeschaltet. Merkel hatte immer Gegner, aber es kam nie zu einer Revolte.

Wie lange noch Merkel?

Diese Grundhaltung erklärt auch in hohem Maße, daß das Ende der Ära Merkel zwar schon seit Längerem eingeläutet wurde. Aber sie ist immer noch da. Niemand ist bisher so weit gegangen, die Kanzlerin selbst infrage zu stellen. Aber die Frage, wie lange die Zeit von Angela Merkel noch währt, ist auch in der eigenen Partei salonfähig geworden. Und so muß es fast zwangsläufig wirken, als stelle Merkel mit ihren Entscheidungen über die Neuaufstellungen in ihrem Kabinett und in der Partei zugleich die Ausgangsformation für die Ordnung einer Nach-Merkel-Ära in der CDU her.

Ja, die Zeiten sind jetzt anders. Oberflächlich gesehen erhielt Merkel auf dem Parteitag wieder nahezu alle Unterstützung, aber dazwischen lugt immer wieder die ungelöste Zukunftsfrage hervor. Der Ruf nach klarer Orientierung war nicht zu überhören. Auffallend viel (frenetischen) Beifall erhielten alle die Redner, vor allem Annegret Kamp-Karrenbauer (AKK), die die Forderung nach einem neuen Grundsatzprogramm erhoben – und das auch schließlich durchsetzten.

Mehr Markt und wirtschaftsliberale Elemente

Die CDU müsse kantiger werden, ist eine der wesentlichen Forderungen. Es geht nicht nur um das Konservative – das aber auch und besonders. Insbesondere geht es aber auch um mehr markt- und wirtschaftsliberale Elemente. Denn um das Thema Marktwirtschaft ist es in der Union seit Jahren zu ruhig geworden. Ludwig Erhard scheint längst vergessen, aber Willy Brandt und seine „Sozial-Ader“ finden sich plötzlich eher in der Union wieder denn bei den Sozialisten. Die „Herz-Jesu-Sozialisten“ scheinen jetzt Teil der Christ-Demokraten und Christ-Sozialen(sic!) zu sein.

Damit ist der Union der Markenkern abhandengekommen – und die AfD hat davon profitiert

Es geht tatsächlich um mehr Spielraum für den konservativen Flügel in der Partei, der die zunehmende (und von Merkel geförderte) Sozialdemokratisierung der Partei bremst. Diese Linkslastigkeit setzt – wie die Sozialdemokraten – auf mehr Staat statt auf mehr marktliberale, wirtschaftsliberale Elemente. Das muß man nicht – wie „schlaue Erneuerer“ dies gerne tun – „Neue Soziale Marktwirtschaft“ nennen; es reicht, wenn sich die Union – besonders auch die CSU – wieder der Marktwirtschaft, natürlich der Sozialen Marktwirtschaft, erinnerte und zuwendete.

Das konservative Element stärken

Hauptaufgabe des „Wirtschaftsflügels der Unionsparteien“ und der konservativen „WerteUnion“ in den nächsten Jahren wird es sein sicherzustellen, daß diese wirtschaftsliberalen Elemente wieder eine bedeutendere Rolle spielen. Man darf das ruhig auch Rückkehr zum Konservativen nennen. Über lange Jahrzehnte hinweg war der Begriff ‚konservativ‘ in der CDU eigentlich nicht wirklich willkommen. Es ist schon interessant, daß viele Akteure in der CDU heute ganz offen und offensiv von Konservatismus reden, vor drei, vier Jahren wären sie dafür noch mit Häme überzogen worden.

Immer wieder ging es der Partei darum, ganz unterschiedliche soziale Milieus und politische Strömungen unter einem Dach zu vereinen – Katholiken und Protestanten, Arbeiter und Unternehmer, Herz-Jesu-Marxisten und ordoliberale Wirtschaftstheoretiker. Was mal mehr, häufig weniger gelang. Heute ist die CDU (noch) linkslastig.

Das christliche Menschenbild

„Die Union hat drei Wurzeln. Das ist die Grundlage ihrer Gründung nach 1945 gewesen: die christlich-soziale, die freiheitlich-liberale und die wertkonservative. Und wenn sie nicht auf alle drei Wurzeln achtet, droht sie zu verdorren. Und deswegen bin ich dagegen, daß wir im Frühjahr ein bißchen liberaler und im Herbst ein bißchen konservativer sind. Sondern wir müssen darauf achten, daß diese drei Wurzeln ausgewogen zueinander die Grundlage für die Zukunft dieser Partei auch heute sind.“ (Der frühere Ministerpräsident in Rhld-Pfalz und Thüringen), Bernhard Vogel, am 25.02.18 im Dlf)

Schon warnte die neue CDU-Generalsekretärin AKK im Magazin „Spiegel“ vor einem Rechtsruck, wenn darunter verstanden würde, daß die CDU nur noch konservativ sei. Die Noch-Ministerpräsidentin aus dem Saarland hält es für notwendig, deutlich zu machen, daß das christliche Menschenbild Grundlage der Partei sei.

Ähnlich sehen das auch die stellvertretenden CDU-Chefs Volker Bouffier und Armin Laschet. Beide betonten im Magazin „Focus“, daß das Konservative nur eine von mehreren Säulen der Union sei. Dagegen wünscht sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, daß das Konservative kräftiger hervortrete – was ihn aber nicht daran hindert, für eine noch stärkere Betonung der „sexuellen Früherziehung“ in Kindergärten und Schulen einzutreten.

CSU-Skepsis

Skepsis an der Reformdebatte gibt es bei der Schwesterpartei CSU. Der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder plädiert in den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“ dafür, sich als Union wieder stärker klassischen Wähler zuzuwenden. Als solche versteht er Vertriebene, Russlanddeutsche, Mittelstand und Handwerk, Konservative, Religiöse oder Patrioten. Der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt, betonte in der „Passauer Neuen Presse“, die Union müsse das bürgerliche Spektrum voll abdecken müsse, von der Mitte bis zur demokratischen Rechten.

Es gäbe noch eine weitere wichtige Frage nach der Grundorientierung der CDU: Es heißt zwar (gebetsmühlenartig, fast beschwörend), in der Partei gebe es konservative, liberale und christlich-soziale Wurzeln und an oberster Stelle stehe das christliche Menschenbild. Es gehört jedoch keinerlei Schneid dazu, der CDU den Verlust christlicher Orientierung vorzuwerfen. Vielleicht gibt das geplante neue Grundsatzprogramm dazu eine Antwort. Allein, mir fehlt der Glaube. (Daß auch wieder mehr Katholiken als zuvor in der neuen Regierung der Protestantin Merkel vertreten wären, ist in der C-Partei nach wie vor eine nicht unbeachtete Randnotiz, aber hat doch eher kosmetischen Charakter.)

Ob Jens Spahn dabei ein Hoffnungsträger sein wird, kann man heute noch nicht sagen. Er mußte bisher nichts beweisen. Aber wenn er meint, auf dem Schoße der Kanzlerin sitzend, sicher in das Kanzleramt einziehen zu können, wird er bald herunterfallen. Bisher stellt sich mir seine Haltung zur (verfehlten) Merkel-Politik anders dar: „Ich bin dagegen, aber ich stimme (lieber) dafür.“ Das Motto kennen wir: Karriere über alles! Und wenn mit dieser Personalie dann noch das liberale Element (über-)betont wird – „Ich bin schwul, und das ist gut so!“ – habe ich erst recht meine Zweifel an einer „konservativen Erneuerung“ durch Spahn.

Öffnung für „freiere Lebensformen“

Es wird (in Maßen) interessant sein zu beobachten, wie Spahn das Konservative, das Marktliberale, aber auch die „gesellschaftspolitische Öffnung in Richtung einer Gesellschaft der freieren Lebensformen“, in Richtung Sexualitäten zum Beispiel, unter einen Hut kriegt. Ich glaube, daß da das Original, nämlich die Grünen, glaubwürdiger war.

Und noch etwas: Letztlich geht es auch um eine Verjüngung der Partei, also um einen Generationswechsel; denn die CDU ist alt geworden – und so kommt sie auch daher: Ein Honoratiorenverein, der sich eher mit sich selbst beschäftigt denn mit den Nöten der Bürger.

SPD sollte CDU jetzt nicht unterschätzen

Das Wahlergebnis, mit dem Annegret Kramp-Karrenbauer zur Generalsekretärin und neuen Hoffnungsträgerin der CDU gekürt wurde, reichte knapp an die 100 Prozent heran, mit der Martin Schulz vor nicht einmal einem Jahr zum Vorsitzenden der SPD gewählt wurde. Das müsste Kramp-Karrenbauer als Mahnung gelten. Stimmungen in der Politik können in diesen Zeiten kurzlebig sein. Heute aber sind auch die SPD-Mitglieder gut beraten, die neue Dynamik in der CDU als Mahnung zu betrachten.

Ist das schon zynisch?

„Ich gehe fest davon aus, daß sie (Merkel) weiß, wie die Partei tickt, und sie kann erkennen, daß jeder auch das Verfallsdatum hat. Ich erwarte deswegen, daß sie im Laufe der Legislaturperiode die Weichen stellt für eine geordnete Nachfolge“, sagte der (jüngste) CDU-Bundestagsabgeordnete Olaf Gutting zur besten Sendezeit im ARD-Fernsehen.

Nota bene: Merkel kann jetzt ihren Abschied in Würde vorbereiten. „Kann“?, nein, sie muß ihn vorbereiten; denn der Abschied von dieser Parteivorsitzenden und Kanzlerin hat längst begonnen. Aber sie wird eisern darum kämpfen, daß es ein selbstbewußter Abschied wird. Nicht zu unterschätzen ist jedoch die jetzt einsetzende Dynamik: Die möglichen Nachfolger(innen) werden sich ab sofort belauern und ihre Vorteile suchen. Ob sie Merkel noch Zeit für eine volle Legislaturperiode einräumen? Darüber wage ich keine Prognose. Politik ist grausam – und undankbar.
http://www.conservo.wordpress.com 27.02.2018
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Über conservo
„Conservo“ ist seit 59 Jahren politisch tätig und hat dabei 25 Jahre hauptamtlich in der Politik gearbeitet. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 22 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre lang freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 44 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und Blogs. conservo ist stolz au sein Vaterland und ein überzeugter Europäer – für ein Europa der Vaterländer auf christlich-abendländischem Fundament. Als (neben F.J. Strauß und Gerhard Löwenthal u.a.) Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen e.V.
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4 Antworten zu Merkels letzter(?), großer Parteitag: Feierliches Hochamt oder Generalprobe für ihr Requiem?

lilie58 schreibt:
27. Februar 2018 um 13:05

Hoffentlich ist dieser Albtraum „Merkel“ bald beendet! Das Land muss gesunden, der Preis für diese dermaßen verfehlte ‚Politik‘ ist heiß und wird in den nächsten Jahren noch heißer werden!
Antwort
ceterum_censeo schreibt:
27. Februar 2018 um 13:23

Sehr zutreffend, der Hinweis auf die sog. ‚AKK‘, a.k.a. (Ähnlichkeiten mit ‚AKW‘ oder ‚PKK‘ sind rein zufällig) ‚Krampf-Karrenklauer‘ und die fast 100 % einerseits und das lächerliche, grössenwahnsinnige 100% – Männchen Schulz andererseits!

In der Antike galt schon der Satz: ‚Wer hoch steigt, der sehe zu, dass er nicht tief falle!‘

In meinen Augen beschreibt das die auch für das Innehaben eines (politischen) Amtes eigentlich unabdingbare Demeut im richtig verstandenen Sinne, u.a., sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen.

Derartige Wesenszüge sind einer MerKILL allerdings vollkommen fremd (‚Ist mir egal!‘)

In diesem Sinne kann ich mich Ihrem Artkel und auch dem Beitrag von lilie58 nur vollinhaltlich anschliessen.

Auch ich frage mich mit banger Sorge wann dieser Alb traum MerKILL endlich zuende ist!
Antwort
famd schreibt:
27. Februar 2018 um 14:42

Merkel muss weg – aber sofort sonst helfe ich nach!
Antwort
ceterum_censeo schreibt:
27. Februar 2018 um 14:43

Lieber Peter Helmes,

angesichts der unsäglichen Ereignisse auf dem erbärmlichen sog. Bundesparteitag der CDU am Montag hat mich Ihr obenstehender Artikel bewogen, meine Stellung nahme dazu in einem ‚offenen Brief‘ zusammenzufassen.
Als ‚Gerüst‘ habe ich mich dabei gestützt auf die vorzüglichen und von mir vollinhaltlich geteilten Ausführungen David Bergers, indessen diese aber noch um einiges erweitert und ergänzt.

Ich hoffe, dass ich die Ausführungen hier einstellen darf. Sollten Sie auch noch eine andere Vewendungsmöglichkeit dafür sehen, können Sie gern davon Gebrauch machen.

Der Brief wurde zugleich übersandt an die CDU Deutschlands – z.Hd.:
Frau Generalsektetärin der CDU Deutschlands
A. Kramp – Karrenbauer
Bundesgeschäftsstelle – Konrad – Adenauer – Haus Berlin

– UND: ‚To whom it concerns‘ –

Sehr geehrte Frau Kramp – Karrenbauer,
sehr geehrte Damen und Herren,

Spätestens seitdem die CDU am Montag auf dem Bundesparteitag in die jüngsten Vereinbarungen zu einer Regierungskoalition fast einstimmig eingewilligt hat, war mir klar,
dass die CDU die Partei ist, die massgeblich (neben der SPD) den Untergang Deutschlands herbeiführen wird.

Leider oder glücklicherweise – je wie man es nimmt – kann ich dem zwar nicht mehr Ausdruck verleihen, in dem ich aus dieser Verräterpartei austrete – das ist bereits vor Jahren geschehen. So gesehen muss ich mich dann nur auf diese Schreiben beschränken um meine Meinung über diese widerliche Umvolkungs- und Rechtsbrecherpartei zum Ausdruck zu bringen.

Wäre ich noch Mitglied, würde freilich mit diesem Schreiben zugleich die Austrittserklärung erfolgen:
nämlich dass ich es mit meinem Gewissen nicht mehr länger vereinbaren könnte, Mitglied einer solchen Partei zu sein. Gleich nach dem Beschluss des Bundesparteitags habe ich nun beschlossen wenigstens mit diesem Schreiben meine Verachtung dieser rechtsbrecherischen Kanzlerdarstellerin und ihrer Schandpartei darzutun:

Ich selbst war lange Jahre seit Anfang der 70-er Jahren Mitglied von JU, CDU und dann auch der MITtelstandsvereinigung, habe in alle diesen Gliederungen diverse Ämter u.a. auf Kreis- und Bezirksebene, bis hin zur Landesebene, namentlich auch in den jeweiligen Vorständen, innegehabt und auch sehr aktiv Wahlkämpfe mit bestritten.

Mehr und mehr habe ich jedoch meine politische Heimat in der CDU dahinschwinden sehen, insbesondere seit Beginn des ‚Systems Merkel‘ und in der Folge,
mit dem heute zutage liegenden Ergebnis dass die CDU mit Merkel nur noch eine schäbige Karikatur dessen ist, was sie einstmals war.

Ich habe dieser Partei viele Jahre angehört und sie gewählt, allerdings nur bis zu dem Zeitpunkt, als mir – und das war schon frühzeitig abzulesen an dem Gebaren Merkels anlässlich der Wahl 2005, als mir klar wurde dass Deutschland mit dieser Frau unaufhaltsam auf den Abgrund zusteuern würde bis hin
zu dem Zeitpunkt, als die derzeitige schwere Krise unseres Vaterlandes immer deutlicher wurde und ich – trotz allem – noch die Hoffnung hatte, das Vernunft einkehren würde und die Erkenntnis und das Aufgreifen wichtiger Themen, die derzeit nur rechts von der Union oder im konsequent liberalen Spektrum vertreten werden, in der letzten verbliebenen sog. ‚Volkspartei‘ noch möglich sei:

♦ Einen gewissenhaften, von der Realität und nicht von Ideologien geprägten Umgang mit den schweren Gefahren der Masseneinwanderung
♦ Damit verbunden einen konsequenten Einsatz für den Erhalt unserer Sozialsysteme
♦ Einen Kampf gegen den fatalen Linksrutsch unserer Gesellschaft und eine Stärkung der bürgerlichen Mitte.
♦ Einen kritischen Blick der Christ(!)demokraten auf die Islamisierung Europas
♦ Den Schutz unseres Grundgesetzes und fundamentaler Bürgerrechte wie der Meinungsfreiheit, der Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit
♦ Das bedingungslose Ja zu Rechtsstaat und Demokratie

Lesen Sie selbst mal wieder – Lesen soll manchmal bilden – das CDU Wahlprogramm 2002, namentlich die Passage zur ‚Migration‘, pp. !

Zu meinen strategischen Hoffnungen: Schaut man sich die Ergebnisse der letzten Bundestagswahl und besonders auch der jüngsten Sonntagsfragen an, muss man zunächst konstatieren, dass die CDU keine Volkspartei mehr ist. Und man muss kein Pessimist oder Politikwissenschaftler sein, um vorherzusagen, dass sie es nach dem bewussten Parteitagsbeschluss auch nie mehr sein wird. Dazu ist der unbedingte Wille dieser Partei, sich selbst aufzugeben, mit Merkel in den verdienten Untergang zu marschieren, viel zu ungebrochen. Wer also gesellschaftlich etwas erreichen möchte, dem wird dies ohnehin immer weniger über die Union gelingen.
Zu meinen inhaltlichen Hoffnungen: Natürlich wusste ich bereits seit langem, dass all die genannten Punkte mit Merkel und den Ihren nicht zu erreichen waren.

Wie soll auch eine Frau den Rechtsstaat aufrecht erhalten helfen, die sich in den letzten Jahren, spätestens seit der Grenzöffnung 2015, immer wieder über geltendes Recht hinweggesetzt hat?

Die seit geraumer Zeit geltende deutsche Gesetze mit Füssen tritt, wie es ihr passt – und bekanntlich immer noch mit Füssen tritt, wie auch jüngst ein Oberlandesgericht zum ‚Rechtsszustand‘ in Deutschland feststellen musste?

Und dann, wie geschehen, widerwärtig und dreist sich auch noch hinstellt und verkündet : ‚Das ist mir alles egal!‘ (sic!)

Eine solche Ver- und Rechtsbrecherin als Kanzlerin Deutschlands – und von Ihrer Partei?

Eine solche UnPerson bejubeln Sie und alle Ihre hirnverwirrten Delegierten auch noch nahezu einstimmig auf dem unsäglichen, erbärmlichen sog. Bundesparteitag am Montag?

Und segnen diesen sog. ‚Koalitionsvertrag‘ ab, der rein von der SPD vorgegeben worden ist und Deutschland nur weiter in den Abgrund führen wird?
Nur wegen der persönlichen, ja geradezu wahnhaften, Machtgelüste Merkill‘ s die um jeden Preis (!), koste es was es wolle, ‚an der Macht‘ bleiben‘ will?

Hat sich in der CDU eigentlich nie jemand gefragt, ob Sie nicht alle wie die Lemminge einer Geistesverwirrten hinterherlaufen – sh. Dr. Maaz?

Pfui, und tausendmal Pfui!

Immerhin, obwohl ich die CDU seit dem Auftauchen Merkels nie mehr gewählt habe, hatte ich immerhin noch eine Zeitlang die Hoffnung, dass die CDU nicht Merkel ist.
Diese Hoffnung rührte daher, dass zeitweise noch merkelkritische Kreise in der CDU wahrzunehmen waren.

Aber diese entpuppten sich jetzt auch als ‚charakterlose Gesellen‘ ,die um ein Linsengericht, sprich: Pöstchen, ihre vorgebliche Überzeugung verkaufen: die Ziemiaks, Spahns, ja auch die Linnenbeckers von der MIT:

30 Silberlinge für die Zerstörung des Rechtsstaats in Deutschland, für die Aushebelung der Meinungsfreiheit, stattdessen MaaaSSlose Zensur, für die de facto gewollte Abschaffung der Versammlungs- und Demonstrations freiheit für politisch ’nicht genehme‘ Meinungen,

wobei man sich – besonders widerwärtig – noch kriminellen, ja, terroristischen, und gewalttätigens Gesindels wie der sog. ‚Antifa‘ bedient, nach dem Motto:
‚Der Zweck heiligt die Mittel!‘

Sehr schnell und auch ohne die Ereignisse des letzten Montags wurde aber klar, dass auch dies Krräfte diese nichts auszurichten vermögen, außer dass sie die wenigen verbliebenen konservativen Christdemokraten bei der Stange zu halten versuchen, indem sie ihnen und sich selbst immer wieder vorspiegeln, dass es bald eine bessere Zeit nach Merkel geben wird.

Davon ist nicht das Geringste zu spüren angesichts einer solch erbärmlichen, widerwärtigen, Vorstellung wie am letzten Montag.

Auch wenn sich das der Merkel devot ergebene Hofstaat nicht vorstellen kann, wird diese Zeit natürlich dennoch kommen. Die Altmaiers & Co müssen sich aber erst einmal keine Sorgen für die Zeit nach „Mutti“ machen.

Denn Merkel hat ihr System so fest etabliert, dass es noch viele Jahrzehnte nach dem Aus für Merkel weiterwirken wird. Die CDU ist soweit in dieses System Merkel verwickelt, dass eine Rückkehr hin zu ihren ursprünglichen Idealen realistisch gesehen inzwischen nach menschlichem Ermessen unmöglich ist.

Dabei ist es kein Trost, dass die CDU dieser systematischen Gleichschaltung nicht alleine zum Opfer gefallen ist. In verhältnismäßig kurzer Zeit und mit sonst nur aus Diktaturen bekannten Methoden (Zensur, Überschreiten gesetzlicher Rahmenbedingungen, Verfolgung der „Regime“-Kritiker) gelang es viele Bereiche der Gesellschaft gleichzuschalten.

Und ich sage: ‚GLEICHZUSCHALTEN‘! Das ‚Dritte Reich‘ lässt grüssen!

Wie angesprochen, dass die auf weite Strecken hin kriminell und linksfaschistisch agierende „Antifa“ nun dieses System Merkel mit verteidigt (!), sagt mehr als das hundertfache Geschwurbel der Beschwichtigungshofräte oder die Beschimpfung von Merkelkritikern – nicht nur Herr Tauber hat sich da in der Vergangenheit unrühmlich hervorgetan – durch karrieregeile Nachwuchspolitiker aus den eigenen Reihen.

Hat Ihre Bande da eigentlich überhaupt noch einen winzigen Funken Ehrgefühl im Leibe?

Kurzum: Die für Deutschland und im weiteren Sinne auch ‚Europa‘ (was etwas vollkommen anderes ist als dies abscheuliche Bürokratie – Monstrum namens sog. ‚ EU‘ !) überlebenswichtige Wende wird auch durch eine von der Person Merkels befreite CDU nicht kommen. Ganz im Gegenteil.

Konrad Adenauer sagte einmal vor vielen, vielen Jahren: ‚Die SPD ist der Untergang Deutschlands!‘

Da aber kannte er seine dereinstige Nachfolgerin noch nicht…..

– cc. –
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