Täglicher Motivationstipp für mehr Erfolg und Motivation in Ihrem Leben

147. Arbeiten Sie härter an sich als an Ihrem Job!

Wenn Sie Ihren Wert für andere und damit auch Ihre Bezahlung erhöhen wollen, müssen
Sie anfangen an Ihrer persönlichen Entwicklung zu arbeiten. Wenn Sie mehr Geld wollen,
dann sorgen Sie dafür, dass Sie Ihren Wert für andere steigern. Ihr wichtigster Job sollte
es sein ständig dazuzulernen und besser zu werden. Ein erfolgreiches und glückliches
Leben zu führen ist Ihre Hauptaufgabe – nicht gute Büroarbeit zu leisten.

„Das Arbeiten ist meinem Gefühl nach dem Menschen
so gut ein Bedürfnis als Essen und Schlafen.“

Wilhelm von Humboldt

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Ihr „Zitat des Tages“ vom 14.03.2011‏

„Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als
ein Atom. “

Albert Einstein
War ein deutscher Physiker. Seine Beiträge zur theoretischen
Physik veränderten maßgeblich das physikalische Weltbild. 1921
erhielt er den Nobelpreis für Physik.
geboren 14.03.1879 in Ulm (Baden-Württemberg), Deutschland
gestorben 18.04.1955 in Princeton (New Jersey), USA

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Japan-Live-Ticker AKW Neckarwestheim 1 muss vom Netz

Jetzt droht der Gau. In zwei der drei Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima soll es zumindest eine partielle Kernschmelze gegeben haben. Sogar die Deutschen kaufen jetzt Jod. Verfolgen Sie das Geschehen im news.de-Live-Ticker.

17.51 Uhr: Die Lufthansa untersucht ihre aus Japan ankommenden Flugzeuge inzwischen routinemäßig auf radioaktive Strahlung. Dies sei eine reine Vorsichtsmaßnahme und geschehe aus eigener Initiative, sagte ein Sprecher in Frankfurt. Bisher seien alle Untersuchungen ohne Befund gewesen.

17.48 Uhr: Das seit rund 35 Jahren laufende Atomkraftwerk Neckarwestheim 1 (Baden-Württemberg) muss angesichts des Atom-Moratoriums der Regierung vom Netz genommen werden. Dies machte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) in Berlin deutlich.

17.46 Uhr: Japans Industrie ist nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami erst einmal lahmgelegt. Viele Unternehmen mussten die Produktion einstellen. Fabriken in den erschütterten Regionen wurden zerstört und der Strom fiel aus. In Tokios Zentrum blieben viele Einzelhandelsgeschäfte am Montag geschlossen. In Großmärkten nahe der Hauptstadt Tokio bildeten sich lange Schlangen wegen der Hamsterkäufe verzweifelter Menschen.

17 Uhr: Die US-Marine hat mehrere Schiffe aus der Nähe der Atomanlagen von Fukushima abgezogen, nachdem bei 17 Besatzungsmitgliedern von Hilfshubschraubern eine geringe Strahlenbelastung gemessen worden war.

16.19 Uhr: Auch Deutsche kaufen aus Angst vor radioaktiven Wolken angeblich verstärkt Jodtabletten. Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, warnte: «Es gibt keinen Grund, hierzulande zusätzlich Jod zu sich zu nehmen. Dies ist gesundheitsschädlich».

16.10 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die längeren Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke nach der Atomkatastrophe in Japan für drei Monate aussetzen. Das kündigte sie am Montag im Beisein von Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP) in Berlin an. «Es gibt bei dieser Sicherheitsprüfung keine Tabus.» Deutschland könne aber noch nicht auf die Atomkraft verzichten. Die im Durchschnitt 12 Jahre längeren Laufzeiten waren erst im Herbst beschlossen worden.

16.06 Uhr: Deutsche Konzerne sehen nach den dramatischen Ereignissen in Japan ihre dortigen Mitarbeiter derzeit außer Gefahr. Der Elektrokonzern Siemens teilte mit, alle 2500 Mitarbeiter und ihre Familien in Japan befänden sich in Sicherheit. Auch Volkswagen gab bekannt, nach bisherigen Erkenntnissen seien alle Mitarbeiter unversehrt. Volkswagen hat rund 600 Mitarbeiter in Japan – einschließlich aller Konzernmarken seien es 1100 Beschäftigte, darunter gut 40 Deutsche.

15.50 Uhr: Deutschland läuft Sturm gegen Atomkraft. Am Abend soll es Mahnwachen in über 300 Städten geben. Nordrhein-Westfalens rot-grüne Regierung will die Novelle zur Verlängerung der Laufzeiten nicht nur aussetzen, sondern komplett kippen. Dazu wolle die Landesregierung am Freitag eine Bundesratsinitiative starten, kündigte Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) in Düsseldorf an.

Die großen deutschen Stadtwerke unterstützen ein Aussetzen der Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke. «Experten sind sich einig, dass ein Umstieg auf erneuerbare und hocheffiziente Anlagen möglich ist», sagte der Koordinator der Stadtwerke-Kooperation 8KU, Thomas Prauße.

15.34 Uhr: Der japanische Ingenieur, Masashi Goto, der an der Planung des Atommeilers in Fukushima beteiligt war, warnt vor einem schlimmen Szenario:
Bei einer Kernschmelze und einer Explosion könnte Plutonium über eine doppelt so große Region verbreitet werden als bisher angenommen. Der Grund sei ein besonderer Brennstoff, der in Fukushima verwendet werde. Die nächsten 24 Stunden seien entscheidend, sagte Goto gegenüber der BBC.

15.28 Uhr: Kurssturz. Die Aktien der beiden größten deutschen Stromversorger Eon und RWE gaben deutlich nach. Mit Einbußen von mehr als vier Prozent waren die Energieriesen bis zum Mittag die größten Verlierer im Deutschen Aktienindex Dax – noch vor dem Rückversicherer Munich Re.

15.10 Uhr: 41 deutsche Experten des Technischen Hilfswerks (THW) sind nach der Erdbebenkatastrophe in Japan in ihrem Einsatzgebiet im Nordosten des Landes angekommen und bereiten ihre Arbeit vor. Ihr Basislager liegt in der Stadt Tome rund 50 Kilometer nördlich von Sendai. Der Einsatzabschnitt sei ihnen von den örtlichen Behörden zugeordnet worden. Die japanische Regierung möchte indes keine weiteren Hilfsteams im Land. Es gebe Schwierigkeiten, die Helfer in das Katastrophengebiet zu bringen.

14.49 Uhr: Die Angst vor der Strahlenwolke geht um. Ein Hubschrauber hatte bereits am Sonntag, etwa 100 Kilometer vom japanischen Atomkraftwerk Fukushima entfernt, kleine Mengen radioaktiver Partikel gemessen. Einem Bericht der New York Times zufolge gehen japanische und amerikanische Experten davon aus, dass die Reaktoren in Fukushima über Wochen und Monate radioaktives Material an die Umwelt abgeben und Strahlenwolken verursachen werden. Die BBC berichtet unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP, dass in Finnland aus Angst vor der radioaktiven Wolke ein Run auf Jod-Tabletten eingesetzt habe.

14.15 Uhr: Laut Beobachtungen des U.S. Geological Survey hat es im Laufe des heutigen Tages bisher 38 Erbeben in Japan gegeben. Das stärkste Beben habe eine Magnitude von 6,9 erreicht.

13.55 Uhr: Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Eins droht nach Angaben der Behörden eine Kernschmelze in drei Reaktoren, sagte Regierungssprecher Yukio Edano der Nachrichtenagentur Kyodo.

13.26 Uhr: Eine teilweise Kernschmelze hat möglicherweise im Reaktor zwei des japanischen Kernkraftwerkes Fukushima stattgefunden. Dies teilte die Betreiberfirma Tepco laut der Nachrichtenagentur Kyodo mit. Ein erster Versuch, den Reaktor mit Meerwasser zu kühlen, war vor einigen Stunden fehlgeschlagen.

13.10 Uhr: Bundeskanzlerin Merkel will offenbar die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke aussetzen. Merkel habe diese Entscheidung im kleinen Kreis vorbereitet und mit dem CDU-Präsidium abgestimmt, berichtet Focus Online unter Berufung auf Regierungskreise. In dieser Zeit solle die Sicherheitslage in den deutschen Atommeilern mit Blick auf die Erkenntnisse aus Japan überprüft werden.

13 Uhr: Die Schweizer Regierung setzt vor dem Hintergrund der Atomunfälle in Japan die Pläne zur Bewilligung neuer Atomkraftwerke vorerst aus. Das erklärte Energieministerin Doris Leuthard in Bern. Bei den bestehenden fünf Kernkraftwerken leite die Behörde für Nuklearsicherheit Ensi eine vorzeitige Sicherheitsüberprüfung ein, teilte ihr Ministerium weiter mit.

12.50 Uhr: Die katastrophale Lage in Japan beeinträchtigt weiter den Flugplan der Lufthansa. Die Maschine aus Tokio wird erneut mit siebenstündiger Verspätung gegen 21 Uhr in Frankfurt am Main erwartet. Ein Flugzeug aus Osaka soll erst am frühen Dienstagmorgen um 5:15 Uhr in Frankfurt landen, statt wie geplant 15:30 Uhr am heutigen Nachmittag. Der Flug Nagoya-Frankfurt wurde annulliert. Eine massive Verspätung müssen auch Passagiere hinnehmen, die von Tokio nach München fliegen: Die Maschine wird dem Sprecher zufolge für 23:30 Uhr erwartet, statt geplant 16:45 Uhr.

12.40 Uhr: 17 US-Marinesoldaten sind möglicherweise beim Einsatz vor der japanischen Küste kontaminiert worden. Nach einem Bericht der New York Daily News wurde bei ihnen radioaktive Kontaminierung festgestellt.

12.30 Uhr: Die japanische Notenbank pumpt Milliarden in den heimischen Finanzmarkt, um die Wirtschaft nach dem Jahrhundertbeben zu stützen. Umgerechnet mehr als 130 Milliarden Euro wurden als kurzfristige Notfall-Geldspritze bereitgestellt, weitere mehr als 40 Milliarden Euro für zusätzliche Wertpapierankäufe. Die Notenbank stehe bereit alles zu tun, um die Auswirkungen des Bebens zu mildern, sagte ihr Präsident Masaaki Shirakawa.

12.14 Uhr: Die nächste Schreckensmeldung: Die BBC berichtet unter Berufung auf japanische Medien, dass die Brennstäbe von Reaktor zwei im AKW Fukushima nicht mehr vollständig vom Wasser bedeckt seien. Die Kernschmelze drohe. Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldet, dass die Brennstäbe komplett trocken liegen. Zuvor war versucht worden, den absinkenden Stand der Kühlflüssigkeit mit Meerwasser aufzufüllen.

12.05 Uhr: Atomkraftgegner wollen am Nachmittag vor dem Bundeskanzleramt für einen sofortigen Atomausstieg demonstrieren. Daran beteiligen wollen sich auch der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel sowie nach Veranstalterangaben Grünen-Chefin Claudia Roth. Die für 17.00 Uhr geplante Mahnwache haben die Naturfreunde Deutschlands angemeldet. Als Reaktion auf die Atomkatastrophe in Japan sind für Montagabend in mehr als hundert Städten Mahnwachen angekündigt worden. Nach Angaben der Organisation ausgestrahlt.de sind bisher Protestveranstaltungen in rund 130 Städten geplant.

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Täglicher Motivationstipp für mehr Erfolg und Motivation in Ihrem Leben

146. Führen Sie durch Ihr Beispiel!

Seien Sie selbst ein Vorbild, nach dem sich die anderen richten können, wenn Sie das
Leben anderer Menschen verändern wollen. Verlangen Sie immer mehr von sich selbst
als von anderen. Gute Führungspersönlichkeiten führen vor allem durch ihr eigenes
Beispiel und nicht durch leere Worte. Wenn Sie wollen, dass man Ihnen folgt, zeigen Sie
den Weg, indem Sie es vormachen.

„Ein Gramm Beispiel gilt mehr als ein Zentner guter Worte.“

Franz von Sales

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Ihr „Zitat des Tages“ vom 10.03.2011‏

„Mein Vater machte mir das größte Geschenk, das jemand einem
anderen Menschen geben kann, er glaubte an mich. “

Jim Valvano, eigentlich James Thomas Anthony Valvano
War ein US-amerikanischer Basketballtrainer.
geboren 10.03.1946 in New York City (New York), USA
gestorben 28.04.1993 in Durham (North Carolina), USA

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Winnenden-Erfahrung | Mein böses Ich

Von news.de-Redakteur Björn Menzel
Artikel vom 10.03.2011

Vor zwei Jahren tötete ein Jugendlicher 15 Menschen und sich selbst. Journalisten fuhren nach Winnenden und schrieben über das Unfassbare – auch für news.de. Doch wie gehen eigentlich die Medienkollegen damit um, vom Ort des Schreckens zu berichten? Eine eigene Erfahrung.

Wenn ich eine Party vor dem Einschlafen retten will, spreche ich einfach über Winnenden. Das will ich nicht oft, aber es funktioniert. Heute noch genauso gut wie vor fast zwei Jahren. Ich brauche nur das Wort Winnenden zu sagen und schon interessieren sich die Leute. Auch wenn sie schon halb besoffen sind oder der kommende Morgen naht. Winnenden steht für eine schreckliche Tat, für etwas Unbegreifliches und für ein großes Warum.

Mit Winnenden ist es wie mit dem Wetter oder dem 11. September. Irgendwie hat jeder schon mal etwas davon gehört, jeder hat sich einige Gedanken darüber gemacht und jeder kann mitreden. Um so besser, wenn man jemanden trifft, der am 11. März 2009 selbst in Winnenden war. Ich habe fünf Meter vor mir die Einschusslöcher in den Fensterscheiben der Schule gesehen, ich habe das Kerzenmeer gesehen, das stündlich größer wurde, ich habe weinende Menschen gesehen, die sich auf offener Straße umarmten und sich nicht mehr loslassen wollten.

Ich habe die Krankenwagen gesehen, die schockierten bleichen Eltern, die erschöpften Helfer, die abgesteckten Tatorte. Ich habe es am Abend nach der Tat keine Stunde in der Kirche beim Gottesdienst ausgehalten. Ich musste da raus. Als sich alle an die Hände fassten, als 1000 Menschen nacheinander zum Altarraum gingen, und dort jeder eine Kerze anzündete. Eine unendlich scheinende Prozession aus Leid. Ich konnte nach zwei Tagen Winnenden keine Jugendlichen mehr befragen, die sichtlich neben sich standen. Mag sein, dass ich als zu schwach gelte. Mag sein, dass ich ein nicht ganz so guter Journalist bin, wie andere.

Abends habe ich mit anderen Journalisten in einer Kneipe gesessen. Wir schrieben unsere Texte und sprachen Beiträge ein. Die Fotografen hatten bereits draußen im Schlamm gelegen und ihre Fotos versandt. So lange, bis das UMTS-Netz zusammengebrochen war. Wir teilten uns in der Kneipe einen Computer, der Zugang zum Internet hatte. Wir sprachen nicht viel, sondern arbeiteten unsere Aufträge ab. Es sah nach Routine aus – aber das war es nicht. Ereignisse wie Winnenden erlebe ich nicht jede Woche als Journalist. Das war mir zwar klar, aber ich hatte noch nicht weiter darüber nachgedacht.

Kritik an die Medien

Die ganze Nacht nach dem 11. März habe ich im Hotelbett gesessen und E-Mails geschrieben. Alle schliefen und ich wollte trotzdem allen etwas erzählen. Und im Nachhinein stellte sich heraus, dass auch alle etwas wissen wollten. Der Hunger nach Informationen war riesig. Ich erlebe ihn noch heute, zum Beispiel bei den Partys. Die Medien waren und sind trotzdem in der Kritik und mit ihnen die Journalisten. Bis heute. Und immer wieder aufs Neue, wenn eine vergleichbare Katastrophe geschieht. Das liegt sicherlich an der Berichterstattung einiger Medien. Es gibt, so kommt es mir vor, jedoch auch schon einen gewissen Reflex: Katastrophe ist schlimm, Betroffene sind zu bedauern, Medien sind böse.

Wie den Medien oft vorgehalten wird, vieles über einen Kamm zu scheren, so machen es Kritiker an dieser Stelle mit den Leuten von Radio, TV und Zeitung. Auch wenn es kein Geheimnis ist, dass sich in jeder Herde einige schwarze Schafe befinden, Journalisten setzen sich durchaus mit der Kritik auseinander. So wie Jochen Kalka. Der Chefredakteur von W&V hat zwei Jahre nach dem verheerenden Mittwoch in Winnenden ein Buch zum Thema heraus gebracht. Kalka wohnt in Winnenden und spart nicht mit Medienschelte. Allerdings: «Meine Kritik bezieht sich immer auf ganz konkrete Dinge, bei denen Journalisten vereinzelt Grenzen überschritten haben», sagt er im Gespräch zu mir.

Zum Beispiel das Titelblatt des Spiegels, auf dem der Täter zu sehen war. Zum Beispiel die Auflistung der 37 spektakulärsten Amokläufe durch die Zeit eine Woche später. «Das sind schwerwiegende Fehler», sagt Kalka. Er kritisiert auch die Leitern an den Friedhofsmauern während der Beerdigungen und das Geben von Geld an Jugendliche, die sich vor Fernsehkameras umarmen sollten. Die Frage ist, warum derartige Dinge passieren.

Ist der Druck aus einigen Redaktionen so groß, dass Journalisten nicht mehr über ihre eigenen ethischen Vorstellungen nachdenken und entscheiden können? Oder geht es mit einigen Medienvertretern während der Berichterstattung über Katastrophen schlicht durch? Beantworten kann das jeder für sich selbst. Jochen Kalka weiß, dass Journalisten ihre falsche Art bemerkt haben und bereits kurze Zeit später anders mit Informationen und deren Beschaffung umgegangen sind.

Journalisten schwören Besserung

Selbst die Bild habe gelernt. Sie werde am zweiten Jahrestag am Freitag eine Seite veröffentlichen, die an die Opfer erinnert. Kalka kann sowohl die Medienschelte als auch die Berichterstattung nachvollziehen. Am ersten Tag noch habe er gedacht, kein Medium sollte über die Tat in Winnenden berichten. Heute sieht er das anders. «Das hat nichts mit der Realität zu tun.» Als Journalist sei es ganz schwer, mit einer derartigen Katastrophe umzugehen. «So gesehen sind auch Journalisten Opfer.»

Darum fordert Kalka auch, so wie es an Schulen Psychologen gibt, für Medienleute Vorsorge zu treffen. «Man müsste in Zukunft Journalisten auch in diese Richtung schulen und ausbilden», sagt er. Sie auf das Berichten über Katastrophen vorbereiten. Mitarbeiter vom Technischen Hilfswerk oder der Feuerwehr werden auch darauf vorbereitet. Es dürfe nicht wieder passieren, so Kalka, dass so viele einfach überfordert waren, wie in Winnenden. Trotzdem: «Journalisten sollten sich der Ernsthaftigkeit eines Themas immer bewusst sein.»

Auch ich habe am ersten Tag in Winnenden alles abgearbeitet. Ich habe meinen Job gemacht und sicherlich würde ich heute einiges anders machen. Das Unglück hätte auch eine Anti-Atomdemo sein können. Es war anfangs egal. Ich habe meinen Fragenkatalog abgearbeitet, wie ein Roboter, der es gelernt hat, bestimmte Dinge zu bestimmten Zeitpunkten zu tun. Die Reflexion kam erst später. Einmal kurz während des Gottesdienstes, den ich dann verlassen habe. Nachts im Hotel und am nächsten Tag auf dem Winnender Wochenmarkt, auf dem das Leben eben nicht weiter ging, als wäre nichts geschehen.

Und ich reflektiere während der müden Partys und weiß: Das Thema interessiert die Menschen und deswegen ist es gut, dass Journalisten da waren und ihren Job gemacht haben. Und sicherlich nicht nur schlecht.

kas/reu/news.de

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Täglicher Motrivationstipp für mehr Erfolg und Motivation in Ihrem Leben

145. Denken Sie positiv, nicht rosarot!

Positiv zu denken heißt nicht zu sagen alles sei gut und dass es keine Proleme auf der
Welt gibt, sondern neue Herausforderungen mutig anzupacken. Sagen Sie sich: „Es läuft
nicht gut, aber was wäre das Leben schon ohne Probleme. Ich freue mich auf diese neue
Herausforderung und ich weiß, dass ich es schaffe!“ Setzen Sie die rosarote Brille ab und
sehen Sie die Welt realitisch, aber verlieren Sie nie Ihren Optimismus.

„Wenn jemand ein Problem erkannt hat
und nichts zur Lösung des Problems beiträgt,
ist er selbst ein Teil des Problems.“

aus Indien

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Libyen | Gaddafi beschimpft den Westen

Neue Hasstirade: In einer TV-Ansprache hat Staatschef Muammar al-Gaddafi die Rebellen und den Westen attackiert. Er sieht eine Verschwörung am Werk. Die USA und Großbritannien beraten derweil über konkrete Schritte gegen den Diktator.

Versucht Gaddafi zu fliehen? Am Mittag gab es Aufregung um ein Flugzeug auf dem Weg von Tripolis nach Ägypten. Eine Maschine vom Typ Falcon 900 soll nach Kairo geflogen und dabei für etwa 14 Minuten im griechischen Flugraum gewesen sein. Wer sich im Flugzeug befand, sei allerdings nicht bekannt, berichtete die halbamtliche griechische Nachrichtenagentur ANA weiter. Die Maschine sei weiter in Richtung Ägypten geflogen. Es gab keine weiteren Hinweise, dass Staatschef Gaddafi an Bord sein könnte. In Ägypten würde er nach Einschätzung von Beobachtern riskieren, nach einer Landung sofort festgenommen zu werden.

Zuvor schlug der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi um sich. Nachdem seine Truppen mehrere Städte angegriffen hatten, die von den Aufständischen kontrolliert werden, beschimpfte er die Übergangsregierung als Bande von «Verrätern».

In einer Rede vor Anhängern, die das libysche Staatsfernsehen am Morgen ausstrahlte, behauptete er, die USA, Frankreich und Großbritannien hätten sich gegen Libyen verschworen, um die Ölfelder unter ihre Kontrolle zu bringen.

Außerdem wiederholte Gaddafi seine kruden Theorien über eine Verschwörung von al-Qaida-Terroristen, die libyschen Jugendlichen Drogen verabreichten. Er sagte: «Was da geschieht, ist ein Wahnsinn. Sie rekrutieren unsere Kinder, die unreif und schwach sind.»

In seiner Ansprache wandte sich Gaddafi auch an die jungen Männer in der umkämpften Stadt Al-Sintan. Er forderte sie auf, sich von den Rebellen abzuwenden. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, präsentierte er Angehörige eines in der Stadt beheimateten Volksstammes, die ihre Treue zu Gaddafi bekundeten.

Obama berät mit Großbritannien weiteres Vorgehen

Angesichts der Gewalt in Libyen haben US-Präsident Barack Obama und der britische Premierminister David Cameron, sich auf das «volle Spektrum möglicher Reaktionen» einzustellen. Wie das Weiße Haus nach einem Telefongespräch der beiden Regierungschefs mitteilte, werden auch ein Waffenembargo und eine Flugverbotszone weiterhin in Erwägung gezogen. Wichtigstes Ziel sei, «so schnell wie möglich» der Gewalt im Land ein Ende zu bereiten und die Entmachtung von Staatschef Gaddafi herbeizuführen.

Allerdings unterstrich die US-Regierung, dass die Ermächtigung für die Einrichtung einer Flugverbotszone vom Sicherheitsrat bei den Vereinten Nationen kommen müsse. «Wir denken, dass es wichtig ist, dass die Vereinten Nationen die Entscheidung treffen – nicht die Vereinigten Staaten», sagte US-Außenministerin Hillary Clinton dem britischen Fernsehsender Sky News.

Für Mittwoch wird ein Treffen von Obamas Sicherheitsberatern im Weißen Haus erwartet. Sie werden aller Voraussicht nach überlegen, welche Schritte realistisch sind, um Gaddafi unter Druck zu setzen und zum Abschied von der Macht zu bewegen.

EU will Sanktionen ausbauen

Die Europäische Union plant unterdessen nach Angaben von EU-Vertretern die Sanktionen gegen Libyen zu erweitern. Davon betroffen wären auch Staatsfonds sowie die libysche Zentralbank. Es werde erwartet, dass die Sanktionen am Freitag in Kraft träten, berichteten EU-Vertreter in Rom und Brüssel.

Damit würden die EU-Sanktionen über die bereits vom UN-Sicherheitsrat genehmigten hinausgehen. Diese sind vor allem gegen Gaddafi, seine Familie sowie Geschäftspartner gerichtet. Die Erweiterung der Sanktionen durch die EU soll nun libysche Firmen treffen, die Anteile an zahlreichen europäischen Unternehmen halten, darunter die italienische Bank Unicredit.

Mit den Sanktionen werde verhindert, dass die libyschen Teilhaber ihre Anteile an den europäischen Firmen verkauften oder Dividenden erhielten, sagte ein italienischer EU-Vertreter.

Deutsche Politiker für Flugverbotszone

Unter deutschen Politikern wächst angesichts der andauernden Gewalt aus der Luft gegen das libysche Volk die Zustimmung für eine Flugverbotszone. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sprach sich dafür aus, die Möglichkeit eines Flugverbots ernsthaft zu prüfen. Einen Alleingang der Nato ohne UN-Mandat lehne er jedoch ab, sagte Westerwelle dem Straubinger Tagblatt. Deutschland müsse darauf achten, am Ende nicht in einen militärischen Konflikt zu geraten.

«Wenn Verbrechen gegen die Menschlichkeit eindeutig erwiesen sind, fordere ich zum Schutz der Zivilbevölkerung ein Flugverbot über Libyen», sagte auch das Mitglied des Bundestags-Verteidigungsausschusses Burkhardt Müller-Sönksen (FDP) der Bild-Zeitung.

Für die SPD unterstützt deren verteidigungspolitischer Sprecher Rainer Arnold dieses Anliegen, warnt jedoch vor Konsequenzen. «Ein Flugverbot ist gut. Aber bei der Durchsetzung droht ein militärischer Konflikt, der möglicherweise größeren Schaden anrichtet, als er nützt.»

Nach Ansicht des Grünen-Obmanns im Verteidigungsausschuss, Omid Nouripour, sei ein Flugverbot nur sinnvoll, wenn UN-Sicherheitsrat, Arabische Liga und Afrikanische Union zugestimmt haben. «Nur so wird das Eingreifen nicht als Angriff des Westens auf den Islam verstanden.»

kra/ivb/news.de/dpa/dapd

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