Erfolgsgesetze von Napoleon Hill – Teil 5/1

Erfolgsgesetze von Napoleon Hill – Teil 5/1

Erfolgsgesetze

in sechzehn Lektionen

Die wahre Philosophie,
auf der persönlicher Erfolg aufbaut.
Ein Erstlingswerk der Weltgeschichte,

verfasst im Jahre 1928

von

Napoleon Hill

herausgegeben von
I-Bux.Com

Wissen, das Ihr Leben gestaltet

Diese E-Book-Reihe ist völlig gratis.

Es ist Ihnen ausdrücklich gestattet,
die Kursteile gesamt oder auszugsweise auf Ihrer Homepage
oder anderweitig anderen Personen anzubieten.

Teil 6
– Vorstellungsvermögen

Lektion 1: Das Mastermind
Lektion 2: Ein zentrales Ziel
Lektion 3: Selbstbewusstsein
Lektion 4: Die Gewohnheit des Sparens
Lektion 5: Eigeninitiative und Führungsqualitäten

„Erfolgsgesetze in sechzehn Lektionen“

von

Napoleon Hill

Lektion 6
– Vorstellungsvermögen –

ddddddddddddddd

Wer über seinen
Nächsten herzieht,
gibt unwissentlich
preis, wie es in ihm
selbst aussieht.

Vorstellungsgabe, Vorstellungskraft, Vorstellungsvermögen, Imaginationskraft,
Fantasiereichtum – der Begriff ist nicht das Wesentliche (und wird aus
stilistischen Gründen hier abwechselnd gebraucht), worauf es ankommt, ist,
was damit gemeint ist:

Das Vorstellungsvermögen ist die Werkstatt des menschlichen Bewusstseins.
Dort werden alte mit neuen Ideen und Fakten zusammengebracht und
einer neuen Verwendung geführt. Ein Lexikon liefert folgende Definition:

„Die Gabe des konstruktiven Intellekts, Wissen oder Gedanken in
Form neuer, origineller und rationeller Systeme zusammen zu fügen,
die konstruktive oder schöpferische Fähigkeit, die Bilderkraft
des Bewusstseins, die Ausgestaltung geistiger Bilder oder die
geistige Darstellung von Gegenständen oder Ideen, insbesondere
sinnlich wahrgenommener Objekte; auch die Wiedergabe und
Kombination dieser geistigen Bilder oder Ideen bzw. neu aufgerufenen
Fakten mit mehr oder weniger irrationalen oder abnormalen
Veränderungen“.

Das Vorstellungsvermögen wurde als die Schöpferkraft der Seele bezeichnet,
dies klingt jedoch etwas abstrakt und geht tiefer als für die Zwecke dieses
Kurses erforderlich, da wir uns in diesem Teil darauf beschränken wollen, wie
diese Gabe für die Erreichung materieller Ziele eingesetzt werden kann.

Sofern Sie die vorher gehende Lektion gründlich verstanden haben und
beherrschen, wissen Sie jetzt, dass sich das Rohmaterial, aus dem Sie Ihr
zentrales Ziel zusammen stellten und kombinierten, in Ihrer Vorstellung befindet.
Sie wissen auch, dass Selbstbewusstsein sowie Eigeninitiative und Führungsqualitäten
ebenfalls zunächst in Ihrer Vorstellung geschaffen werden
müssen, bevor sie Wirklichkeit werden können, denn in der Werkstatt Ihrer
Vorstellung wird das Prinzip der Autosuggestion eingesetzt, damit es die notwendigen
Eigenschaften erschaffe.

Die vorliegende Lektion über das Vorstellungsvermögen könnten wir auch als
den „Dreh- und Angelpunkt“ dieses Kurses bezeichnen, denn jede einzelne
Kurseinheit führt wieder zu diesem Kurs zurück und dreht sich um dieses
Prinzip.

Sie werden niemals ein zentrales Lebensziel haben,
Sie werden niemals Selbstbewusstsein besitzen,
Sie werden niemals mit Eigeninitiative und Führungsqualitäten gesegnet
sein, außer Sie entwickeln diese Eigenschaften zuerst in Ihrer Vorstellung
und können sich bereits in Besitz dieser Qualitäten sehen.

So wie der Eichbaum aus einem Keim in der Eichel wächst und sich der Vogel
aus einem Keim im Ei entwickelt, werden auch Ihre Ergebnisse im materiellen
Bereich aus den geordneten Plänen erwachsen, die Sie in Ihrer Vorstellung
ausarbeiten.

v Zuerst kommt das Denken.
v Dann werden die Gedanken in Form von Ideen und Plänen geordnet.
v Als nächstes werden diese Pläne in Realität umgesetzt.

Am Anfang steht also die geistige Vorstellung.

1. Nachdenken
2. Planen
3. Umsetzen

Die Vorstellung ist sowohl interpretativ wie auch kreativ:
Sie kann Fakten, Konzepte und Ideen prüfen und sie kann daraus neue Kombinationen
und Pläne erstellen.

Aufgrund seiner interpretativen Fähigkeit besitzt das Vorstellungsvermögen
ein etwas, das ihm normalerweise nicht zugeschrieben wird, nämlich die
Macht, von außen kommende Schwingungen und Gedankenwellen zu registrieren,
so wie ein Rundfunkgerät Schallwellen aufnimmt. Das Prinzip, über
das diese interpretative Fähigkeit des Vorstellungsvermögens funktioniert, ist
die Telepathie, also die Kommunikation zwischen Bewusstseinen über kurze
oder lange Strecken hinweg, ohne die Zuhilfenahme physischer oder mechanischer
Geräte, so wie in der Einführungslektion zu diesem Kursus erläutert.

Für den Kursteilnehmer, der sich auf eine möglichst effiziente Nutzung seiner
Vorstellungsgabe vorbereiten will, spielt die Telepathie insofern eine große
Rolle, als es ja die telepathische Fähigkeit des Vorstellungsvermögens ist,
welche ständig die unterschiedlichsten Wellen und Schwingungen aufnimmt.
So genannte „Eingebungen“, „Anwandlungen“ und „Ahnungen“ veranlassen
den Menschen dazu, sich eine gewisse Meinung zu bilden oder sich für eine
bestimmte Vorgehensweise zu entscheiden, auch wenn Logik und Verstand
nicht dafür sprechen. In der Regel handelt es sich hierbei um umher schwirrende
Gedankenwellen, die vom Vorstellungsvermögen registriert wurden.

Das vor kurzem entwickelte Rundfunkgerät hat uns das Verständnis vermittelt,
dass die Elemente des Äthers derart empfindlich und belebt sind, dass
ständig alle möglichen Schallwellen mit blitzartiger Geschwindigkeit durch die
Gegend schwirren. Man braucht nur die Funktionsweise eines modernen Radios
zu begreifen und schon offenbart sich einem das Wesen der Telepathie.

Dieses Prinzip wurde im Rahmen psychologischer Untersuchungen so gut
erforscht, dass es nicht an Beweisen dafür mangelt, dass zwei Bewusstseine,
die sich miteinander in Harmonie befinden, über weite Entfernungen Gedanken
senden und empfangen können, ohne dass es dazu irgendwelcher Apparaturen
bedürfe. Zwar ist es äußerst selten, dass zwei Bewusstseine so harmonisch
aufeinander eingestellt sind, dass es zu keiner Unterbrechung der
Gedankenkette kommt, dennoch liegen genügend Beweise dafür vor, dass
geordnete Gedanken zumindest teilweise empfangen werden konnten.

Damit Sie besser verstehen, wie sehr die fünfzehn Faktoren, welche Bestandteil
dieses Kurses sind, ineinander greifen, bedenken Sie zum Beispiel was
geschähe, wenn ein Vertreter, dem es an Selbstbewusstsein mangelt und
der nichts von seinen Produkten hält, das Geschäft eines potenziellen Kunden
betritt. Unabhängig davon, ob sich der Besuchte dessen bewusst ist oder
nicht, „spürt“ er beim Vertreter einen Mangel an Selbstbewusstsein. Die Bemühungen
des Vertreters werden durch dessen eigene Denkweise untergraben!
Dies erklärt aus einer weiteren Sicht, warum das Selbstbewusstsein
einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren ist.

Das Prinzip der Telepathie und das Gesetz der Anziehung erklären gar manchen
Misserfolg. Falls das Bewusstsein eine Tendenz hat, aus dem Äther die
gedanklichen Schwingungen anzuziehen, die mit den vorherrschenden Gedanken
eines bestimmten Bewusstseins harmonieren, ist leicht nachvollziehbar,
warum ein negatives Bewusstsein, das sich auf Misserfolg konzentriert und
dem die Lebenskraft des Selbstbewusstseins fehlt, kein positives Bewusstsein
anzieht, das von Erfolgsgedanken beherrscht wird.

Fortsetzung folgt!

Fortsetzung folgt!