Erfolgsgesetze von Napoleon Hill – Teil 4/1

Erfolgsgesetze
in sechzehn Lektionen

Die wahre Philosophie,
auf der persönlicher Erfolg aufbaut.
Ein Erstlingswerk der Weltgeschichte,

verfasst im Jahre 1928
von

Napoleon Hill
herausgegeben von
I-Bux.Com
Wissen, das Ihr Leben gestaltet

Diese E-Book-Reihe ist völlig gratis.

Es ist Ihnen ausdrücklich gestattet,
die Kursteile gesamt oder auszugsweise auf Ihrer Homepage
oder anderweitig anderen Personen anzubieten.

Lektion 1: Das Mastermind
Lektion 2: Ein zentrales Ziel
Lektion 3: Selbstbewusstsein
Lektion 4: Die Gewohnheit des Sparens

„Erfolgsgesetze in sechzehn Lektionen“

von
Napoleon Hill

Wenn Sie nicht wissen,
was Sie tun sollen
oder wie es
weitergeht –
lächeln Sie!
Das wird Sie etwas entspannen!

Bevor Sie sich dieser Kurseinheit widmen, gestatten Sie mir bitte nochmals
den Hinweis, dass die einzelnen Lektionen zusammen hängen.
Sie werden feststellen, dass die gesamten sechzehn Einheiten so aufeinander
aufbauen und ineinander greifen, dass Sie ein harmonisches Ganzes bilden
und die Faktoren, welche auf dem Wege eines organisierten Krafteinsatzes
zur Herausbildung von Macht führen, Punkt für Punkt aufzählen.
Sie werden ebenfalls bemerken, dass jeder einzelnen Kurseinheit die grundlegenden
Prinzipien der angewandten Psychologie zugrunde liegen, auch wenn
in jeder Einheit jeweils unterschiedliche Anwendungen dieser Prinzipien aufgezeigt
werden.
Die vorliegende Einheit über Eigeninitiative und Führungsqualitäten baut auf
der Lektion über Selbstbewusstsein auf. Der Grund ist schlichtweg, dass niemand
eine Führungskraft werden oder Eigeninitiative entwickeln kann, wenn
er nicht auch an sich glaubt.
Eigeninitiative und Führungsqualitäten verstehen sich in der vorliegenden
Kurseinheit als zusammenhängender Begriff, da Führungseigenschaften eine
Erfolgsvoraussetzung bilden und da Eigeninitiative das Fundament darstellt,
auf dem die notwendigen Führungseigenschaften aufbauen.
Für den Erfolg ist Eigeninitiative so unerlässlich wie eine Nabe für ein Speichenrad.
Und was ist Eigeninitiative?
Sie ist eine äußerst seltene Eigenschaft, die nicht nur der Auslöser dafür ist,
dass ein Mensch tätig wird, sondern ihn förmlich dazu drängt – ohne dass
man ihm dies anschaffen müsste! Elbert Hubbard äußerste sich zum Thema
Eigeninitiative wie folgt:
„Für eines verleiht die Welt große Geld- und Ruhmespreise: Für die eigene Initiative!
„Worum geht es bei der Initiative? Ich sage es Ihnen: Es geht darum, von sich aus das
Richtige zu tun.
„Dicht darauf folgt die Haltung, etwas sofort zu tun, sobald man den entsprechenden
Auftrag erhält. Bring die Botschaft an García! Die Überbringer der Botschaft erhalten
große Auszeichnungen, aber ihr Lohn ist nicht immer gebührend groß.
Dann folgen jene, die das Richtige tun, sobald sie dazu geschubst werden. Diese Gruppe
erhält Gleichgültigkeit statt Ehren, und Mitleid statt Lohn.
Noch weiter hinten folgen jene, die nicht einmal dann das Richtige tun, wenn es ihnen
jemand vormacht und bei ihnen bleibt, um sie anzulernen. Das sind die bedauernswerten
Leute, die sich von einem Arbeitsplatz zum nächsten durchschlagen, sofern sie
nicht aus einem begüterten Elternhaus stammen, aber auch in diesem Fall wartet
das Schicksal geduldig hinter der Ecke, bis es zuschlägt.
Welcher Gruppe möchten Sie angehören?“
„Die Botschaft an
García“ ist eine
Geschichte von
Elbert Hubbard Sie
beschreibt die Initiative
eines Soldaten
im kubanisch-amerikanischen
Krieg
im Jahre 1898.
Der Soldat wurde
beauftrag, dem
kubanischen Kommandanten,
García,
eine Botschaft zu
übrigen, ohne zu
wissen, wo sich
dieser befand.
Die Geschichte
wurde verfilmt.

Zwar werden Sie Innenschau betreiben und nach Ihrer Bestandsaufnahme
sowie nach Abschluss der sechzehn Lektion selbst entscheiden müssen, welche
der fünfzehn Faktoren Sie am dinglichsten benötigen, es ist jedoch eine
gute Idee, bei dieser Bestandsaufnahme auch die von Elbert Hubbard gestellte
Frage zu berücksichtigen.
„Welcher Gruppe möchten Sie angehören?“
Führungseigenschaften kann nur entwickeln, wer sich auch die Gewohnheit
der Eigeninitiative angeeignet hat. Um Führungseigenschaften müssen Sie
sich selbst bemühen, sie werden nicht auf Sie zukommen. Falls Sie die Ihnen
persönlich bekannten Führungskräfte und Führungspersönlichkeiten sorgfältig
studieren, werden Sie feststellen, dass sie allesamt nicht nur Eigeninitiative
gezeigt haben, sondern auch ein zentrales Ziel verfolgten. Sie werden auch
feststellen, dass sie über die in der dritten Einheit beschriebene Eigenschaft
verfügten: über Selbstbewusstsein.
Diese Fakten sind in dieser Kurseinheit deshalb aufgeführt, weil Sie Ihnen
vor Augen führen, dass sich erfolgreiche Menschen sämtlicher der in diesen
sechzehn Einheiten aufgeführten Faktoren bedienen und aus dem noch viel
wichtigeren Grunde, dass es sich für Sie als äußerst nützlich erweisen wird,
das Prinzip des organisierten Krafteinsatzes gründlich zu verstehen.
Bedenken Sie auch, dass dieser Erfolgskurs nicht als Abkürzung oder Schnellstraße
zum Erfolg verstanden werden kann. Er ist auch keine mechanische
Formel, welche Ihnen den Erfolg ohne Ihr Zutun bringen wird. Der wahre
Wert dieses Kurses liegt in der Umsetzung und nicht im Kursus selbst. Der
Hauptzweck dieses Kurses besteht darin, die in den sechzehn Lektionen dargestellten
fünfzehn Eigenschaften in Ihnen zu verankern. Die Eigeninitiative ist
dabei eine der wichtigsten.
Beschreiben wir nun detailliert, wie mir dieses Prinzip, das von vielen Menschen
als schwierig bezeichnet wird, in der geschäftlichen Praxis geholfen
hat.
Im Jahre 1916 benötige ich $ 25.000,– für die Gründung einer Bildungseinrichtung;
ich verfügte jedoch weder über diese Summe noch über ausreichende
Sicherheiten, um sie bei einer Bank aufzunehmen. Habe ich nun
mein Los betrauert oder gedacht, was ich doch erreichen könnte, wenn sich
nur ein barmherziger Samariter meiner erbarmen und mir den benötigten
Betrag borgen würde?
Keineswegs!
Ich tat genau das, was ich im folgenden auch Ihnen anraten werde. Zunächst
machte ich die Aufnahme dieses Kapitals zu meinem zentralen Ziel. Als
zweites arbeitete ich einen vollständigen Plan aus, über den ich dieses Ziel
verwirklichen würde. Gestärkt durch genügend Selbstbewusstsein widmete
ich mich der Eigeninitiative, ich machte mich an die praktische Verwirklichung
meines Plans. Bevor es zur „Tat“ kam, habe ich jedoch sechs Wochen damit
verbracht, mich gedanklich mit diesem Vorhaben zu beschäftigen. Damit ein
Plan auf einem soldiden Fundament steht, müssen seine Bestandteile sorgfältig
ausgewählt werden.

Hier kommt das Prinzip des organisierten Krafteinsatzes ins Spiel. Über
dieses Prinzip kann man mehrere Interessen so bündeln, dass jede einzelne
dieser Interessen nachhaltig gestärkt wird und sie sich gegenseitig unterstützen,
so wie ein Kettenglied die anderen Glieder unterstützt.
Ich wollte diese $ 25.000,–, um damit eine Schule für Werbung und Verkauf
zu gründen. Dazu war zweierlei nötig. Zum einen das fehlende Startkapital von
$ 25.000,– und zum anderen das Lehrmaterial, welches ich sehrwohl hatte.
Meine Aufgabe bestand nun darin, mich mit einer Gruppe von Männern zu
verbünden, die das, was ich hatte, benötigten und die mir ihrerseits die $
25.000,– gaben. Dieses Bündnis sollte über einen Plan zustande kommen,
der allen Beteiligten Nutzen bringen müsste.
Nachdem mein Plan ausgearbeitet war und er mir tragfähig und umsetzbar
erschien, legte ich ihn dem Eigentümer einer gut bekannten und renomierten
Wirtschaftsschule vor, die gerade zu diesem Zeitpunkt arg mit dem Wettbewerb
zu kämpfen hatte und einen solchen Plan gut gebrauchen konnte.
Ich legte den Plan etwa mit folgenden Worten vor:
„Sie besitzen eine der anerkanntesten Facheinrichtungen in dieser Stadt und Sie brauchen
einen Plan, um der harten Konkurrenz zu begegnen. Sie verfügen auch über einen
ausgezeichneten Ruf. Ich habe hier einen Plan, wie Sie diese Aufgabe meistern. Verbünden
wir uns also über einen Plan, der Ihnen das gibt, was Sie benötigen und mir gibt, was
ich benötige“.
Dann führte ich meinen Plan weiter aus:
„Ich habe einen praktischen Kursus über Werbung und Verkauf verfasst.
Da dieser Kursus auf meinen eigenen Schulungserfahrungen mit Verkäufern beruht,
aber auch auf denen zahlreicher anderer erfolgreicher Werbekampagnen, ist er praxiserprobt
und hat sich bewährt.
Der Platz, den Sie einnehmen und die Kompetenz, über die Sie verfügen, lassen sich mit
mathematischer Genauigkeit anhand des Dienstes ermessen, den Sie erbringen. Falls
Sie Ihren Ruf dazu benutzen, mir bei der Vermarktung dieses Kurses zu helfen, werde ich
ihn in Ihrer Schule zum festen Bestandteil des Unterrichtsstoffes machen und mich um
den Unterricht kümmern. Sie hätten dann eine spezielle Fachrichtung, die keine andere
Wirtschaftsschule in dieser Stadt hat. Aus diesem Grunde hätten Sie in diesem Bereich
auch keine Konkurrenz.
Die Werbung, die Sie für diesen Kurs durchführen, kommt auch den anderen Fächern zugute,
die Sie anbieten. Sie können die gesamten Werbekosten für diesen Kursus meinem
Bereich belasten, und diese Kosten werden dann von diesem neuen Fachbereich bezahlt,
wobei Sie die weiteren Vorteile, die Sie als Nebeneffekt für die übrigen Fachbereiche erhalten,
kostenfrei erhalten.
Nun werden Sie wissen wollen, wo mein Vorteil bei diesem Geschäft liegt. Das sage ich
Ihnen gerne. Mein Vorschlag ist, dass Sie mit mir einen Vertrag schließen, in dem vereinbart
wird, dass mein Fachbereich und mein Kurs für Werbung und Verkauf ab dem Zeitpunkt,
ab dem die Einnahmen aus meinem Bereich der Höhe entsprechen, die Sie für die
Werbung ausgegeben haben, in meinen Besitz übergehen und ich diesen Fachbereich
dann von Ihrer Schule abtrennen und unter meinem eigenen Namen weiterführen kann.
Der Plan fand seine Zustimmung und der Vertrag wurde geschlossen. (Bedenken
Sie bitte, dass mein zentrales Ziel darin bestand, $ 25.000,– zu erhalten,
wofür ich keine Sicherheit bieten konnte).

Fortsetzung folgt!