Ein Gedanke zu “Der Untergang des Römischen Reiches und die Parallelen zu Heute

  1. Im Fazit fehlt der entscheidende Punkt für den endgültigen Zusammenbruch, der zwar eingangs schon für das römische Imperium kurz genannt wurde, aber meiner Meinung nach ganz zuletzt noch einmal Erwähnung finden sollte, um ihn besonders hervor zu heben und den Bogenschluß zwischen historischen Tatsachen und den momentanen Geschehnissen zu bewerkstelligen:

    der Einfall der Barbarenhorden und die Eroberung Roms!

    Damals waren es unsere germanischen Vorfahren, von den Goten unter Fritigern bis zu den Alemannen unter Alarich („Sacco di Roma“), die dem immer mehr in Zersetzung begriffenen und verletzlich gewordenen alten Imperium schließlich den Todesstoß versetzten und die bisherigen Organisations- und Machstrukturen zusammenbrechen ließen.

    Aus heutiger Sicht sind die arabischen und afrikanischen Einwanderer die einfallenden Barbarenhorden und wir, die BRD, die EU, der Westen an sich, an Stelle des römischen Imperiums gerückt.

    Ebenso heute wie damals zur Völkerwanderungszeit drängen Massen von außen in das Imperium. Damals versuchten die römischen Kaiser, der Lage durch Zugeständnisse in der Form Herr zu werden, daß man den fremden Volksscharen, die im 5. Jahrhundert durch den Hunnensturm aus den Steppen Asiens aus ihren ursprünglichen Siedlungsgebieten vertrieben wurden, eine Ansiedlung in den peripheren Regionen des Reichs zugestand, die wehrfähigen Männer zu Armeediensten verpflichtete und sich um die Versorgung mit Nahrungsmitteln kümmerte.

    Doch das klappte nicht besonders gut, es gab Aufstände der Barbaren und schließlich offene Feldschlachten, bei denen die ohnehin nur spärlichen, schnell heran geführten Legionen ein ums andere Mal den kürzeren zogen – nicht zuletzt auch durch den Umstand, daß die zwangsverpflichteten Barbaren den Befehl, gegen ihre eigenen Völker vorzugehen, nicht ausführten und teils ganze Einheiten geschlossen desertierten, um sich dem Feind anzuschließen. Dabei nahmen sie ihre römischen Waffen und Ausrüstung mit und auch ihr Insiderwissen über römische Gefechtstaktiken.

    Heute lassen die Herrscher auch zu, daß Millionen von Barbaren ungehindert ins Reich eindringen, sie fördern ihre Ansiedlung, versorgen sie auf die Kosten des Pöbels, der dies dazu noch stillschweigend erdulden soll, während sie den Barbarenhorden Sonderrechte und Vergünstigungen aller Art zugestehen, um diese in der Hoffnung zu beschwichtigen, Konflikte dadurch vermeiden zu können.

    Wie zu Roms Zeiten auch ist der Schutz nicht gewährleistet, die Sicherheitskräfte sind nicht genug, die Grenzen zu lang, um sie zu sichern, die Elite nur mit ihrem eigenen Machterhalt statt mit vorausschauender, weiser und nachhaltiger politischer Gestaltung beschäftigt.

    Es ist abzusehen, daß die einheimische Bevölkerung irgendwann nicht mehr mit Spielen bzw. Fernsehen und Konsum abgelenkt werden kann, wenn das Brot zu wenig wird, bzw. bis die Menschen merken, daß ihre eigene Existenz auf dem Spiel steht. Spätestens dann wird das Brot, welches die Barbaren bekommen sollen, von der Urbevölkerung für sich beansprucht, was auch die Fremden in Aufruhr versetzen wird. Die dekadente Elite wird all dies erst wirklich als existentielle Bedrohung begreifen, wenn eine der Konfliktparteien ihre Paläste stürmt.

    Da unter den Barbaren heute wie damals auch viele wehrfähige Männer sind, von denen auch zahlreiche Krieger mit echter Kampferfahrung dabei sind, die selbst Blut vergossen haben, während die einheimische Bevölkerung zu lange nur den Frieden gewohnt war und darüber schwach und wehrlos geworden ist, weil sie Gefahr nicht gewöhnt ist und daher nicht erkennen kann, durch permanenten Konsum abgelenkt und durch die Eliten beschwichtigt wird, und den Bewohnern des Imperiums der Wille zur Wehrhaftigkeit fehlt, weil sie die Notwendigkeit nicht mehr kennen.

    Der einzige Vorteil, den wir heute vielleicht gegenüber dem antiken römischen Reich haben, ist der, daß wir, zumindest jene, die sich für geschichtliche Themen interessieren und damit auseinandersetzen, die Fakten kennen und entsprechend darstellen können. Wir brauchen nur Strategien, dieses doch sehr weite und komplexe Erkenntnisgebilde in geeigneter Form einer breiteren Masse zu vermitteln.

    Hierbei kommt es gar nicht so sehr darauf an, daß die Menschen Geschichtsdaten, Zahlen, Namen, die komplexen Windungen der Historie verstehen.

    Vielmehr geht es darum, Bewusstsein dafür zu schaffen, daß Geschichte nicht beendet ist, sondern sich wiederholt; daß die friedliche Epoche nicht ewig halten wird, sie womöglich viel schneller und viel früher als gedacht vorbei sein wird, und daß es dann wichtig ist, vorbereitet, organisiert und gerüstet zu sein, sich selbst, seine eigene Lebensart, das Überleben der eigenen Art und somit das Fortbestehen der eigenen Gene verteidigen zu können.

    Prima daß es Seiten von Menschen wie hier gibt, die solche Erkenntnisse gewonnen haben und sie weiter geben. Vielen Dank dafür.

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