Erfolgsgesetze von Napoleon Hill – Teil 5/7

Erfolgsgesetze von Napoleon Hill – Teil 5/7

Dr. Fank Crane war ein Prediger, der sich mit Ach und Krach über Wasser
halten konnte, bis ihn sein Hungerlohn endlich dazu trieb, sich der Vorstellungskraft
zu bedienen. Jetzt verdient er über hunderttausend Dollar im Jahr
und arbeitet pro Tag nur eine einzige Stunde – er schreibt Essays.

Auch Bud Fisher arbeitete einst für einen
Hungerlohn. Jetzt verdient er
fünfundsiebzigtausend Dollar im Jahr,
indem er die Leute mit
seinen Cartoons mit Mutt und Jeff zum
Lachen bringt.
Seine Zeichnungen sind nicht besonders
künstlerisch wertvoll – Was er verkauft,
ist seine Vorstellungsgabe!

Woolworth war ein unterbezahlter Lehrling in einem Einzelhandelsgeschäft,
unterbezahlt wahrscheinlich deshalb, weil es ihm damals noch an Vorstellungsvermögen
mangelte. Kurz vor seinem Tode erbaute er das höchste
Gebäude der Welt und übersäte die Vereinigten Staaten mit Billigläden. Zu
verdanken ist dies seiner Vorstellungsgabe.

Wenn Sie sich diese Beispiele näher betrachten, werden Sie feststellen, dass
bei diesen Leistungen ein eingehendes Studium der menschlichen Natur eine
große Rolle spielte. Um die Vorstellungskraft nutzen zu können, muss sie Ihnen
tiefe Einblicke in die Beweggründe verleihen, welche Menschen veranlasst,
etwas Bestimmtes zu tun beziehungsweise zu unterlassen. Falls Ihnen
Ihre Vorstellungsgabe vor Augen führt, wie rasch Menschen bereit sind, auf
Ihre Wünsche einzugehen, sobald dies in ihrem Eigeninteresse ist, sind Ihnen
kaum mehr Grenzen gesetzt.

Vor einiger Zeit wurde ich Zeuge einer Überzeugungsarbeit, die meine Frau
mit unserem Nachwuchs geleistet hatte. Unser Söhnchen bearbeitete mit
einem Löffel die Platte unseres Mahagonitisches in der Bibliothek. Meine Frau
griff nach dem Löffel, den das Baby allerdings nicht loslassen wollte. Da sie
jedoch eine Frau mit Vorstellungsvermögen ist, bot sie dem Baby ein Bonbon
an, der kleine Bursche ließ den Löffel sofort fallen und konzentrierte sich auf
das begehrenswertere Objekt.

Das war Vorstellungskraft! Es war auch Verkaufstüchtigkeit.
Sie setzte sich durch, ohne Gewalt anwenden zu müssen.

Ich war Beifahrer im Auto eines Freundes, der mit überhöhter Geschwindigkeit
fuhr. Ein Polizist verfolgte uns auf einem Motorrad und sagte meinem
Freund, dass er vorläufig festgenommen sei. Der Freund lächelte den Polizisten
freundlich an und sagte: „Es tut mir leid, dass ich Ihnen bei diesem Regen
Arbeit verursacht habe, aber ich wollte mit meinem Freund hier den Zug um zehn Uhr
erwischen, deshalb habe ich etwas aufs Gas gedrückt. Wahrscheinlich bin ich fünfunddreißig
Meilen gefahren“.

„Nein, Sie fuhren nur fünfundzwanzig Meilen schnell“, antwortete der Polizist, „aber
weil Sie so schlagfertig reagiert haben, lasse ich es diesmal durchgehen“.
Auch das war Vorstellungskraft!

Sogar der Verkehrspolizist hört vernünftig zu, wenn er richtig angesprochen
wird, aber wehe dem Autofahrer, der versucht, mit dem Polizisten zu diskutieren
und ihm weiszumachen versucht, dass die Tachoanzeige schuld gewesen
sei!

Eine Form von Vorstellungskraft gibt es allerdings, vor der ich Sie warnen
möchte!
Einige Leute scheinen zu glauben, dass ihnen die Welt etwas schulde oder
dass sie sich ohne Rücksicht auf andere durchboxen könnten. In den Vereinigten
Staaten sind über 160.000 Personen inhaftiert und praktisch jeder
einzelne davon ist deshalb hinter Gittern, weil er sich vorstellte, dass er sich
im Spiel des Lebens über die Rechte anderer hinwegsetzen könnte.

Im Staatsgefängnis von Ohio sitzt ein Mann über fünfunddreißig Jahre wegen
Scheckfälschung ab, und der Höchstbetrag, den er aufgrund der Fehlanwendung
seiner Vorstellungskraft erzielen konnte, belief sich auf mickrige zwölf
Dollar!

Darüber hinaus gibt es noch eine weitere Form der falsch angewandten Vorstellungskraft.
Ich beziehe mich auf den heranwachsenden Jungen oder das
junge Mädchen, welche meinen, dass sie bereits mehr Ahnung vom Leben
hätten als ihr Vater. Diese Dinge legen sich allerdings mit der Zeit. Das ist
zumindest meine Erfahrung.

Zeit und Vorstellungskraft (welche oft das Ergebnis von Zeit ist) lehren uns
vieles, das Wichtigste aber ist:

Dass sich die Menschen in vielerlei Hinsicht ähneln.
Falls Sie, werter Verkäufer, wissen wollen, was Ihr Kunde denkt, studieren Sie
sich selbst und finden Sie heraus, was Sie an seiner Stelle denken würden.
Studieren Sie sich selbst und gehen Sie Ihren Beweggründen auf den Grund.

Finden Sie heraus, was Sie davon abhält, bestimmte Dinge zu tun und warum

Sie andere tun, und Sie werden der praktischen Nutzung Ihres Vorstellungsvermögens
einen wesentlichen Schritt näher gekommen sein.

Der beste Partner des Detektivs ist seine Vorstellungskraft. Seine erste Frage
lautet: „Was ist das Motiv?“ Wenn er dieses feststellen kann, kann er
meist auch den Täter ermitteln.

Ein Mann, dem sein Pferd abhanden gekommen war, setze für das Auffinden
des Tiers eine Belohnung von fünf Dollar aus. Einige Tage darauf erschein
ein Junge, der allgemein als „geistig unterbemittelt“ galt, mit dem Pferd und
verlangte seine Belohnung. Der Besitzer war neugierig und wollte wissen, wie
der Junge das Pferd gefunden habe. „Woher wusstest du, wo du nach dem
Pferd suchen solltest?“ Der Junge antwortete: „Nun, ich habe mir einfach
überlegt, wo ich hingehen würde, wenn ich ein Pferd wäre.

Dann ging ich dort hin und das Pferd war dort“. Gar mancher, dem geistige
Fähigkeiten nicht abgesprochen werden, bringt nicht so viel Vorstellungskraft
auf wie dieser Junge.

Wenn Sie wissen wollen, wie sich andere verhalten werden, setzen Sie Ihre
Vorstellungskraft ein. Denken Sie sich in sie hinein und versetzen Sie sich an
ihre Stelle. Was hätten Sie an ihrer Stelle getan?

Das ist Vorstellungskraft!

Jeder Mensch sollte sich etwas von einem Träumer bewahren. Jedes Geschäft
und jede Branche braucht seine Träumer. Aber der Träumer darf es
nicht mit dem Träumen bewenden lassen, er muss auch aktiv werden. Oder
aber er verbündet sich mit jemanden, der Träume in Wirklichkeit umsetzen
kann.

Die Vereinigten Staaten sind ein Ergebnis der Vorstellungskraft in den Gehirnen
von Männern, die Träume mit Aktion verbanden!

Ihr Bewusstsein ist in der Lage, viele neue und nützliche Kombinationen alter
Ideen zu produzieren, aber das Wichtigste, wozu es in de Lage ist, ist die
Schaffung eines zentralen Ziels, welches Ihnen das beschert, woran Ihnen
am meisten gelegen ist.

Ihr zentrales Ziel lässt sich rasch in die Praxis umsetzen, nachdem Sie es in
der Wiege Ihrer Vorstellungskraft ausgeformt haben. Sofern Sie sich nach
den Anweisungen in Lektion zwei gerichtet haben, befinden Sie sich jetzt auf
dem Weg zum Erfolg, weil Sie wissen, was Sie wollen und weil Sie einen Plan
für die Umsetzung haben.

Wer weiß, was er will und bereit ist, den Preis zu bezahlen, hat die Schlacht
bereits halb gewonnen. Ein zentrales Ziel erfordert sowohl den Einsatz von
Vorstellungskraft als auch Entscheidungsfähigkeit. Die Entscheidungsfähigkeit
wächst mit der praktischen Nutzung. Sofortige Entscheidungen, die die
Vorstellungskraft anweisen, ein zentrales Ziel festzulegen, bringen auch in
anderen Bereichen bessere Entscheidungen hervor.

Unbilden und vorübergehende Rückschläge erweisen sich in der Regel als
Segen. Der Grund dafür ist, dass sie uns gleichermaßen zum Einsatz der Vorstellungskraft
wie der Entscheidungsfähigkeit zwingen. Aus diesem Grunde
kämpft ein Mann meist besser, wenn er mit dem Rücken zur Wand steht und
weiß, dass er nicht weiter zurückweichen kann. Ihm bleibt dann keine andere
Wahl als zu kämpfen, da der Fluchtweg abgeschnitten ist.

Nie ist die Vorstellungskraft so aktiv wie in einer Notsituation, wenn schnelle
und definite Entscheidungen getroffen werden müssen und wenn sofortiges
Handeln geboten ist.

In solchen Augenblicken haben Menschen Entscheidungen gefällt, Pläne entworfen
und ihre Vorstellungskraft auf eine Art und Weise eingesetzt, die sie
in den Bereich des Genialen rückten. Viele Genies verdanken dies der Notwendigkeit,
dass sie ihr Vorstellungsvermögen auf ungewöhnliche Weise stimulieren
mussten, weil sie sich einer Herausforderung gegenüber sahen, die
schnelles Denken und prompte Entscheidungen verlangte.

S. 242

Fortsetzung folgt!

2 Gedanken zu “Erfolgsgesetze von Napoleon Hill – Teil 5/7

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